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22. März 2009 7 22 /03 /März /2009 14:46
Gladbach war im Aufschwung. Um so ernüchterter sind einige Fans nach der Niederlage gegen Angstgegner Bochum. Denn so etwas deutete sich fast an. Die Spielverläufe in Köln und gegen den HSV kamen der Borussia entgegen, gegen Bochum fiel das Tor nicht. Aber die Mannschaft spielt gefestigter, ist besser. Es gibt mehr Optionen, mit Levels, Browers und nun auch Dante herrscht mehr Variabilität in der Defensive vor. Deshalb ist zwar weiter Sorge, aber kein Grund zur Panik angebracht.
Das Alter der zentralen Mittelfeldachse führt dazu, dass eben nicht immer cool agiert werden kann. Gerade in den Sechspunktespielen ist das ein Nachteil, aber ein Marin und Baumjohann mit einem sichernden Bradley werden noch manche Gegner kalt erwischen. Ich baue drauf, nachdem ich gerade die Karten gegen Wolfsburg und Dortmund auf den Tisch bekommen habe...

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17. März 2009 2 17 /03 /März /2009 09:58
Aue ist ein unangenehmer Gegner. Aber dennoch braucht Haching jetzt den Ausreißer nach oben, um die Burghausen-Niederlage wett zu machen und den Anschluss zu halten. Aue ist wetterwendisch und konnte in Düsseldorf einen Punkt holen. Wie Sandhausen sind sie im Ananas-Bereich der Tabelle angesiedelt. Ich hätte sie für einen Aufstiegskandidaten gehalten. Arne Feikc ist mit 7 Treffern ihr bester Schütze (aber gesperrt), Curri ist stets ein Wirbelwind.
Bleibt zu hoffen, dass die Mannschaftshierarchie in Haching nach dem "Fall Copado" wieder hergestellt ist und dass wir dort gewinnen. Aue spielt heute noch gegen Bremen II, man kann sie also noch rechtzeitig beobachten. Hoffentlich gewinnt Paderborn sein Nachholspiel nicht...
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14. März 2009 6 14 /03 /März /2009 10:34

Union Berlin ist mehr als nur ein Fußballverein. Verkörpert doch der Klub die enttäuschten Sehnsüchte des alten Ostens genauso wie die Hoffnungen auf eine erfolgreichere Zukunft. Die Fans eint neben der Liebe zum Fußball vor allem eines: durch die Wiedervereinigung haben sie fast nur verloren. Von Christoph Rohde


Das Derby Union Berlin gegen Dynamo Dresden am vergangenen Wochenende brachte traditionelle Rivalitäten an die Oberfläche: denn die Skandierungen im Jahn-Park „Scheiß Dynamo“ galten eigentlich nicht dem Gegner aus Dresden, sondern dem alten Stasi-Verein BFC Dynamo Berlin. Dieses Lieblingskind Erich Mielkes hatte in „guten alten DDR-Zeiten“ die Talente der Unioner zum BFC hin abkommandiert. Und so kommt es zur paradoxen Situation, dass Union Berlin gerade im feindlichen Jahn-Sportpark den Grundstein für seinen Aufstieg in die zweite Liga legt. Die Mannschaft ist hier noch ungeschlagen. Das Team hat mittlerweile satte sechs Punkte Vorsprung vor den nächsten Rivalen SC Paderborn und Fortuna Düsseldorf und hat von den letzten zehn Spielen sieben gewonnen und drei Mal Remis gespielt. Die Alte Försterei, ihre Heimstätte, wird ja gerade neu gebaut, doch dazu später mehr.


Ein Verein der Basis


Union Berlin ist ein Verein des Volkes. Er verkörpert Nostalgie, Arbeit, Gleichheit und Zusammengehörigkeit. Die Menschen lechzen danach, dass ihre Arbeit, ihre Solidarität, ihre Ideenwelt Erfolg hat. Im realen Leben ist das nämlich oft weniger der Fall. Die Menschen in den Kapuzenpullovern definieren sich durch ihre Mützen und Schals, ihr cooles Outfit und ein wenig Versifftheit um sie herum. Hunde gehören dazu (nur nicht beim Spiel), ein wenig unpolitische Aufmüpfigkeit, sie sind im Grunde gegen Gewalt, gegen Diskriminierung, für Schwule und Ausländer. Aber dennoch trägt eine gewisse Aggressivität die Atmosphäre. Die Enterbten des Kapitalismus triumphieren nicht in der Krise, weil sich für sie nichts ändert, auch nicht zum Schlechten. Aber sie haben hier etwas, einen Sinnersatz, ein Berliner „Mir san mir“-Gefühl, das stärkt und das ihre Kräfte mobilisiert. Die Menschen sind echt, stehen zusammen, feiern mit viel Bier in den Kneipen und sehen die Entwicklung des 1. FC Union geradezu als Wunder an.


