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27. November 2016 7 27 /11 /November /2016 10:43
Nein! Fußball ist nicht nur Ergebnissport

Für manche Fans zählt der "Mythos Borussia" nur, wenn die Ergebnisse stimmen. Und klar, die Siege und Jaaaaa-Torschreie sind das Salz in der Suppe jedes Fußballfans. Aber besteht Fußball nur aus dem tabellarischen Erfolg? Scheinbar. Oder auch nicht! Für mich, der am nächsten Montag nach Barcelona fährt, ist ein 5-4-Sieg gegen den MSV Duisburg durch zwei Juskowiak-Tore in der Erinnerung mehr wert als "mit 10000 waren wir in Rom" oder so was. Und tragische Niederlagen durch verschossene Elfmeter oder absurd vergeigte Spiele haben einen höheren Reflexionswert als solide 3-1-Siege. Klar, wenn man in einem Abwärtssog ist, dann wird es "liga-existenziell". Denn die Garantie, wieder in die Spur zu kommen, gibt es nicht. Für mich hat die Borussia drei hervorragende Heimspiele mit kleineren Schwächephasen absolviert und hat die Kälte beim Einfahren der Früchte vermissen lassen. Aber war es deshalb alles schlecht? War das kein Fußball? Doch. Natürlich gibt es Ansätze zur Kritik, gerade im Abwehrverhalten und im Abschluss. Aber wenn ich diesen Fußball mit dem Rumpelfußball 2007 oder in der Hinrunde unter Frontzeck vergleiche, dann sollte ich lieber die Playstation nehmen und das reale Stadion meiden!!!

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24. November 2016 4 24 /11 /November /2016 10:52
Treiben Pöbelfans unseren Top-Manager weg???
Treiben Pöbelfans unseren Top-Manager weg???

Wenn Borussia eine Story im Spiegel bekommt, dann muss schon etwas vorgefallen sein. Und das ist es. Es ist irreal und hirnlos, wie die Fans in den letzten Wochen ihre Antipathie gegen Trainer Andre Schubert und jetzt auch gegen die heldenhaft fightende Mannschaft gerichtet haben. Erbärmlich, wie verwöhnt die angeblich "besten Fans der Welt" von ein paar Jahren erstaunlichen Erfolgs sind. Und wie der Pöbel aus Neuss, Olpe, Rheda-Wiedenbrück und Wuppertal sowie Lürrip sich anmaßt, dass über eine Dekade wunderbar solide aufgebaute Werk eines der wenigen Top-Manager der Liga einzureißen. Ja, man hat "ihren Lucien" gestohlen, obwohl der selber wusste, dass er dem Verein nicht mehr weiterhelfen konnte. Dieser Max gefällt mir. Der sein Temperament nicht "gecoacht" im Griff hält, sondern seinem Unmut zu Recht Luft macht. So einen Mann brauchen wir, aber diese "Fans" sind dabei, diesen Mann und seine Arbeit zu vertreiben. Welch ein Hohn, dass in der Hochphase immer wieder Menschen das zerstören, was sie eigentlich bauen wollen. Aber so ist der Mensch, nach Hesekiel ein "Haus des Widerspruchs"!

23. November 2016 3 23 /11 /November /2016 21:40
Vestergaard brachte noch einmal Stabilität ins Spiel
Vestergaard brachte noch einmal Stabilität ins Spiel

Tony Jantschke ist ehrlich. Borussia hatte nach 35 Minuten den Zugriff auf das Spiel verloren, was gegen solch ein Team ein fatales Signal ist. Der Ausgleich war eine Frage der Zeit. Wie die Mannschaft aber nach der gelb-roten Karte reagiert und den Kopf nicht verloren hat, ist ermutigend. Es waren kluge Auswechslungen, die die Stabilität erhöht haben - gerade Vestergaard war wichtig. Natürlich hat City den Punkt nachher auch verwaltet. Aber es ist schon frappierend, wie wenig Wettbewerbsglück im Moment vorhanden ist. Gegentor in der Nachspielzeit, gelb-rot kurz nach der Pause. Ich habe nicht mehr geglaubt, dass wir den Punkt holen könnten. Im Pokal und in Europa überwintern, kann Max Eberl Schubert entlassen, wenn wir in der Bundesliga nur 19 Punkte haben, was möglich ist? Nein, ich glaube, dass diese Mannschaft eine positive Entwicklung hat. Wenn Schubert die Viererkettenlektion lernt, dann sollte die Stabilität wieder hergestellt werden können. Die Offensive spielt sich gute Chancen heraus, sogar ohne Hazard kam Raffael gut zum Zuge. Es ist eine Mannschaft mit Perspektiven, was meines Erachtens auch ein Verdienst dieses Trainers ist. Und es ist klasse, dass ein Torwart wie Yann Sommer nach einem eher unglücklichen Spiel wieder aufsteht und super hält. Danke, Borussia, das war klasse. Hoffentlich wird den Nörglern noch mehr das Maul gestopft!

