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4. Oktober 2016 2 04 /10 /Oktober /2016 18:45
Die Auswärtsschwäche ist ein klares Kopfproblem
Die Auswärtsschwäche ist ein klares Kopfproblem

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Er lebt von Routinen, die die Komplexität des Daseins reduzieren und uns evolutiv überhaupt erst überlebensfähig machen. Deshalb sind Routinen per se nichts Schlechtes, im Gegenteil. Sie schaffen Struktur und Berechenbarkeit. Der Soziologe Niklas Luhmann hat gezeigt, dass diese Erwartungsstrukturen komplexe Gesellschaften überhaupt erst ermöglichen. Routinen können dann aber schädlich werden, wenn diese hemmend und nicht mehr positiv organisierend wirken. Das ist bei Borussia jetzt der Fall, wenn man auf die Auswärtsschwäche blickt. Routinen können Gewohnheiten werden, die man für unveränderlich hält. Beispielsweise gibt es kodependente Persönlichkeiten, die in geradezu suchtartiger Weise Partner wählen, die sie misshandeln. Der Wiederholungszwang ist trotz des schlechten Ergebnisses so tief verwurzelt, weil eine negative Berechenbarkeit einer Ungewissheit vorgezogen wird. Nun will ich nicht sagen, dass Borussia sich daran gewöhnt hat, auswärts zu verlieren oder das auch einfach so hinnimmt. Irgendwie hat sich aber eine Mentalität eingeschlichen, die eine Selbstverständlichkeit verhindert, die ein Team dieser Güte haben sollte. Ich behaupte bereits nach 10 Minuten erkannt zu haben, dass Gladbach sich in Schalke den Schneid abkaufen lässt. Und ich habe diese Dinge oft festgestellt, dass man auswärts irgendwie mit der Einstellung "schaun mer mal" herangeht. Die Einstellung "vielleicht holen wir einen Punkt, wenn es gut läuft, drei" reicht für ein Team nicht, welches den Anspruch einer Spitzenmannschaft hegt. Zuhause hat man diesen Anspruch, eine Festung zu verteidigen. Aber die Jungs fahren nicht nach Augsburg, Freiburg oder Hamburg mit der Einstellung: es ist selbstverständlich, dass wir als besseres Team hier gewinnen. Im Kopf ist das auswärts Punkte holen eine Kann-Option. Die reicht aber nicht gegen Gegner, für die Heimpunkte existenziell wichtig sind. Es muss ein Teil der Identität der Borussia werden, dass Siege gegen unser Team für Mainz, Freiburg oder Darmstadt einen absoluten Ausnahmefall darstellen. Diese Brust muss aufgebaut werden; an der fehlt es, nicht am fußballerischen Vermögen. Schubert hat sich selbst verraten, indem er meinte, auch auswärts müsse man ab jetzt auf Ergebnis spielen. Ist denn der Ballbesitz zum Selbstzweck geworden? Nein, die Selbstverständlichkeit muss in die Mentalität hinein - auch auswärts. Punkt. Drei Punkte!!!

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2. Oktober 2016 7 02 /10 /Oktober /2016 17:05
In der Turnhalle war wie immer nichts zu holen
In der Turnhalle war wie immer nichts zu holen

Nein, auch die erste Halbzeit war nicht gut auf Schalke. Man sah nach zehn Minuten, dass das Barca-Spiel der Borussen-Mannschaft die fatale Überzeugung mitgab, man könne Fußball spielen. Es war erkennbar, dass man mit dem halbherzigen Ballbesitzfußball ohne Aggressivität nicht weiter kommen würde. Die Zufallschancen durch Hahn und Vestergaard hätten verunsicherte Schalker dennoch in die Knie zwingen können. Warum man einen nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzenden Gegner nicht attackierte, ist für mich unbegreiflich. So geht es nicht. Reißt die Heimbilanz, wird Borussia sich im Durchschnitt ergehen. Und man wird wieder als Vierter den deutschen Fußball in der CL repräsentiert haben. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel, in den wir unsere Mannschaft gerne zu heben gedenken. In dem Sinne war das 0-4 besser als ein 0-1. Es sollte nachdenklich machen. Cocktailabende, Trikottausch mit Neymar, das alles hat ehrlicher Arbeit nicht gerade Vorschub geleistet. Wir sind auf dem Hosenboden gelandet und noch viel schlimmer, haben den direkten Konkurrenten und seinen Neuzugang gleich richtig aufgebaut!

