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21. Juli 2016 4 21 /07 /Juli /2016 18:27
Gut gelaunt, aber fokussiert und mit klaren Vorstellungen - Andre Schubert
Gut gelaunt, aber fokussiert und mit klaren Vorstellungen - Andre Schubert

Andre Schubert ist ein charismatischer, lockerer, sehr intelligenter Typ. Es wurde deshalb mit Spannung erwartet, wie er die Mannschaft in der Saisonvorbereitung führen würde. Das Verdienst, diese Mannschaft in historisch präzedenzloser Weise von null Punkten auf Platz vier geführt zu haben, wusste Hans Meyer auf dem Fanabend zu würdigen. Doch meine Konversationen mit den Fans haben gezeigt, dass dem Ex-St. Paulianer selbst dieses Fußball-Wunder nicht reicht, um Vertrauen unter den Fans zu akkumulieren. Das ist traurig und zeigt, dass es bestimmte mediale Kräfte sind, die Negativpräjudizien gestreut haben - offensichtlich mit nachhaltiger Wirkung. Dabei zeigte sich Schubert uns Fans gegenüber offen, gesprächsbereit, freundlich und permissiv - beim Rottacher Seefest wurden Spieler offen mit Weißbierglas bis halb eins nachts gesichtet. Unter Favre undenkbar! Ist das der St. Pauli-Schlendrian? Mitnichten! Schubert kommuniziert viel auf dem Platz, erklärt die Spielverlagerung beim Spiel auf drei Tore, aber er unterbricht das Spiel nicht so detailversessen wie das Favre tat. Er weist die Spieler eher in strategische Rollen ein. Frank Geideck sagte mir, dass die Kommunikation mit Schubert hervorragend funktioniere und dass Schubert keineswegs "schwierig" sei. Für mich ist es wichtig, großes Vertrauen in den Trainer zu zeigen, denn er hat bereits echte Verdienste erworben. Und ihm ist zuzutrauen, die Variationen zwischen 4-3-3 und 3-4-3 herzustellen. Wie die Dinge laufen habe ich feststellen müssen: Einer behauptete, Schubert habe die Fans vom Training eigentlich ausschließen wollen - eine absurde Vorstellung. Doch machte dieses Gerücht schnell die Runde. Egal, letztlich zählen am Ende die Ergebnisse und die Fortentwicklung der jungen Spieler. Und hier sieht es bis jetzt sehr gut aus für Schubert...

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Kommentare

Creekhail 07/25/2016 15:44

Werden jetzt ernsthaft Leistungen aus Freundschafts- und Vorbereitungsspielen herangezogen ?
Schubert hat mit der letzten Saison bewiesen, dass er aus dem vorhandenen Material erfolgreich eine motivierte Mannschaft formen kann. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger, der nach ein paar Spielen rat- und punktlos davongelaufen ist.
Ich hätte Favre einen glücklicheren Abgang gewünscht, denn seine Leistungen darf man natürlich auch nur als Ganzes betrachten und würdigen.
Schubert wird jedoch von vielen Seiten ein unbegründbares Mißtrauen entgegengebracht - gute Leistungen werden dabei abgenickt, bei Mißerfolg jedoch gleich nach bester Besserwisser Manier reingeschlagen. Fans sehe ich dabei nicht, nur argwönische Möchte-Gern-Trainer ohne Durchblick.