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22. November 2016 2 22 /11 /November /2016 16:35
Zu viel gewollt? Perfektionist Schubert ist unbeliebt im Schatten Luciens
Zu viel gewollt? Perfektionist Schubert ist unbeliebt im Schatten Luciens

Ich sage es mal ketzerisch: Es war an der Zeit für Borussia, über den Favre-Fußball hinauszukommen. Das war wohl auch Max Eberl klar, auch wenn er rhetorisch immer von der weitergehenden Ära mit dem Schweizer sprach. Aber die Zeichen, dass Borussias Mischung aus Gegenpressing und Konter bei ständigem Verlust von Leistungsträgern nicht ewig erfolgreich sein würde, häuften sich. Und der Favre-Stil hatte sich letztlich abgenutzt.

Favre schafft es, Mannschaften effektiv zu machen, aber im Grunde hat er immer - in Nizza und bei der Hertha sowie vorher in der Schweiz - auf Konterfußball gesetzt. Wenn man richtig Fußball spielen will, ist das eher die destruktive Variante für Spiele gegen übermächtige Gegner. Ich schätze Schuberts Mut, versucht zu haben, Fußball aktiv zu spielen, nicht nur auf Gegenpressing und Konter zu setzen. Favre fuhr im Schatten Klopps und hat das System perfekt kopiert und die Spieler dafür richtig ausgebildet, was ein großes Verdienst ist. Aber im in den letzten drei Jahren entstandenen Kettensystem war das System am Ende, weil keine Räume mehr da waren; Umstellungen waren und sind unvermeidlich. Schuberts Versuch, Dominanzfußball einzuführen, scheint an seine Grenzen zu stoßen. Den Mut finde ich dennoch klasse und hoffe, dass er seine Spielphilosophie noch in stabile Bahnen bringt. Den Favre-Fußball spielt dereinst Red Bull, die haben die Spieler dafür und die Gegner erlauben ihnen die Räume wie sie die einst Borussia gegeben haben. Die Liga und Gegner entwickeln sich weiter, und so musste sich Borussia auch entwickeln. Favre war auch von System her Geschichte. Schubert hat zu viel gewollt auf einmal, das ist das Einzige, was ich ihm vorwerfe. Jetzt ist es an ihm, erst auf gewohnte Stabilität zu setzen und dann das aktive Spiel weiterzuentwickeln. Die Zeit wird erweisen, ob er die Zeit dafür noch bekommt!!!

19. November 2016 6 19 /11 /November /2016 18:10
Stimmung in Gladbach wie bei einer Beerdigung
Stimmung in Gladbach wie bei einer Beerdigung

Gladbachs Fans scheinen die vier guten Jahre mit Europa satt nicht verkraftet zu haben. Eine schwächere Phase und ein paar taktische Fehlgriffe des Trainers führten zu einer beispiellosen Kampagne der Illoyalität gegenüber Andre Schubert, die auch seine Mannen traf. Denn das misstrauische und kindische Umfeld, das immer noch Lucien Favre nachhängt, scheint zu bekommen, was es wünscht: Ein Opfer. Wie der Sündenbock im 3. Buch des Mose mit den Sünden des Volkes in die Wüste getrieben wurde, so könnte es den Gladbacher Trainer in der Winterpause erwischen. Ich habe das Spiel gegen Köln als sehr gutes Spiel einer taktisch gut eingespielten Mannschaft gesehen. Dass ein paar Unsicherheiten und noch fehlende individuelle Klasse das 2-0 verhinderten und noch einen fatalen Spielverlauf ermöglichten, das kann man nur bei bösem Willen dem Trainer anlassten. Ich habe Konzept gesehen, nicht Konzeptlosigkeit. Über außen wurden einige brillante Chancen herausgespielt. Das Problem war der Abschluss, aber über Leute wie Paulsen und Sabitzer verfügt Gladbach einfach nicht. Es ist tragisch, dass die einzigen beiden, bei denen man auf Kölner Seite ein Tor zutrauen konnte, dieses auch machten. So geht die sich selbst erfüllende Prophezeiung Stück für Stück auf, die von den Fans kommt und sagt: Dieser Trainer kann es nicht. Dafür nimmt auch gern einiges in Kauf, dass man schließlich Recht behält...

