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16. Januar 2017 1 16 /01 /Januar /2017 22:07

Undankbarer als die Aufgabe in Darmstadt am Samstag geht es für Borussia nicht. Denn erstens ist die Mannschaft trotz des Trainerwechsels noch bis in die Grundfesten verunsichert. Denn wenn sogar ein Mann wie Lars Stindl gegen den alten Trainer nachtritt, dann stimmt Vieles nicht. Der mentale Absturz von einer hochgejubelten Mannschaft zu einem überraschenden Abstiegskandidaten ist noch nicht verarbeitet worden. Es erfordert einmal das Glück in einem Spiel, Erfolgserlebnisse, aber auch die Herstellung einer neuen Hierarchie der Konfidenten. Doch irgendwie stochern alle, vom Manager über den neuen Trainer, die Spieler und Fans, alle im Trüben herum und sind noch perplex von der radikal veränderten Perspektive. Sind wir in einem Albtraum und werden gleich geweckt? Standen wir nicht vor ein paar Wochen noch im Block und feierten eine Mannschaft, die nur knapp gegen die beste Mannschaft der Welt verloren hatte? Hielten wir den Kader nicht für den besten in Borussias Historie? Die Mystik des Fußballs ist grenzenlos - trotz Laptops, Taktiksimulationen und Smart Boards bleiben die Schwankungen in der Seele der Teams unbegreiflich. Das ist schön und schmerzhaft zugleich. Das Spiel in Darmstadt ist kaum zu gewinnen. Denn die Hypotheken auf der Psyche der Einzelnen ist zu hoch gerade gegen einen Gegner mit einem neuen, wilden Trainer, der nichts, aber auch gar nichts zu verlieren hat. Was als leicht gewinnbares Auswärtsspiel erschien, kann den Pfad der ganzen Rückrunde bestimmen - von einer schnellen Erholung bis in den Abstieg einer nicht auf diesen Kampf nicht vorbereiteten Mannschaft. Hoffen wir auf das erstere Szenario!!!

 

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Published by prediger1
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