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29. April 2015 3 29 /04 /April /2015 09:36
Der Himmel über der Arena ist grau
Der Himmel über der Arena ist grau

ManU bekommt von Adidas 1 Milliarde in zehn Jahren, der FC Bayern 900 Millionen, Wolfsburg hat einen abgesicherten Status, Red Bull pulvert viel Geld in seine Werbe-Truppen. Ist das das Ende des Fußballs der Tradition und "Ehrlichkeit"? Dann das Hannoversche "Kind-Modell"? Es scheint eine unaufhaltsame Entwicklung zu sein. Doch ich glaube nicht an den Sieg des Kapitals über das bekannte Maß hinaus. Warum nicht? Erstens: Fußball ist ein Sport infiniter strategischer Möglichkeiten. Nach dem laufintensiven Umschaltspiel, dem System der sich parallel verschiebenden Ketten mit aufrückenden Außenverteidigern wird Neues kommen. Standards können unglaublich optimiert werden, wenn man sieht, wie diese unkonzentriert verballert werden. Fußball erlaubt "asymmetrische Kriegführung". Man kann mit Mitteln wie Menschenführung, Teambuilding und Routinenaufbau einzelne Talentvorsprünge leicht entwerten. Die Preise am Fußballmarkt sind so, dass der Grenznutzen der nächsten Geldeinheit so schnell sinkt wie kaum in einer anderen Branche. Das bedeutet: Max Eberl investiert 2,5 Millionen Euro in Kruse oder Stindl, Dortmund 18 Millionen in Immobile und viel Geld in Ramos, Bayern gibt über 40 Millionen für Götze aus, Real 90 Millionen für Bale. Aber amortisiert sich das Geld? In den meisten Fällen nicht. Zu viele Stars vertragen sich nicht, zu viele Techniker auch nicht. Das Fazit lautet: Es ist der unendlich dehnbare Charakter des Fußballs, seine zutiefst menschliche Dimension, die eine "Geld schießt Tore"-Dauerherrschaft verhindern wird! Das ist gut so!!!

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