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12. November 2008 3 12 /11 /November /2008 09:28
Die Hachinger sind "back on track". Der hochverdiente, aber viel zu niedrig ausgefallene Sieg gegen Union Berlin war ein Wendepunkt. Haching orientiert sich weiter nach oben. Der WSV hingegen ist nur 5 Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt und spielt eine enttäuschende Saison. das Zoostadion hat mal mehr als den Schnitt von 3000 Zuschauern gesehen. Ein kurzes Zwischenhoch mit Siegen gegen Bremen II und Paderborn war mehr ein Strohfeuer - es folgte ein total glückliches 3-3 gegen den Tabellenletzten - die Stuttgarter Kickers. Und man verlor das psychologisch wichtige Derby in Düsseldorf unlängst mit 1-3 - es gab die zu erwartende Randale - 17 Minuten Spielunterbrechung.
Da kann man nur sagen: Haching ist klarer Favorit und muss nur die Torchancen besser nutzen. Beim WSV muss man stets auf Mike Rietpietsch und Marcel Reichwein aufpassen. Ansonsten ist der Sturm aber mit einem Tor pro Spiel relativ schwach - die Abwehr relativ solide.
Auf geht's Haching kämpfen und siegen...
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11. November 2008 2 11 /11 /November /2008 14:46
Kann ein Sieg für einen Fußballfan auch eine Niederlage sein?
Gladbach hat in Bielefeld gewonnen. Und das, obwohl Hans Meyer, unser Idol, meinen Sascha Rösler herausgeschmissen hat und auch Touma und Coulibaly. Und die Personaldecke dünn ist...
Nein, in der Sache nehme ich meine Kritik  nicht zurück. Volkswirtschaftlich war das ein Akt von Humankapitalentwertung, spieltaktisch raubt es einige Optionen etc.
Aber ich kann Abbitte leisten im  Falle Gospodarek. Der hat wirklich gut gehalten. Ja, unser Seitenwahl-Diskurs ist
spannend. Fußball kann auch Nivoh haben. Ist doch klasse....
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8. November 2008 6 08 /11 /November /2008 15:45
Es war so ein Spiel, bei dem man ahnt, was kommt. Der souveräne Spitzenreiter gegen eine Mannschaft mit einer nicht so guten Serie. Aber: Haching - in allen fünf Begegnungen gegen Union unbesiegt - war nie so schlecht und Union so gut, wie es die Ergebnisse vorher aussagten.
So zeigte Haching von an ein forsches Angriffsspiel. Eigentlich stand nur Klinka, der sehr gute Union-Keeper im Weg. Ja, er war der einzig gute Unioner an diesem schönen Herbstnachmittag.
3100 Zuschauer sind nicht viel, aber die Stimmung war gut auf Nord - trotz des schlechten Union-Spiels.
Bei Haching waren die Finks wieder einmal gut in Form. Das Einzige war die fehlende Konsequenz im Abschluss.
Und Schulz' Handspiel war ein Blackout, der fast die hervorragende Arbeit wieder obsolet gemacht hätte.
Bei Haching sieht man kontinuierlichen Fortschritt. Hasenhüttl ist es gelungen, junge Spieler zu integrieren und Routiniers zu stabilisieren - wie etwa Darius Kampa, der eine hervorragende Saison spielt und heute wieder eine Sensationsparade zeigte. Haching ist wieder ein Spätstarter und wird wie letzte Saison am Ende ganz oben mit dabei sein, mal sehen ob es am Ende reicht nach oben...

Bilder folgen...



