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9. Februar 2012 4 09 /02 /Februar /2012 17:14

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Sport und Moral - das ist so eine Sache. Wenn es da nicht den Gutmenschen gebe, der Regelumgehungen konsequent benennt und sanktioniert. Leider gehen Gutmenschen wie so oft in ihren Maßstäben sehr selektiv vor. Die einen Gruppen schützen sie, egal wie eklatant ihre Verstöße sind, die anderen fallen unter die moralische Guillotine. Es ist schon ein Witz, wie sich ARD und ZDF gegen das Dopen bei der Tour de France echauffieren, ein Jahr boykottieren und dann im nächsten Jahr wieder einsteigen, weil es doch trotz allen bekannten und nicht veränderten Betrügereien Quote bringt.

Beim Fußball ist es dasselbe. Geplante Fouls wie die von Jones und affektive Reaktionen - sogar noch bei Vorhandensein eines Verstoßes des Gegners - werden moralisch homogenisiert und verdammt. Die Kontexte des Spiels werden bei den Simpeldenkern nicht bedacht, der Affekt und soziale Druck auf den Spieler nicht berücksichtigt.

Die großen Moralhanseln in den Schreibstuben sind oft Speichellecker dritter Ordnung, die alles tun, um in ihrer Kaste integriert zu bleiben, Konformisten pur. Dass sich mit Hummels ein Profi kritisch äußert, sollte beim Andy Möller-Verein BVB selber sauer aufgestoßen sein, weil es auf diese Mannschaft zurückfallen wird. 

Der Fußball-Gutmensch passt nicht in ein Setting, in dem Gewinn und Verlust Nullsummenspiele sind, daher der Reiz. Der Sozialtherapeut kann die Sportart wechseln. Fouls und Tricksereien kommen vor. Sie entschuldigen ist nicht richtig. Daraus eine Weltmoral zu stricken auch nicht...

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Published by prediger1
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