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29. September 2016 4 29 /09 /September /2016 07:22
Julian Korb stemmte das Barca-Gewicht mit Erfolg
Julian Korb stemmte das Barca-Gewicht mit Erfolg

Unwidersprochen bot Gladbach Barca zuhause lange Paroli. Und als Borussen-Fan konnte man stolz auf diese Leistung sein. Es war eine Leistung, die auf Laufarbeit, Kampfgeist und den üblichen Gladbacher Heimtugenden beruhte. Aber: wir sollten nicht den Fehler der Selbstzufriedenheit machen und sagen: wir waren gut, auch wenn wir verloren haben. Wir kennen diese Selbsteinschätzung, die zu einer fatalen Abwärtsspirale geführt hat? Ja, wir kennen das von Schalke 04. Die Mannschaft verlor mit 0-2 gegen Bayern erst am Ende - analog zu unserem Barca-Spiel - und glaubte sich dadurch bereits auf hohem Niveau zu spielen. Doch man irrte, da der Gegner selber noch nicht eingespielt war und an dem Abend tatsächlich schlagbar war. Auch hier gibt es eine Analogie. Barca war an dem Abend tatsächlich schlagbar, aber individuelle Fehler haben bei der taktisch starken Leistung den Erfolg verhindert. Auch hier muss man in Rechnung stellen, dass man einige große Barca-Chancen zuließ und trotz eines optimalen Spielverlaufs nicht bis zum Ende durchhielt. Barca musste auf Messi verzichten, was eine wesentliche Schwäche bedeutet. Und für Gladbach war es das "Spiel der Spiele" - für Barca ein CL-Vorrundenspiel gewöhnlicher Art. Auch diese Motivationsasymmetrie muss in Rechnung gestellt werden. Folge: es war eine tolle Leistung, ein besonderes Event, aber Sonntag wartet der immer noch nicht ganz besiegte Auswärtsfluch gegen einen Gegner, der wie ein wildgewordener Hund fighten wird. Also, keine Beweihräucherungen, sondern weiter hart arbeiten für den Sieg auf Schalke!!!

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24. September 2016 6 24 /09 /September /2016 16:55
So voll wird es bald wieder sein im Sportpark
So voll wird es bald wieder sein im Sportpark

Letzte Saison wollte die SpVgg Unterhaching nicht aufsteigen, weil das Projekt nicht nachhaltig gewesen wäre. Dieses Mal aber will man, und wird! Denn der Kader ist breiter geworden. Treffen Hain und Bigalke nicht, dann Müller und Einsiedler! Die Mischung aus Routine und Jugend stimmt dieses Jahr. Und es gibt langfristige Verträge mit Perspektiven. Der Glaube an den Durchmarsch ist da, zumal die Konkurrenten nicht stabil sind und spielerisch nicht mit den Rot-Blauen mithalten können. Bayern II war zwei Klassen schwächer am Dienstag, verlor erneut Punkte und 60 II ist auch gestrauchelt. Die Konzentration muss hochgehalten werden. Man ist lange ungeschlagen und spielerisch reicht keine Truppe an Haching heran. Weiter so, spielt den Haching-Blues weiter...

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20. September 2016 2 20 /09 /September /2016 19:30
500 Haching-Fans machten Stimmung im Grünwalder
500 Haching-Fans machten Stimmung im Grünwalder

Viel zu wenige Zuschauer - Elfhundert und ein paar Kaputte - sahen das Spitzenspiel der Regionalliga Bayern im Grünwalder Stadion. Trotz guten Wetters waren Wenige gekommen. Die, die gekommen waren, kamen auf ihre Kosten. Denn ein 2-2, das nicht leistungsgerecht war, war das Resultat kurioser Tore in einem Spiel eigentlich mit sehr wenigen Torchancen. Haching dominierte das Spiel klar, schob sich aber am gegnerischen Strafraum den Ball in selbstgefälligem Bewusstsein eigener Überlegenheit zu und verpasste es, wirklich klare Chancen rauszuspielen. Die Tore waren Slapstick. Nach Bigalkes Heber zur 1-0-Führung geriet die überlegene Mannschaft in der zweiten Halbzeit sogar in den Rückstand, bevor der bayerische Keeper Müller ein weiteres Heber-Tor der Hachinger ermöglichte. Wenn die Mannschaft wieder konsequenter spielt, dann wird sie überlegen aufsteigen, da bin ich mir ganz sicher!!!

