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25. Juli 2016 1 25 /07 /Juli /2016 07:13
Schuberts Team wird vom neuen Fitness-Coach hart geimpft
Schuberts Team wird vom neuen Fitness-Coach hart geimpft

Nachdem der vorhergehende Beitrag sich pauschal zu den Mechanismen geäußert hat, die die Stellung Andre Schuberts im Gladbacher Gefüge mitbestimmten, möchte ich an dieser Stelle meine Sicht auf seine sportlichen Meriten und Defizite richten. Meine Sicht rekrutiert sich jedoch lediglich auf der Basis eigener Eindrücke, der Diskussion mit anderen Fans und Analysen in Fachmedien und Fanzinen. Es ist ein subjektiver Eindruck, der dennoch den Versuch beinhaltet, "objektive" Fakten gegenüberzustellen. Die erste Frage stellt sich: Wieso war es Schubert möglich, so schnell auf die Krisenlage nach fünf Spieltagen der letzten Saison zu reagieren? Und wieso ließ er sich darauf ein, dass er als Zweitligacoach in die Niederungen der vierten Liga eintauchte? Warum holte Max Eberl einen Mann, der höchstwahrscheinlich höhere Ambitionen haben würde? Diese Fragen wurden merkwürdigerweise in der offiziellen Presse nie gestellt. Meiner Auffassung nach hatte der clevere Manager bereits die Möglichkeit in Betracht gezogen, einen reifen Interimscoach in der Hinterhand zu haben; denn mehrfach hatte Lucien Favre in den letzten Jahren schon seinen Rücktritt angeboten. Eine Festanstellung Schuberts stand jedoch wohl nicht zu Gebote, da Max Eberl schon langfristige Pläne mit seinem Spezi Markus Weinzierl ausheckte. Die Siegesserie, die von vielen Fans nur als verlängerter Arm Favres betrachtet wird, ließ dem Manager dann keine Wahl. Bei einem Verzicht auf eine Festanstellung Schuberts wäre er spätestens zu Saisonende auf Platz vier unter Druck geraten, vorher aber wohl auch schon in der Winterpause. Jedenfalls sammelt der gelassene Coach weiter Sympathiepunkte. Eine aber weiter kritische Fanöffentlichkeit befürchtet, dass der Ex-St. Pauli-Trainer jedoch nicht die Ernte aus diesem starken Kader herausholt. Die manchmal strategisch falsch gesetzte Dreierkette und allgemein latente Abwehrprobleme lassen viele Fans vergessen, zu welch einer Bastion der Borussia-Park unter Schubert wurde. Und dass Schubert trotz vieler Verletzter immer wieder Lösungen fand; Flexibilität ist sein Zauberwort, dass diesem Kader durchaus entspricht. Jedenfalls kann dieser halbzufällige Trainer-Treffer zu einem großen Gewinn für Borussia werden und ist es schon!

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Kommentare

Ignorant 07/25/2016 19:44

Die klassische ist das Glas halbvoll oder halbleer Diskussion?! Die Autoren dieses Blogs nehmen jedes Indiz um Schubert für einen guten Trainer zu halten und die "Misstrauischen" sammeln halt Ihre Indizien um Misstrauisch zu bleiben ;-)
Beispiel aus obigem Text: "zu welch einer Bastion der Borussia-Park unter Schubert wurde" sieht dann nicht die Gegenseite: "was für eine desaströse Auswärtsbilanz da gefahren wurde, in welcher die Mannschaft gegen Absteiger zum Aufbaugegner wurde!" Wäre da nicht das 1:1 gegen unsere Lieblinsgegner München gewesen und der bedeutungslose Sieg gegen Darmstadt, wir hätten in der Rückrunde nur jedes zweite Spiel bestreiten müssen!
Ja: viele "kritische" Fans befürchten, das der Akribie Favres ein Laizess-Fair Schuberts folgt, welche dauerhaft zu absinkenden Leistungen führen könnte. Ist super für die Stimmung in der Truppe und auch um einen Laut-/Fürsprecher Xhaka zu gewinnen, aber Nachhaltigkeit muss Schubert erst beweisen. Er hat letzte Saison den "emotionalen" Turn Around vollzogen, ob er taktisch und spielerisch Favres Niveau halten kann, muss er m.E. noch beweisen. Aber die Zeit will ich Ihm gerne geben und werde sehr gerne positiv überrascht!