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24. April 2016 7 24 /04 /April /2016 15:09
Das Wirbeln im Park geht munter weiter
Das Wirbeln im Park geht munter weiter

Das Heimgesicht der Borussia trägt die Handschrift der Ideen von André Schubert. Hohes Tempo, das den Gegner überfordert, ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Die individuellen Fehler, die den Takt stören, sind nicht Sache des Trainers. Aber sie erschweren das Spiel in erheblicher Weise. Der Turbofußball macht das Gesamtsystem insgesamt instabiler; wenn die Stürmer treffen, ist alles in Ordnung. Powerfußball mit Risiko, wenn es funktioniert, wird ein Fest daraus. Wenn es nicht funktioniert, dann gibt es kein Unentschieden, sondern Borussia verliert in der Regel. Manichäistisch nennt man das, alles oder nichts. Es ist spektakulär, aber dennoch sollte Andre Schubert in der Vorbereitung auch einen Schonwaschgang einbauen, der einmal das Sichern eines Remis als strategische Möglichkeit beinhaltet. Besonders freut einen die Entwicklung Andre Hahns. Die lange Verletzung führt dazu, dass sein Akku noch ganz voll ist! Und er spielt für seine Zukunft bei Borussia, meiner Meinung nach brauchen wir so einen schnellen, robusten Mann als Ergänzung zu den filigranen Hazard und Traore. Dahoud und Yann Sommer wieder einmal sehr stark. Das Anlaufen und Stören des Gegners im Mittelfeld hat grundsätzlich gegen die Kraichgauer gut funktioniert. Also: ein Fortschritt gegenüber den beiden schwachen Auswärtsspielen; hoffen wir, dass das Spiel in der Arroganz-Arena unter die Kategorie Ausnahme, nicht Auswärtsspiel fällt. Denn: Strukturell ist unsere Mannschaft fast die einzige, die mit ihrem Tempo und dem richtigen Türöffner gegen Bayern gewinnen kann, ähnlich den Mainzern. Es wäre wieder so eine besondere Fußballgeschichte, wenn Borussia die miese Auswärtsserie ausgerechnet in München beendet und den Bayern die Feier dahoam vermasselt...

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20. Februar 2016 6 20 /02 /Februar /2016 16:39
Gladbach ist im Schneckenrennen um die CL wieder dabei
Gladbach ist im Schneckenrennen um die CL wieder dabei

Hochverdient gewann Borussia das Derby gegen überforderte Kölner, aber dennoch nicht souverän. Moralisch und emotional immerhin die Wende, aber die Abwehrproblematik wurde noch nicht gelöst. Egal, das Derby ist ein Wert sui generis. Borussia spielte die Kölner in der ersten Halbzeit an die Wand, aber es fehlte die Ruhe für ein schnelles zweites Tor. Dahoud aber brachte wohl erst einmal die notwendige Sicherheit ins Spiel; schade, dass Rafael, Stindl und Johnson nicht die Zielgenauigkeit hatten - Stindls Fairness kostete dazu einen Elfmeter. Aber ermutigend ist, dass Christensen überragend steht und die anderen wie Elvedi in ihre Aufgaben hineinwachsen. Die 35 Punkte schaffen wieder Perspektiven. Jetzt ist es wichtig, gegen Augsburger, die bei den Reds am Donnerstag eine echte Chance zum Weiterkommen haben und dann Kräfte lassen, endlich wieder ein "Break" auswärts zu holen. Es sollte möglich sein, und dann ist Borussia wieder voll im Rennen sogar um Platz vier. Borussia hat es, vom Ende her betrachtet, sicher durchgespielt. Die subjektive Wahrnehmung des Fans war eine Andere. Aber auch für Andre Schubert wird das Arbeiten leichter. Danke, Borussia, das war gut für die Moral.

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15. Februar 2016 1 15 /02 /Februar /2016 15:13
Ist die Einheit im Team wirklich vorhanden?
Ist die Einheit im Team wirklich vorhanden?

Das HSV-Spiel war ein Desaster. Nicht, weil man verloren hat. In Mainz hat man gut gespielt und verloren. Es sah in weiten Teilen gut und stabil aus, was die Borussia gegen die starken Mainzer spielte. Aber in Hamburg war alles anders. Trotz früher Führung oder vielleicht gerade deswegen geriet das Spiel der Borussia außer Rand und Band. Es war Slapstick, Comedy, wie Xhaka oder der sonst so stabile Oscar die Bälle in der Vorwärtsbewegung verspielten. Gegen einen starken Gegner hätte es in der ersten halben Stunde Gegentore gehagelt. Die Führung verführte die Mannschaft zu Leichtsinn, es war eine mentale Fehlleistung im Kollektiv, die ziemlich unerklärlich ist, zumal die Mannschaft fähig sein sollte, sich auf DAS EINE SPIEL pro Woche zu konzentrieren. Aber taktisch fällt auf, dass die Mannschaft ungestüm und zu früh angreift und das Pressing dabei nicht optimal gelingt. Dadurch entstehen Löcher im Mittelfeld und es scheint, als gäbe es gar keine Sechs mehr. Die Verteidigung rückt weit auf - lange Bälle sind dann eine tödliche Waffe gegen die Borussenabwehr. Dieses Vabanque-Spiel muss aufhören, unbedingt schon gegen Köln. Denn der Kontertruppe vom Rhein spielte das genau in die Karten. Und eine Derby-Heimniederlagen würde die Stimmung auf den Punkt bringen, wie sie derzeit in Europa politisch vorherrscht. Um es vorsichtig zu sagen - das wäre nicht gut...