Ignorant 07/25/2016 19:59

" Fans sehe ich dabei nicht, nur argwönische Möchte-Gern-Trainer ohne Durchblick."
Naja....mit solchen Argumenten hat man dann immer Recht? Ja, Favre hat seinen Hut genommen, was Rückblickend eine genauso komplett richtige Entscheidung war, wie uns zum Klassenerhalt, nach Europa und erstmalig in die CL zu führen.
Erstes und zweites kann sich Schubert auch schon auf die Fahnen schreiben, ich hoffe ich kann auch an 3. einen Haken machen (bzw erstmalig geht dann ja leider nicht ;-)
Aber die Nachhaltigkeit der Arbeit Favres muss Schubert ersteinmal erreichen. Letzte Saison war eine gute Saison, aber wir sollten nicht vergessen, das Schubert ein ungleich besserer Kader zur Verfügung stand, als Favre in einigen Jahren und vor allem das Favre diesen Kader geformt hat! Die eigentliche Erfolgsserie hatte Schubert ja direkt nach dem Weggang Favres. Hier hat er tatsächlich emotionale Knoten gelöst und auch durch die taktischen Umstellungen die Mannschaft "entfesselt", aber und das wird mit Sicherheit keiner bestreiten mit einer perfekt taktisch unter Favre geschulten Mannschaft! Danach hat er meines Ermessens Favres Erbe verwaltet einige taktisch gute Entscheidungen getroffen, einige weniger gute. Yep, wie bei Favre.... dsessen Auswechslungen z.B: werde ich bis heute kritisch sehen!
JAU: eine movitierte Mannschaft formen kann Schubert - bin ich bei Dir. Eine Mannschaft dauerhaft taktisch auf dem höchsten Niveua einstellen, muss er m.E. erst noch beweisen. Schreibt der Blogger doch selber: "Er weist die Spieler eher in strategische Rollen ein". Der Blogger sieht das wohl positiv ich kann es noch nicht beurteilen. Beurteilen kann ich, das viele Automatismen unter Favre perfekt funktioniert haben und viele Spieler davon sprachen, das der Trainer sie besser gemacht habe! Beides unter Schubert nicht zu sehen oder hören.

Klaus 07/25/2016 18:21

Es geht hier um Zweifel bzgl. Schubert und nicht um Favre, Weinzierl etc.!

Schuberts Ausbeute war in der Rückrunde mittelmäßig! Trotz Verstärkung in der Winterpause und den wiederkommenden Verletzten!

Wären die Ausfälle in der Abwehr nicht so gravierend gewesen, wären auch Christensen und Elvedi nicht so extrem ins kalte Wasser geworfen worden. Beide profitierten von den Ausfallen und haben es durch überzeugende Leistungen geschafft in der Startelf zu bleiben. Dahoud wurde schon vor 2 Jahren regelmäßig in den Freundschaftsspielen aufgebaut und sollte unter Favre nicht verheizt werden!

Das Auswärtsspiel gegen MachesterCity war in der ersten Halbzeit das Beste, was ich von den Fohlen je gesehen hatte. In der 2ten Halbzeit zeigten sich dann wieder die Bereiche, die seit Schuberts Antritt die Achilles Ferse im Spiel war und bis jetzt auch wohl offensichtlich bleibt! Ich bin gespannt auf die Freundschaftsspiele gegen Mailand, Rom und dann das entscheidende Qualifikationsspiel für den Einzug in die Championsleage!

prediger1 07/25/2016 17:46

Sehe ich auch so. Als wäre es mit Favre ewig so weitergegangen. Als sei Weinzierl der Supermann, den wir gekriegt hätten. Als gäbe es Toptrainer im Dutzend auf dem Markt. Glück gehabt, würde ich sagen. Ich glaube an Schubert.

prediger1 07/25/2016 17:45

Zum Realismus gehört auch, dass Favres Zeit zu Ende war, dass es unter ihm auch grottenschlechte Auswärtsspiele gab, dass Schubert Dahoud weiter ertüchtigt hat und auch den Mut zu Christensen und Elvedi hatte. Natürlich hat er sich zwei, drei Mal mit der Dreierkette verzockt und es war eng, aber nach null Punkten nach fünf Spielen sind die meisten Teams abgestiegen!