Das eigene Stadion

Das Stadaio von Union Berlin soll schöner werden und die Fans helfen mit.

Das Stadion von Union Berlin soll schöner werden und die Fans helfen mit.

Köpenick hat nicht nur seinen Hauptmann, sondern seine Alte Försterei. Dieser  Fußballplatz, in einem kleinen Wäldchen gelegen, verkörpert den Kult des Vereins. Der kaum Stadion zu nennende Fußballplatz wird vergöttert. Erst seit einigen Jahren existiert ein kleines Flutlicht, auf das man stolz ist. „Alte, alte, alte Försterei“, hallte es gegen Dresden durch den Jahnpark.
Die Fans bauen mit am eigenen Stadion, das profitauglich gemacht wird. Dies ist ein Vorbild für eine gelungene Communitas. Treppen wurden hochgezogen, die Stufen des Stadions neu betoniert – ein einmaliges Gemeinschaftsprojekt von Verein und Fans. Lustig ist dabei, dass die Imbiss-Stände, die frei schwebend vom Hügel des Stehplatzbereichs herabhängen, nun „Catering-Stationen“ genannt werden. Ist dieser Anglizismus in Ost-Berlin opportun?

Analogien zum FC St. Pauli sind eigentlich evident, aber wenn diese beiden Vereine aufeinander treffen, dann gibt es dennoch eine Klopperei um den ersten Rang unter Autonomen. Insgesamt aber hat man etwas verpasst, wenn man diese offizielle Versammlung der „Kiez-Kids“ nicht kennen gelernt hat.


Ein wenig Stasi lebt noch


Nur: wo bleibt das Dach? Die Bauarbeiten haben sich zuletzt verzögert. Der Ordner am Spielfeld kann dazu nichts sagen. Er sei nur Wachpersonal und nicht befugt, darüber Auskunft zu geben. Ist etwas schief gegangen? Sollte man bei einem Basisprojekt nicht offener sprechen? Der Junge erinnerte an einen Informellen Mitarbeiter der Stasi (IM), der die Chance auf eine große Karriere in der Normannenstraße gehabt hätte. Hier erinnert die Informationspolitik leider an frühere Zeiten. Aber ich bin beruhigt. Meine Auffassung, dass linke Strukturen immer etwas Totalitäres haben, wird erfahrungsgesättigt – ist doch was. Aber es schmälert meine Bewunderung für diese Art Lebenskunst namens Union Berlin in keiner Weise. Für besonders treue und solvente Fans gibt es mit der EisernCard eine lebenslange Dauerkarte für 2.222 Euro.

falscherhalbzeitstand

Ein Aufstieg würde Geld in die Vereinskassen bringen. Der Bedarf ist groß.

Sponsoren gesucht


Das Gespräch mit einigen Fans zeigt, dass sich diese über das Dilemma im Klaren sind, in welchem der Verein steckt. Steigen sie auf, brauchen sie viel mehr Geld. Auch wenn die Fernsehgelder von 800.000 Euro in der dritten auf mehr als drei Millionen in der zweiten Bundesliga in der Saison 2009/10 ansteigen könnten, hat der Verein weit größeren Finanzierungsbedarf. Begibt man sich in die Hände von Großsponsoren, droht der Verlust seiner Identität. Aber wie die Hymne es sagt: Wir lassen uns nicht vom Westen kaufen… Es bleibt nur eines, mit Nina Hagen nach vorne schauen: „Eisern Union, immer wieder Eisern Union – gemeinsam nach vorn – Eisern Union.“