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18. September 2016 7 18 /09 /September /2016 16:52
Alt und neu bilden im Zentralstadion eine Synthese
Alt und neu bilden im Zentralstadion eine Synthese

Die Anfangserfolge von Red Bull Leipzig verbittern die Fans einer angeblichen "Fußball-Tradition" immer mehr. Doch sie werden damit leben müssen, dass hier ein einmaliges Experiment durchaus mit Chancen auf nachhaltigen Erfolg durchgeführt wird. Denn erstens ist es nicht von Nachteil, dass der Fußball-Osten wieder in der Bundesliga repräsentiert wird; und zweitens bietet sich hier die Chance, dass ein Jugendmodell kreiert wird, das auf allen bestehenden Erfahrungen aufbaut, womit natürlich auch ein Wettbewerbsvorteil verbunden ist. Natürlich steckt hier viel Geld drin, aber es ist nicht mit den Abramovics und sonstigen Oligarchen zu vergleichen, die ManCity oder andere Kunstclubs subventionieren. Verlogen ist das Argument der "Tradition" allemale. Denn die Meineidtradition der Schalker, die "Traditionen" des HSV, der Rentnerbetrug beim BVB unter Niebaum - nein, Tradition ist sehr subjektiv und als Argument gegen Neuanfänge denkbar ungeeignet. Nostalgisieren wir nicht eine Vergangenheit, die oft genug trostlos genug war? Wenn wir im Regen in der Nordkurve des Bökelbergs das 1-1 gegen Bochum vor 11.500 ertragen mussten? Tradition ist nicht nur Rom 1977 oder die Siege in Köln, sondern eben auch der trostlose Ligaalltag in grauen Vorzeiten. Klar, wir haben gute und schlechte Zeiten mitgemacht, aber warum sollten neue Vereine nicht so eine Tradition neu begründen? Tradition ist hoch subjektiv, ist auch SG Wattenscheid 09 und Rot-Weiß Oberhausen. Tradition sollte nicht ängstlich um seine Bestände bangen, sondern sich aufgefordert fühlen, den Kampf gegen Herausforderer aufzunehmen. Und Red Bull ist da ein weit interessanteres Modell als Hoffenheim oder Wolfsburg, wobei ich auch Hoffenheims Jugendakademie durchaus zu schätzen weiß. Wir Borussen haben die zwei Abstiege als Makel in der Tradition, keine handfesten Skandale. Das soll so bleiben. Aber wir brauchen uns nicht hinter dubiosen "Hannen Alt"-Traditionen verstecken. Ein Sieg in Leipzig wäre da das beste Argument!!!

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17. September 2016 6 17 /09 /September /2016 19:03
Der Weg der Borussia bleibt oszillierend
Der Weg der Borussia bleibt oszillierend

Der souveräne Sieg der Borussia, der neunte Heimsieg in Folge, war "normal". Trotz der kurzen Pause nach der Enttäuschung bei den Citizens waren fast alle Borussen-Fans zu Recht davon überzeugt, eine Mannschaft locker niederzuringen, die auch in Lotte keinerlei Chance gehabt hatte und die auf dem direkten Weg in die zweite Liga zu sein scheint. Es war sozusagen clever, in der ersten Halbzeit alles klar zu machen, um dann im Schongang die Kräfte für das harte Duell in Leipzig zu konservieren. Torgan Hazard profitierte von den großen Räumen, die vorhanden waren - Bremen mit seiner Unfähigkeit, die Räume eng zu machen, ist gar kein Prüfstein. Denn so wird jeder von Borussias Konkurrenten mindestens genauso viele Tore gegen die Stadtmusikanten schießen. Die Frage aber ist: Wann befreit sich Borussia aus der Schizophrenie, zuhause saustark und auswärts zumindest instabil, wenn nicht schwach zu sein? Nichts deutet darauf hin, dass bei den Bullen etwas zu holen ist. Denn die junge Zonenbrigade kommt schon unglaublich routiniert und taktisch versiert daher. Es droht ein Spiel, in dem die Brause eng stehen und zu kontern versucht - ähnlich wie gegen den BVB. Hier darf Borussia nicht offen spielen, sondern sicherlich mit Viererkette und der defensiven Doppel-Sechs. Werder war nach dieser Mini-Negativserie ein idealer Aufbaugegner - Borussia hat jetzt ein "Break" in der Hand - wie so oft. Mit einem torlosen Remis wäre ich sehr zufrieden...