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5. November 2008 3 05 /11 /November /2008 17:17
Zwei Vereine treffen aufeinander, die eine unterschiedliche Tendenz aufweisen. Union ganz oben und mit einer Siegesserie, Haching geht runter mit einer Sieglos-Serie. Dabei ist die Leistungsstärke der Mannschaften nicht so weit auseinander. Haching hatte viele Verletzte, das stimmt. Union hatte aber auch viel Glück gegen Paderborn und die Fortuna.
Aber: Die beiden Vereine leben von begrenzten Ressourcen und stellen auf ihre Weise einiges auf die Beine. Haching hat ein feines Schmuckkästchen von Stadion und eine tolle Jugendabteilung. Das nette Nest mit Alpenblick ist die Inkarnation oberbayerischer Gutbürgerlichkeit.
Union, ein alter DDR-Club, repräsentiert Schmuddeligkeit mit Herz. Sie machen aus bescheidenen Mitteln unglaublich viel. Die Fans spielen im alten Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark am Prenzelberg bei den Feinden. Die Fans bauen ihr eigenes Stadion und die Spieler mischen sich in den Kneipen unter das Volk.
Ja, unterschiedlichste Voraussetzungen, aber gleiche Tugenden... ich freue mich auf das Spiel !!!
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4. November 2008 2 04 /11 /November /2008 16:28
Wie verhält sich ein unsouveränes Individuum? Es schlägt zumeist um sich. Es ist hilflos, weil nicht geliebt. Was wir im Moment beim ruhmreichen VfL Borussia erkennen, ist ein Borderline-Syndrom, ein sich selbst Zerstören durch Ritzen und Schlagen. Es ist ein Drama.
Wie kann man das Gute so schnell über Bord werfen? Das "Kompetenz-Team" hat Rösler, Touma und Coulibaly rausgeschmissen. Daneben ein Geburtstagskind namens Hänschen Meyer, das sich schöne Zeiten an der Riviera hätte gönnen können. Es ist die Hölle, ein innerlicher Genozid, der hier abgeht...
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2. November 2008 7 02 /11 /November /2008 21:19
Ein herrliches Statement über den Fußballfan von User Robert von www.seitenwahl.de:

"Jetzt weiß ich wieder, warum ich Borusse bin. Es ist die Lust am Leid.

Natürlich könnte ich mir meinen Schmerz auch von einer scharfen Domina bringen lassen. Die wäre auf Dauer vielleicht ein wenig teurer, dafür sähe sie dann aber auch schnuckeliger aus als unsere Jungs.

Was aber auch eine gute Professionelle mir nicht besorgen kann, das ist eine besondere Qualität im Schmerz. Die ist nur für Frauen erreichbar, denen man Gefühle entgegenbringt, und halt vom Verein.

Alle anderen, die einem wehtun, kann man hinter sich lassen, nur bei diesen beiden kommt man sich nicht komisch vor, fleißig, geduldig und mit viel Liebe immer wieder die bröckelnde Sandburg der Hoffnung zu errichten, die doch ohne jeden Zweifel von einer unzeitigen Flut weggespült, oder - noch besser - vom örtlichen Strandrabauken kaputt getreten wird, der leider drei Jahre älter und damit unbesiegbar ist.

Und dann sitzt man da und betrauert das Malheur und dann geht man mit hängendem Kopf nach hause zu Mutti.
Und schon am nächsten Morgen steht man frisch und ausgeruht wieder am Strand, Eimerchen und Schäufelchen dabei und in Gedanken einen noch besseren Plan, wie diese nächste Burg uneinnehmbar, unkaputtbar gebaut werden kann. Und wird. Castle Hope.
Denn mit der Hoffnung fängt ja alles an. Erst die Hoffnung, dann die Erfüllung. Erst an den Sieg glauben, dann gewinnen. Die Chancen stehen besonders schlecht? - Um so besser.

Ein gutes Gefühl. Und das gibt mir nur die Erstliga-Borussia. Letztes Jahr war wirklich mies für Masos und Hoffnungsjunkies wie mich. Stinklangweilig. Jetzt ist wenigstens Feuer in der Bude, Existenzängste treffen sich mit dem ach so gerechten Zorn auf ein Gläschen. Hier fühl ich mich zu hause. Das ist meine Borussia.
Die Liga interessiert mich gar nicht so.

(Ich weiß, das wird euch jetzt nix helfen, aber irgendwo muß man doch hin mit seinen Gedanken und wenn ich sowas im Brigitte-Forum schreibe, dann sperren die mich noch!)"

