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31. Dezember 2010 5 31 /12 /Dezember /2010 09:47

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Meines Erachtens ist emotionale Distanz eine wichtige Eigenschaft in der Diplomatie, bei Verhandlungsprozessen jedweder Art und in schwierigen Branchen wie der Chirurgie. Besonnenheit ist ein wichtiger Faktor gerade in Krisensituationen.

In Gruppenprozessen, die zu kollektivem Erfolg führen sollen, ist aber etwas anderes zusätzlich gefragt: Die emotionale Bindung, die dazu führt, dass die Gruppe überzeugt und mitgerissen wird. Und hier scheint es dem monoton agierenden MF leider wirklich zu fehlen.

Nach Goleman gibt es verschiedene Stufen, um mit Gefühlen intelligent umzugehen:

Die eigenen Emotionen kennen: Die eigenen Gefühle erkennen und akzeptieren während sie auftreten. Diese Fähigkeit ist entscheidend für das Verstehen des eigenen Verhaltens und der eigenen Antriebe. (Hintergrund: Viele Menschen fühlen sich gegenüber ihren Gefühlen ausgeliefert, lehnen sie ab und bekämpfen oder vermeiden sie - statt sich der Tatsache bewusst zu sein, dass man Emotionen aktiv steuern kann

 Emotionen beeinflussen: Gefühle so handhaben, dass sie der Situation angemessen sind (statt zu dramatisieren oder zu verharmlosen). Dazu gehört die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen und Gefühle der Angst, Gereiztheit, Enttäuschung oder Kränkung abzuschwächen und positive Gefühle zu verstärken. Dies hilft bei der Überwindung von Rückschlägen oder belastenden Situationen.

 Emotionen in die Tat umsetzen: Emotionen so beeinflussen, dass sie bei der Erreichung von Zielen helfen. Dies ist der Kern der Selbstmotivation und fördert die Kreativität sowie die Häufigkeit von Erfolgserlebnissen. Dazu gehört auch, dass jemand in der Lage ist, kurzfristige (emotionale) Vorteile und Verlockungen hinauszuschieben und impulsive Reaktionen zu unterdrücken. Diese längerfristige Perspektive ist die Grundlage jeglichen Erfolges.

 Empathie: Dies ist die Grundlage aller Menschenkenntnis und das Fundament vertrauensvoller zwischenmenschlicher Beziehungen. Wenn jemand „weiß“, was andere fühlen, kann er viel früher die oftmals versteckten Signale im Verhalten Anderer erkennen und herausfinden, was sie brauchen oder wollen.

Umgang mit Beziehungen: Diese Fähigkeit oder Kunst der Gestaltung von Beziehungen besteht im Wesentlichen im Umgang mit den Gefühlen anderer Menschen. Es ist die Grundlage für eine reibungslose Zusammenarbeit in nahezu allen beruflichen Umfeldern. Es ist zugleich die Voraussetzung für Beliebtheit, Wertschätzung und Integration in eine Gemeinschaft.

Meines Erachtens hat MF nicht wirklich den Zugang zu eigenen Gefühlen, so dass er nicht spontan entscheidet, sondern zu lange an Plänen festklebt, die ihm emotionale Sicherheit geben. Für ein flexibles Spiel wie Fußball ist das tödlich. 

Dazu, glaube ich, kann er den Druck nicht von den Spielern nehmen, weil er diese Gefühle nicht versteht. Er war ein solider Verteidiger, der seinen Stiefel gespielt hat. Südamerikanern Selbstbeherrschung beizubringen, nein, das liegt ihm nicht. Und gerade in dieser emotionalen Minderkompetenz sehe ich das Problem bei MF, nicht in seinem genuinen fachlichen Sachverstand...


 

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Published by prediger1
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