16. November 2016 3 16 /11 /November /2016 15:52
Die Raute muss leuchten am Samstag
Die Raute muss leuchten am Samstag

Die in manchen Medien erzeugte überzogene Kritik am Führungspersonal der Borussia lässt nur Vermutungen darüber zu, wer Interesse an Unruhe im Verein hat. Jedenfalls ist die Nörgelei gerade im Fanlager das Resultat infantiler Kritiken an einem Trainer, dessen gute Ergebnisse nur auf Favre und dessen Vorleistungen und dessen miese Resultat auf sein eigenes Chaos zurückzuführen sind. Es gibt genügend Grund für legitime Kritik an Schubert, aber der Stil war vollkommen daneben und undifferenziert. Egal, es bleibt zu hoffen, dass diese Kritik mehr ein "Facebook-Pöbel"-Phänomen ist. Denn auf die Fans im Stadion kann man sich in der Regel vollkommen verlassen. Das Derby zum jetzigen Zeitpunkt ist weit mehr Chance als Risiko. Denn ein Sieg ist von der individuellen Qualität und neuer Kraft sowie frischen Kräften durchaus wahrscheinlich und könnte die Stimmung massiv verbessern. Immer noch ist die Borussia zuhause seit 11 Spielen unbesiegt und sollte sich diese Serie nicht ausgerechnet von Köln stehlen lassen. Modeste darf kein neuer Novakovic werden! Ich habe großes Vertrauen in Stindl, Sommer und Co., dass sie ein 120%iges Kampfspiel abliefern werden. Es ist Zeit, sich zusammenzuraufen. Das Spielchen "Wer ist schuld?" ist doch beantwortet. Trump ist schuld an Gladbachs Krise, aber jetzt ist auch gut. Jetzt muss es wieder heißen: "Raffa, Hazard oder Stindl hatten den größten Anteil am Kantersieg!!!"

7. November 2016 1 07 /11 /November /2016 15:41
In Augsburg muss endlich mal ein Auswärtssieg her
In Augsburg muss endlich mal ein Auswärtssieg her

Viele Beobachter und Fans machen in Max Eberls Tendenz zum langen Festhalten an Trainern seine größte Schwäche aus. Und diese Schwäche, so fürchten die Panikmacher, könnte aus einer "Spitzenmannschaft" eine graue Maus, wenn nicht gar eine Fahrstuhlmannschaft machen. Gemach, gemach, Freunde. Was ist passiert? Borussia tritt erratischer auf als in der Rückrunde der letzten Saison. Aber auch da trat die Mannschaft erst stark auf, als die Dreifachbelastung weg war. In enttäuschender Weise wurden gegen den HSV und Frankfurt vier Punkte weggeworfen, die jetzt über das Wohl und Wehe einer langfristigen Entscheidung herhalten sollen. Diese Punkte wurden jedoch nicht durch falsche taktische Entscheidungen versemmelt. Es gibt Spiele, in denen Schubert taktisch falsch lag, aber es gab auch Spiele, gerade in der CL, wo er starke taktische Maßnahmen ergriff. Wird gegen Köln gewonnen, dann könnte sich die Stimmung schnell wieder zum Besseren drehen. Ich erwarte auf jeden Fall noch sechs bis neun Punkte in der Hinrunde, dabei auch endlich den Sieg in Augsburg. Man wird sehen. Panik und persönliche Animosität sind jedoch nie gute Ratgeber gewesen!

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29. Oktober 2016 6 29 /10 /Oktober /2016 08:29
Auf einmal haben wieder die anderen 1000 Freunde
Auf einmal haben wieder die anderen 1000 Freunde

Der Frust nach dem Remis ist bei einigen Fans übergroß. Jetzt ist nicht mehr nur der Trainer, sondern auch der Manager schuld. Doch man sollte den Blick nüchtern halten. Denn wir haben in den Pokalwettbewerben bisher solide Leistungen abgerufen, in der Bundesliga sind wir 3-6 Punkte hinter den Erwartungen zurück. Aber es sind hier einige Aspekte zu berücksichtigen.

Erstens täuschte der vierte Platz und die CL-Teilnahme extrem über die wahre Leistungsfähigkeit der Mannschaft hinweg. Zweitens ist Mitte der Hinrunde noch keine Truppe wirklich stabil, weder Bayern noch Dortmund, Schalke, LEV etc. Überraschungstruppen holen die Punkte. Es kommt drauf an die Konfiguration für die Rückrunde zu finden. Und im März bis Mai ohne Dreifachbelastung wie die letzten Jahre aufzudrehen. Das Geheule aus dem Hier und Jetzt ist einfach erbärmlich. Drittens sind wir in der Tat von einigen Offensiv-Kreativen abhängig, was zwar bedauerlich, aber kaum vermeidbar ist, wenn man nicht Bayern München oder Borussia Dortmund ist. Allerdings will ich nicht den Eindruck eines totalen Apologeten des Bestehenden abgeben. Im Gegenteil: ich glaube, dass die Identität der Mannschaft aufgrund von Schuberts Experimentieren noch nicht klar ist. Spielt Borussia Ballbesitzfußball oder setzt man auf Balleroberung und schnelles Umschaltspiel? Ich denke, Schubert will das vom Gegner abhängig machen, aber die Mannschaft hat noch nicht die Fähigkeit, diesen dauernden Wandel nachzuvollziehen. Die Verunsicherung gerade von Mo Dahoud scheint von dieser Tatsache zu zeugen. Es ist also Zeit, sich auf ein grundsätzliches Konzept zu verständigen. Mit der Rückkehr der Offensivspieler wird das auch wieder besser. Dezidierte Kritik hat ihre Berechtigung, aber dieser pathologische Apokalptikus ist Nonsense.