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9. März 2009 1 09 /03 /März /2009 23:30
Auch in Berlin feiert man das Comeback der Fohlen...
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4. März 2009 3 04 /03 /März /2009 16:03
Haching hat die Chance, in Sandhausen die unvermeidliche Pleite gegen "Österreich" vergessen zu machen. Sandhausen hat gegen Bremen II das Nachholspiel am Dienstag Abend gewonnen. Mittelfeldspieler Pinto schlug gleich doppelt zu. Aber die Truppe hatte davor lange zuhause nicht gewinnen können und ist auswärts stärker als zuhause. Aber sie sind insgesamt eine Ananastruppe - totaler Durchschnitt. Von den Fähigkeiten und der Motivation müsste Haching klar im Vorteil sein.
Düsseldorf und Paderborn haben schwere Auswärtsspiele - Emden hält das nicht durch. Wir haben noch nichts verloren, aber jetzt muss gewonnen werden...
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1. März 2009 7 01 /03 /März /2009 09:24
Was ist das für ein Fluch mit Burghausen? Warum können wir die Wackerianer nicht schlagen? Es bleibt zu hoffen, dass dies der letzte Rückschlag zuhause auf dem Weg nach oben war. Haching fand nie ins Spiel und spielte merkwürdig gehemmt. Der Ticker schreibt: Haching gewinnt also wie gewohnt nicht gegen den SV Wacker und muss erkennen, dass nach einer solchen Leistung die Spitzenplätze erst mal außer Reichweite sind.
Es ist noch nichts verloren, aber eine Niederlage gegen die "österreichische Stadtauswahl" tut nun mal weh...
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26. Februar 2009 4 26 /02 /Februar /2009 09:22
Der Fußball im Doping-Fokus? Das ist nicht überraschend. Aber hier geht es um zu viel Geld, als dass die medial so stark betont würde. Einzelne Leute streuten Gerüchte wie Toni Schumacher oder Peter Neururer, die aber als Dampfplauderer bekannt sind.
Wie sieht es nun aus? Können Doping-Beweise durch ein Pülverchen in zehn Minuten entfernt werden? Wenn ja, dann wären sämtliche Doping-Kontrollen wohl ziemlich sinnlos. Aber die Gerüchte zwischen Wahrheit und Lüge sind nicht  mehr zu stoppen. Hoffenheims Fehler - die Hasser dieses Vereins werden ihnen alles andichten, die anderen trauern um das zu kurze Märchen und Hoffenheim selber kann die voraussichtlich schwächere Rückrunde damit begründen.
Dem Fan bleibt nur: Sich Immunisieren von den Gerüchten, das Beste hoffen oder die Sportart wechseln - Hallenhalma beispielsweise.




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23. Februar 2009 1 23 /02 /Februar /2009 08:55
Es ist doch bald wie ein Fluch - da freut man sich mal über einen Sieg und dann sind wir mitten im Fokus sportpolitischer Vorgänge. Echt übel, ich hätte mich mal gefreut, dass Ruhe in den Verein einkehrt und die sportlichen Dingen in den Vordergrund geraten. Aber weit gefehlt... Als Gladbachfan muss man Jurist, Psychologe, Guerrilla-Kämpfer etc. auf einmal sein - Wahnsinn...



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19. Februar 2009 4 19 /02 /Februar /2009 09:35
Ich habe mir eine Karte für das Spiel gegen 96 bestellt. Ein Akt der Selbstkasteiung? Zumal ich ziemlich früh in die ICE einstiegen muss... Aber die Post ist im Münchner Schnee hängen geblieben - vielleicht kommt sie nicht an. Ein Wink des Schicksals? Aber ich will das Schlüsselspiel sehen, nach dem es kein Lamento und keine Ausreden mehr gibt. Entweder wir zeigen Bundesligatauglichkeit oder wir sollten auf "Kriegswirtschaft" umstellen. Das heißt, die jungen Talente gezielt Erfahrung sammeln lassen - einen Dorda, Jantschke und Lamidi. Denn verkrampft um einzelne Punkte ringen durch den Versuch, Bollwerke aufzubauen, macht nur Sinn, wenn man Gegner aus dem unteren Mittelfeld zuhause schlagen kann. Ich glaube dran, sonst würde ich nicht so weit fahren, um meine Füße in die Kälte zu stellen. Aber irgendwie schwöre ich trotz allem Stein und Bein..

PS: Da es in Bayern kein Alt und auch nur Fasching, aber keinen Karneval gibt, ist die Reise auf jeden Fall sinnvoll...

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15. Februar 2009 7 15 /02 /Februar /2009 10:21
Bei Gladbach stimmen zumindest die Winterneueinkäufe. Die, die das müde Fähnchen noch hochhalten, sind psychisch noch frisch. Bailly mit überragenden Reflexen, Galasek sehr abgeklärt und sicher, Stalteri macht hinten gut dicht. Verbesserungen an der Abwehrfront, aber hier wird die Energie absorbiert. 5-35-Torschüsse gegen sich, da geht nach vorne gar nichts. Nach vorne geht nichts - das Ein-Stürmer-System ist zum Scheitern verurteilt. Wie soll auf Offensive umgeschaltet werden, wenn keine Stürmer da sind? Und wenn der beste Mann dann noch draußen gehalten wird?
Es ist leider neben einem Qualitätsmangel ein atmosphärisches Problem vorhanden. Und da helfen die Peitschenhiebe eines Hans Meyer auch nicht. Bei einer viel zu geringen Wettbewerbsfähigkeit helfen die Tricks des alten Trainerfuchses auch nicht. Im Gegenteil, die Derbheit des Verbalisierens führt zu einer noch negativeren Presse. Diese ist nicht an allem schuld, aber sie kocht bestehende Konflikte natürlich hoch.
Jedenfalls hilft jetzt nur noch Beten und ein Wunder...
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