Klaus 07/25/2016 16:47

Diese Frage zu stellen, ob Leistungen in der Vorbereitung herangezogen werden ☺

Wann soll denn ein Trainer entscheiden, welches System gespielt wird und vorallem welche Spieler in einer neuen Saison auflaufen? Angeblich wollte man auch flexibel sein und sich auch auf einem 4 3 3 einspielen. Das habe ich in den Vorbereitungsspielen nicht einmal gesehen. Bevor man hier Fans mit MöchtegernTrainer beleidigt, sollte man erstmal in der Lage sein zu argumentieren! Die Aufholjagd nach der Entlassung war riesengroß! Nur war das ausschließlich Schuberts Verdienst? Nach Dominguez Ausfall hatte man hinten nur noch eine Schießbude, welches zwar zur Rückserie besser wurde, aber dennoch nicht annähernd vergleichbar sattelfest, wie zu Favres Zeiten. Ich selber mag ein offensiv ausgelegtes Spiel mit Forechecking, aber kein Harakiri, wie gegen Dortmund! Schubert hat in der Rückrunde eine durchschnittliche Bilanz mit 8 Siegen 7 Niederlagen und 2 Unentschieden! Wäre Wolfsburg und Hertha nicht eingebrochen und hätte Schalke mal intern Ruhe gefunden, hätte man sich auch auf einen 7. oder 8. Platz wiedergefunden! Dann wäre wohl auch Deine Bilanz anders ausgefallen! Man hatte einfach ganz großes Glück mit Platz 4. Wer souverän den ChampionsleagePlatz neben Dortmund und Bayern geholt hat, war Leverkusen! GladbachFans sind Realist und keine mit dem Strom Schwimmer!

Ignorant 07/24/2016 20:36

Das "Misstrauen" der Fans auf mediale Kräfte zurückzuführen ist mir deutlich zu kurz gesprungen.....
Ich selbst gehöre zu den "misstrauischen" und dabei würde ich zum Beispiel deinen ersten Satz komplett unterstreichen! Auch seine Verdienste letzte Saison sind unbestritten.
Aber ein Nachweis nachhaltig erfolgreicher Arbeit steht noch aus.... und da fallen mir schon einige Momente, Aktionen aus der letzten Saison ein, wo er m.E. nicht gerade glücklich agierte. (kann ich bei Bedarf gerne weiter ausführen)
Dein Kommentar ist mir auch einfach zu kurz um inhaltlich werden zu können?! Vieles wird einfach pauschal behauptet: z.B: Warum:"Mitnichten!" ???
Vielleicht findet man es als mitgereister Fan toll Spieler noch mitten in der Nacht mit Bier auf einem Fest begrüßen zu können.... ich denke aber schon, dass man als Profi in der entscheidenen Vorbereitungsphase auch einfach vor Mitternacht den Heimweg antreten könnte. Aktuell haben die Spieler wieder fünf Tage frei, da macht doch solch eine Abendgestaltung mehr Sinn.
Favres Perfektionismus war schon ein teil des Erfolges der letzten Jahre...natrülcih kann man das durch andere erfolgreiche Zutaten ersetzen, aber wichtig ist immer der nachhaltige Erfolg.
Am Ende bin ich wieder bei Dir: Am Ende zählen die Ergebnisse und die Fortentwicklung der Spieler!
Dann schauen wir einfach mal zu Winterpause, wie es denn so gelaufen ist!

Klsus 07/24/2016 15:10

Daß hier noch vereinzelt ein FanMisstrauen gegenüber Schubert herrscht, daß kann man doch nicht ausschließlich auf Medienstreuung begründen. Die meisten GladbachFans schauen sehr genau auf die Arbeit von Schubert. Was mich persönlich stört ist, daß man alles immer rosarot sieht. Man wollte am Abwehrverhalten arbeiten. Wenn man das Freundschaftsspiel in der Schweiz gesehen hat, dann war das alles andere als gefestigt! Genauso war es wohl gegen Osnabrück! Es sind Freundschaftsspiel und das auch gegen unterklassige Gegner. Hier sollte man eine gewisse Souveränität erkennen und wenn nicht, dann sollte man das nicht schönreden! Das ist der Unterschied zu Favre! Punkt