26. Oktober 2016 3 26 /10 /Oktober /2016 11:30
Ein Team war 2007 keines - heute ist es ein TEAM
Ein Team war 2007 keines - heute ist es ein TEAM

Die Freude über die letzten überraschend starken letzten fünf Jahre in Gladbach weicht mehr und mehr einer Dauernörgelei und einem unangemessenen Anspruchsdenken. Es ist furchtbar, wie ein 2-0-Sieg im Pokal gegen den VfB Stuttgart kritisiert wird, wie geradezu ein Sieg in München gefordert wird und wie eine unglückliche Niederlage in Schalke, verursacht durch einen Fehler eines Einzelnen dazu genutzt wird, um den Stab über dem ungeliebten Trainer zu brechen. Wer sind die Borussen-Fans, die im Schlamassel von 1998 - 2008 angeblich treu blieben und jetzt meinen, Bayern-Forderer werden zu dürfen? Sind es nicht Kleinbürger der unteren Mittelschicht, die meinen, für 15 Euro ihre Götzen behandeln zu dürfen wie sie es wollen? Ich kenne viele Fans aus unterschiedlichen Herkünften, die diese gute Phase des VfL genießen, aber wissen, dass strukturell 8-9 Vereine vor uns landen können. Es gibt sicher Gründe zur punktuellen Kritik an Andre Schubert, aber es gibt keinen Grund zu glauben, dass es mit Favre so weitergegangen wäre oder dass ein anderer Trainer Gladbach zu einem Bayern-Dauerkonkurrent machen würde. Schubert risikiert taktische Veränderungen (das geht auch mal schief), er bringt Leute vorwärts und ihm gelingt es gerade in Situationen schwieriger Personallagen, kreative Lösungen zu finden. Leider tun viele Fans so, als stände Borussia mit Schubert kurz vor dem Abstieg. Das ist schade. Die Botschaft an die Nörgler: heult Euch woanders aus, aber der Borussia-Park und die wenigen Auswärtstickets sind zu wertvoll, um sie zu Projektion persönlichen Frusts zu missbrauchen. Aber meist sind auch hier die Nörgler vor allem im Netz relevant!

20. Oktober 2016 4 20 /10 /Oktober /2016 19:34
So können wir was im Schlauchboot holen - fünf Aspekte

Borussia hat in Glasgow gezeigt, dass die Mannschaft diszipliniert und konzentriert in einem Hexenkessel bestehen kann. Zugegeben: gegen Bayern war Celtic biederstes Zweitliganiveau. Dennoch war das Erfolgserlebnis wichtig, und einige Erkenntnisse könnten zu einem erneuten Punktgewinn im Schlauchboot beitragen: Erstens zeigt sich der Stabilitätsgewinn der Viererkette, die ja den Außenverteidigern nicht verbietet, Akzente zu setzen. Zweitens ist die Achse Kramer und Strobl ein wichtiges Mittel, um die zweiten Bälle zu erobern, die Bayern oft aus dem Halbfeld nutzt, um seine aufrückenden Außenverteidiger in Szene zu setzen. Drittens kann man offensiv variieren und mit Hahn einen Fighter bringen, der Räume für das aufrückende Mittelfeld schafft und im besten Falle wie im letzten Spiel selber Abschlüsse sucht. Viertens ist Bayerns Abwehr selbst gegen einen nicht allzu starken Gegner wie Eindhoven nicht sattelfest. Die Holländer wären zwei Mal um ein Haar zum 2-2 gekommen. Selbst ein 0-1-Rückstand ist gegen diese Bayern noch lange kein K.O.-Schlag. Und fünftens ist so ein "Angstgegner"-Phänomen Realität. Andre Schubert wird sicher wieder einen guten Spielplan haben. Also, es gibt einige Gründe, warum Samstag was geht... PS. Der Ausfall von Raffael und Hazard, sorgt dafür, dass realistisch nichts für einen Punktgewinn spricht. Hatten wir schon mal...

Published by prediger1
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