Dem ist wenig hinzuzufügen. Ich habe vorgeschlagen, die Spieler mal mit Methoden von Saddam Husseins Bruder (inzwischen exekutiert durch Hängen) - Foltern im Keller des Stadions - zu motivieren. Fand aber keiner gut und witzig. Nachdem ich noch Ibsens Kleyn Eyolf gesehen habe, bin ich erst mal bedient. Ich darf nicht über hohe Brücken gehen...
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1. November 2008 6 01 /11 /November /2008 16:52
Der Tag eines Fußballfans der dritten und ersten Liga ist stressig. Erst muss man sich von 14 Uhr bis 15.50, wenn nicht im Stadion, dann am Ticker ärgern - so wie heute, wo Haching die Führung in Offenbach leichtfertig wegschenkte und sich nach 5 Spielen ohne Sieg langsam Gedanken machen muss.
Dann fallen die ersten BULI-Tore, und wenn das erste für den FC Köln ist, dann steigt der Stress noch mehr an.
Von 16.30 bis 17.00 verfolgt man die Regionalliga in WDR/NDR um 16.30. Der BR steigt dann bis auf heute um 17.30 Uhr ein. Und bis zur Sportschau ist man dann schon fix und fertig, und wehe, die Ergebnisse stimmen dann nicht.
Vor allem: Der Samstag ist doch für Gladbacher Borussen ein Schon-Tag, denn morgen erst wird es erst ernst. Wie viele Jahre soll man das denn durchhalten? Kommt Gladbach noch mal in den Verlierer-Cup oder geht es eher Richtung Dritte Liga?
Wie gut, dass ich nebenbei auch noch einen Artikel über das Verhalten der Südstaatenwähler bei der Ami-Wahl schreiben muss - natürlich ganz nebenbei...
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31. Oktober 2008 5 31 /10 /Oktober /2008 10:51
Udo Jürgens hat ein Lied aus Sicht des Elfmeterschützen geschrieben: Wer hat das Tor so klein gemacht?
Und eine Strophe aus Sicht des Torwarts: wer hat das Tor so groß gemacht?
Die Relationen haben sich verändert: Die Elfer werden öfter verschossen, die Keeper haben beim Elfer eine größere Chance. Anders ist das aus dem Feld: Die Bälle flattern mehr, die Stabilität der Keeper gerade aus der Distanz hat nachgelassen. Ich frage mich: warum haben die Hachinger gegen VFB II immer auf die Graphen 2,47 Meter Breite versus 7,34 gezielt und nicht in den vorgegebenen Rahmen, der die Fläche 7,32 X 2,44 ausmacht? So dass eine völlig unnötige 0-2-Niederlage herauskam? Nur die Fortuna da oben weiß das...


http://www.youtube.com/watch?v=g3_jb_cNr7c&feature=related
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30. Oktober 2008 4 30 /10 /Oktober /2008 11:03
Ich gehe am Prenzelberg in eine Neureichen-Kneipe, von Ur-Berlinern verachtet, und ein Unioner kommt mit Stadionheften vorbei. Seine Klamotten sind alt, seine Moral ist jedoch groß. Er wurde in Hohenschönhausen schon von BFClern verkloppt, die in den Silos wohnen und Sozialpädagogen-Klientel sind. Aber: Unions Fans bauen ihr eigenes Stadion und regieren und dienen mit. Das ist ganz großer Sport. Und trotz des 2-2 bei den Kickers sind sie zu Recht oben mit dabei.
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29. Oktober 2008 3 29 /10 /Oktober /2008 09:57
Es gibt einen, der ist der Sündenbock für alle, der Satan schlechthin. Er nennt sich "Heimo" oder der Heimsuchende. Eigentlich war er ein netter Mensch, aber dann fuhr der Teufel in ihn ein. Denn: er machte einen Fehler gegen die "Böcke" - gegen Köln, gegen die Inkarnation des Bösen, den FC Köln.
Heimo hat also alle Dämonen übernommen, die den FC Köln auszeichnen. Oder er ist ein Kölner Agent. Wer das weiß: Katze Kamps, unser wunderbar den Strafraum beherrschender Torwart, der seine "Künste" in alle Bereiche weitergibt. Der Retter der Welt heißt Gospo. Zwar bewegt er sich komisch, es wird nicht einsichtig, warum er der "Retter" sein sollte, aber man ihn als solchen hypostasiert.
Wir werden sehen, wie die Sache weitergeht - am Sonntag - gegen Fritthelm, den Fettigen und seine Kreuzritter von der Bankenkrise....
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