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5. Februar 2016 5 05 /02 /Februar /2016 21:32
Hazard brachte viel Schwung rein
Hazard brachte viel Schwung rein

Mit einem 5-1 gegen Bremen hatte nach den Pokalerfahrungen und den Gegentoren der letzten Spiele kaum einer gerechnet. Und: dieses klare Resultat war nicht so souverän erspielt wie es scheint. Denn einer überragenden Offensive stand eine doch wiederholt unsichere Abwehr gegenüber. Im Gegensatz zum Pokalspiel aber gingen die wichtigen Bälle dieses Mal nicht an den Pfosten, sondern rein. Und der überraschende Startelfeinsatz von Hazard konnte dieser mit einer überragenden ersten Halbzeit rechtfertigen, während Elvedi seine Unsicherheiten durch eine Monstergrätsche beim Stande von 3-1 vergessen ließ, als das Spiel zu kippen drohte. Zwei Tore von Christensen sind klasse, gerade weil endlich mal wieder ein "Eckballtor" dabei war. Dass die Elfergeschichte für Borussia dieses Mal neutral ausging, war OK. Aber Sommer bewegt sich bei seiner Größe zu früh und hält kaum einen, während Raffael sicher nicht der sichere Schütze wird - hier muss einer seine Sporen neu verdienen. Insgesamt aber war das ein toller Abend - für die Stimmung und Selbstvertrauen Gold wert.

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25. Januar 2016 1 25 /01 /Januar /2016 11:11
Noch sind nicht wieder alle Mann an Bord
Noch sind nicht wieder alle Mann an Bord

Nein, das BVB-Spiel war kein Maßstab für eine sich im Umbruch befindliche Borussia. Die Mannschaft, die in den letzten Jahren die Schwarz-Gelben niederringen konnte, tat dies erstens nicht immer verdientermaßen und zweitens basierte das System unter Favre auf totaler Kompaktheit. Diese Kompaktheit fehlt nicht nur, weil das aggressive Pressing in der gegnerischen Hälfte die Stabilität der Abwehr in Schuberts System etwas entblößt, sondern vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass das bewährte Klasse-Duo Stranzl/Dominguez gar nicht mehr seine Erfahrung einbringen konnte. Zwar ist Christensen stark, aber Elvedi konnte im Stellungsspiel (unabhängig vom 1-0 durch Reus) nicht überzeugen. Und wer den BVB als "Durchschnitt" gesehen und Gladbach für schwach befunden hat, der irrt. Es war ein technisch und tempomäßig hochwertiges Spiel. Dortmund spielte einfach fantastisch und hat dann doch einen anderen Kader. Borussia muss mit Traore und Co. im Mittelfeld frühe Ballverluste vermeiden, das ist die Lektion, die für Mainz und Bremen beherzigt werden sollte. Ansonsten ist aber genug Kreativität in der Mannschaft, um diese Truppen klar zu distanzieren. Und: Hinteregger ist schon bereit, zeigten die Minuten, die er spielte. Also, kein Grund zum Frust nach dem 1-3!

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15. September 2015 2 15 /09 /September /2015 21:42
Dr. Mabuse-Horror: Als hätte man Borussia die Seele rausgerissen

Solche Aufs und Abs gibt es in kaum einer anderen Sportart als im Fußball. Letzte Hinrunde alles gewonnen, jetzt wird alles verloren. Es erinnert an die übertriebenen Ausschläge von Konjunkturzyklen. Die Faktoren multiplizieren sich zum Guten oder zum Bösen. Das eine wie das Andere ist an sich nicht wirklich erklärbar. Was bei Borussia passiert, ist nicht selten, aber selten wurde ohne einen großen Bruch in Folge eines Trainerwechsels die Wende geschafft. Es ist noch zu früh, über diese Dinge zu spekulieren. Eigenartig aber ist dieser Albtraum schon. Denn es wirkt, als wäre über Nacht Dr. Mabuse in die Kabine gekommen und hätte der Mannschaft ihre Seele herausgeschnitten. Das Selbstvertrauen ist weg, die Zuversicht fehlt, das kann nicht nur an Kramer und Kruse liegen. Besonders Jantschke fehlt das alte Niveau, Stindl spielt total ohne Orientierung, den jüngeren Spielern fehlt die Führung. Ob Xhaka auch in Krisenzeiten eine Führungsperson sein kann, wird sich zeigen. Jedenfalls ist das ein Albtraum, der hoffentlich in Köln sein Ende findet. Wahrscheinlich ist das jedoch nicht.

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