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7. September 2016 3 07 /09 /September /2016 13:43
Mo Dahoud wäre ein Option für die Anfangself
Mo Dahoud wäre ein Option für die Anfangself

Gladbach hat im Breisgau eine miese Bilanz aufzuweisen. 2 Siegen stehen fünf Remis und 8(!) Niederlagen gegenüber. Es wird also nicht ein normales Spiel gegen einen Aufsteiger. Der letzte Sieg resultiert aus dem Jahr 2002 und wurde von Arie van Lent mit dem einzigen Tor erlangt - unser Manager spielte damals noch mit. Die Bilanz ist miserabel, selbst in dem starken Jahr mit Reus und Dante verlor man 0-1, letztes Jahr kam ein kümmerliches 0-0 zustande und wer erinnert sich nicht daran, wie uns Max Kruse abschoss und wir auch mal 4-2 dort verloren? Sprich: selbst in der guten Ära der letzten fünf Jahre ging in Freiburg wenig. Die Gelegenheit für Andre Schubert, erneut eine negative Serie aufzumischen. Favre konnte Freiburg auch nicht!!! Dazu kommt, dass drei Tage nach Freiburg der Glamour bei Pep Guardiola wartet! Ich glaube nicht, dass die Borussia ein Mentalitätsproblem hat. Aber es bedarf Ideen, um den schlauen Fuchs Streich zu besiegen. Mo Dahoud wäre eine kreative Antwort auf die dicht stehende Freiburger Mannschaft. Ein Punkt wäre nach den Erfahrungen der letzten Jahre ein Erfolg, denn auch bei Borussia "wachsen die Bäume nich im Himmel"...

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Published by prediger1
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27. August 2016 6 27 /08 /August /2016 17:28
Der Kapitän markiert den Siegtreffer
Der Kapitän markiert den Siegtreffer

Borussia begann das Spitzenspiel mit einer gegenüber dem Bernspiel veränderten Aufstellung. Trotz der überragenden Leistung Torgan Hazards brachte Andre Schubert André Hahn – gegen die technisch starken Leverkusener eine nachvollziehbare Entscheidung. Und Hahns Dynamik war die richtige Strategie, um die Leverkusener Abwehr unter Druck zu setzen. Obwohl Hahn wie so oft erst zwei Großchancen auslässt, kann man sich darauf verlassen, dass er trifft. Es war richtig, Vestergaard für Jantschke zu bringen, um die Lufthoheit Tahs zu brechen. Genauso vernünftig war es, nach sechzig Minuten Johnson für Traoré zu bringen, dessem Eins-gegen-Eins-Spiel mit Ballverlusten gegen die schnellen Leverkusener verbunden ist; bei einer Führung war das eine gute Maßnahme. Borussias Balleroberungen und One-Touch-Angriffe sind beeindruckend. Auch wenn der talentierte Dahoud das Opfer der defensiven Doppel-Sechs ist, aber Kramer und Strobel sind die richtige Antwort auf das Vorneverteidigen. Dass Hazard zur rechten Zeit nach dem Ausgleich rein kam und Stindl auflegte, spricht auch für das richtige Lesen des Spiels durch Andre Schubert. In einem Spiel gleichwertiger Mannschaft hat der bessere Trainer gewonnen. Der Kapitän besorgte den Sieg. Dreieinhalb Monate nach dem glorreichen Sieg am 33. Spieltag scheint der Heimfluch gegen die Pillen nach drei Heimsiegen in Folge endgültig besiegt. Diese Spiel zeigt den Vorteil der Rotation.

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25. August 2016 4 25 /08 /August /2016 17:17
Ein Weltklasse-Christensen ist die Voraussetzung für den Aufstieg in der CL
Ein Weltklasse-Christensen ist die Voraussetzung für den Aufstieg in der CL

Vom finanziellen Rahmen her ist Gladbach in der Gruppe mit Man City und Barca sowie Celtic klarer Favorit auf Platz drei. Doch das Spiel wird erst gespielt werden. Und Gladbach sah gegen Man City schon in der letzten Saison gut aus, außerdem hat Pep Guardiola den Trainer Andre Schubert noch nie geschlagen! Dieses Los ist die Chance für viele Spieler, Jahrhundertmatches zu absolvieren. Vor fünf Jahren hätten wir nur an Freundschaftsspiele gegen Barca gedacht, und jetzt spielen wir in einem realen Wettbewerb gegen die beste Mannschaft der Welt. Ein Wahnsinn! Klar, die Angst bei den Schubi-Kritikern, dass wir uns blamieren, ist sicher groß, weil Favre Abwehr konnte. Aber ich traue uns Platz zwei in der Gruppe zu, weil die Mannschaft hohes Tempo spielen kann, defensiv jetzt über mehr Variationsmöglichkeiten verfügt und zuhause sehr schwer zu schlagen ist. Die Gefahr ist natürlich, dass Christensen, Dahoud und Co. im Schaufenster der ganz Großen stehen. Aber das ist der Preis für Spiele, die direkt an Rom 1977 anknüpfen. Ich fange schon jetzt an, Flüge und Hotels ausfindig zu machen...

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Published by prediger1 - in Schubert Man City
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