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20. April 2016 3 20 /04 /April /2016 14:54
Wider die böse Anti-Schubert-Kampagne

Ich halte von der Anti-Schubert-Kampagne in breiten Fankreisen gar nichts. Sie ist meines Erachtens die Folge von Ignoranz, Undankbarkeit und wenig Sachverstand. Klar tut die Auswärtsschwäche weh, aber ich erinnere mich noch an den Herbst, wo ich sofort Platz 15 als Angebot unterschrieben hätte nach den HSV-, Sevilla- und Köln-Spielen. Es gibt genug Gründe, Schubert nachhaltige Effekte zuzutrauen. Er sollte die Chance bekommen, die Mannschaft auf die neue Saison vorzubereiten.

1. Schubert hat Mut zur Nachhaltigkeit. Er hat Elvedi und Christensen weit vorwärts gebracht. Die Abwehr wird auf Dauer ein Prunkstück. Hinteregger war Eberls Problem. Er hat den Mut zur variablen Dreierkette, der manchmal nach hinten losgeht. Aber er hat eine Idee und verfolgt sie. Die Niederlagen sind bis auf in Wolfsburg und 96 NICHT auf seine falschen Taktiken zurückzuführen.

2. Ich sehe die letzten beiden Spiele eher als eine Folge des absurden Schalke-Spiels. Macht Hahn in Ingolstadt das 1-0... Ich finde, Schubert hat genau den Plan, den wir brauchen. Einige der Auswärtsspiele waren überzeugend, aber eben ergebniskritisch. Ich glaube, mit einem falschen Schachzug hätten wir Hannover 96 werden können. So sind wir noch an Europa dran, das ist eigentlich ein Wunder.

3. Schubert tritt selbstbewusst, aber auch lernfähig auf. Er gehört zu der selbstreflexiven Trainergarde. Taktikfehler gehören dazu. Er hat eine routinierte Achse alter Abwehrrecken ersetzt, hat aus wenig in der Hinrunde extrem viel gemacht und muss jetzt neue Hierarchien finden. Das traue ich ihm auf Dauer unbedingt zu.

Und der Weinzierl-Hype ist Wahnsinn. Kumpel aus der Gegend glauben, dass er ein lokales Wunderkind ist, das schnell an seine Grenzen stößt außerhalb der schwäbischen Gemütlichkeit. Nein, so geht es nicht. Das "wo wir herkommen" ist diese Saison ein Bonmot, das mehr als je zuvor seine Berechtigung hat...

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Kommentare

JPL 04/21/2016 13:03

Danke für die pauschale Beleidigung als ignorant, undankbar und wenig sachverständig. Die hier vorgestellten Argumente überzeugen mich nicht. Die Art und Weise, wie die Mannschaft in großen Teilen der Rückrunde aufgetreten ist, ebenfalls nicht. Die Fakten: 10 der letzten 17 Pflichtspiele hat Borussia verloren und dabei 32 Gegentore kassiert - hochgerechnet auf eine ganze Saison bedeutet das Abstiegskampf. In der gesamten Rückrunde hatten wir keine (Europa-) Pokalbelastung. Dazu meldet nach Torfabrik.de nun auch der Kicker von weniger intensiven und weniger zahlreichen Trainingseinheiten unter Schubert im Vergleich zu Favre, was zusätzlich noch unterfüttert wird von der stark rückläufigen Teamlaufleistung, bei der wir unter Favre stets unter den Top 3 der Liga waren, mittlerweile aber nur noch Mittelmaß sind. Das hier vorgebrachte und gelobte Festhalten v.a. an Elvedi (den ich für sehr talentiert halte) sehe ich auch im Kontext mit Korb, der es nach einer starken Hinrunde überhaupt nicht verdient hat, quasi überhaupt keine Berücksichtigung mehr zu finden zugunsten eines Spielers, der nicht stabil ist. Nein, für mich ist Schubert sachlich angreifbar, aber weiß weiß ich schon? Ich bin ja "ignorant, undankbar und wenig sachvertsändig".