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23. April 2017 7 23 /04 /April /2017 10:38

Das 2-3 als Ergebnis Borussia gegen Borussia täuscht. Denn die Gladbacher hatten keine realistische Chance gegen die weit stärker besetzte Dortmunder Borussia. Das ist nicht schlimm, sondern nur eine realistische Bestandsaufnahme. Dortmunds Kader ist fast drei Mal teurer; gerade offensiv ist die Mannschaft eine der Top-Adressen in Europa. Einen Reus oder Abameyang kriegen wir nicht in den Begriff. Dembele im Mittelfeld mit Guerreiro, ein offensiver Pulisic - da ist Dortmund fast zwei Klassen besser besetzt. Das Tempospiel, das Gladbach strategisch ähnlich spielt, wird dann von den besseren Spielern mit noch mehr Tempo und Abschlussfähigkeit inszeniert. Kein Grund zur Trauer. Dabei haben die Dortmunder mit quasi zwei Eigentoren noch kräftig mitgeholfen, unsere Raute bis zum Schluss im Spiel zu halten. Die Einwechselung von Korb erwies sich als destabilisierender Faktor, und in einem solchen Spiel geht ohne Raffael nun gar nicht. Auch Hazard fehlte, Hermann kam zu spät ins Spiel. Was sind nun die Folgerungen für das Frankfurtspiel? Frankfurt hat gegen Augsburg überzeugt und arbeitet sich aus der Krise heraus. Ein gefährlicher Gegner, ein zähes Spiel mit der Akzentuierung des zu null ist zu erwarten. Letztlich war das Heimspiel zuletzt ein Spiel fast ohne Torchancen. Borussia ist wohl geraten, gegen die hart spielenden Frankfurter einen frühen Rückstand zu vermeiden. Über die Zeit sollte sich die spielerische Klasse auch ohne Raffael durchsetzen. Das Dortmund-Spiel war kein Maßstab. Es wäre für Borussia sogar besser, wenn man es gegen die Eintracht schafft, wenn Bayern sich gegen den BVB durchsetzt. Denn strukturell kommt uns Bayerns Fußball weit mehr entgegen und die wären in einem Spiel schlagbar, der BVB wohl kaum!!!

Die Zecken sind den Gladbachern ein gut Stück voraus

Die Zecken sind den Gladbachern ein gut Stück voraus

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25. Januar 2016 1 25 /01 /Januar /2016 11:11
Noch sind nicht wieder alle Mann an Bord
Noch sind nicht wieder alle Mann an Bord

Nein, das BVB-Spiel war kein Maßstab für eine sich im Umbruch befindliche Borussia. Die Mannschaft, die in den letzten Jahren die Schwarz-Gelben niederringen konnte, tat dies erstens nicht immer verdientermaßen und zweitens basierte das System unter Favre auf totaler Kompaktheit. Diese Kompaktheit fehlt nicht nur, weil das aggressive Pressing in der gegnerischen Hälfte die Stabilität der Abwehr in Schuberts System etwas entblößt, sondern vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass das bewährte Klasse-Duo Stranzl/Dominguez gar nicht mehr seine Erfahrung einbringen konnte. Zwar ist Christensen stark, aber Elvedi konnte im Stellungsspiel (unabhängig vom 1-0 durch Reus) nicht überzeugen. Und wer den BVB als "Durchschnitt" gesehen und Gladbach für schwach befunden hat, der irrt. Es war ein technisch und tempomäßig hochwertiges Spiel. Dortmund spielte einfach fantastisch und hat dann doch einen anderen Kader. Borussia muss mit Traore und Co. im Mittelfeld frühe Ballverluste vermeiden, das ist die Lektion, die für Mainz und Bremen beherzigt werden sollte. Ansonsten ist aber genug Kreativität in der Mannschaft, um diese Truppen klar zu distanzieren. Und: Hinteregger ist schon bereit, zeigten die Minuten, die er spielte. Also, kein Grund zum Frust nach dem 1-3!

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15. August 2015 6 15 /08 /August /2015 20:41
Nach 23 Minuten bereits entschieden - keine Chance für die Gladbacher in Dortmund
Nach 23 Minuten bereits entschieden - keine Chance für die Gladbacher in Dortmund

Eine Erfahrung reicher am 1. Spieltag: Lucien Favre ist auch nur ein Mensch. Und der erste Spieltag zeigt mit teilweise großer Brutalität, wo eine Mannschaft steht. Gladbach blamierte sich in Dortmund gegen eine konterstarke Mannschaft mit einem unsicheren und pomadigen Aufbauspiel, dass dem cleveren Tuchel und den überragenden Reus, Abameyang und Mikitaryan in die Karten spielte. Da war es nicht entscheidend, wer auf der Vier spielte, ob der junge Schulz oder ein anderer. Die Anlage war gegen eine Mannschaft zu riskant und verkehrt, denn sie lud die Ballkünstler und Techniker zu einer Gala geradezu ein. Dass Sommer die kurze Ecke beim ersten Tor nicht abdeckte, war da kein spielentscheidendes Element. Die total unterlegenen Gladbacher hätten auch fünf oder sechs Gegentore kriegen können, aber Kagawa und Co. ließen noch Gnade walten. Jedenfalls ist diese Spielweise keine Strategie, die in der Champions League erfolgversprechende Dimensionen erreichen kann. Hoffentlich ein heilsamer Warnschuss zur rechten Zeit!!!

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12. August 2015 3 12 /08 /August /2015 14:53
Wird der Iduna-Park am Samstag von vornherein enteuphorisiert?
Wird der Iduna-Park am Samstag von vornherein enteuphorisiert?

Die wahre gegen die falsche Borussia - letzte Saison half Kramer den falschen Borussen zu einem absurden Sieg, der hoch verdient war, aber auf geradezu groteske Weise zustande kam. So viel steht fest: noch einmal wollen die Fohlen die Zecken nicht aufbauen. Es wird nicht leicht, denn den Tuchel-Start wollen die Schwarz-Gelben auf keinen Fall verhauen. Aber auch die Gladbacher, die außer dem Augsburg-Ausrutscher am letzten Spieltag eine grandiose Serie vorzuweisen haben, wollen diese fortsetzen. Und es spricht nicht wenig dafür, dass das funktionieren kann. Wenn der Trägheit von vornherein widerstanden wird, die durch zu intellektuellen Fußball zustande kommt, wenn gleich die scharfen Pässe in die Vertikale kommen, wenn die ziemlich wackelige Abwehr unter Druck gesetzt wird, dann ist in Dortmund mehr als ein Punkt drin. Dass Reus keinen Raum für lange Spurts mit Abschluss bekommen darf, ist klar. Dass mit Stranzl und Dominguez gleich zwei Routiniers ausfallen, ist ein Wermutstropfen, kann aber durch Jantschke und Browers' Routine kompensiert werden. Denn das Christensen UND Schulz wieder von Anfang an beginnen vor 81200 Zuschauern, ist unwahrscheinlich. Hoffen wir auf einen grandiosen Start in die Bundesliga-Saison.

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10. August 2015 1 10 /08 /August /2015 21:31
Erwischte einen Traumstart - Lars Stindl
Erwischte einen Traumstart - Lars Stindl

Steffen Simon sah in der zweiten Halbzeit wieder den Champions League-Teilnehmer. Das 4-1 der Borussia ist posthoc ein hoher Sieg. Er zeigte im Grunde die beiden Gesichter der Borussia: die träge Mannschaft, die den Ballbesitz zum Selbstzweck ohne Vertikale und Ziel macht und die sich im akademischen Fußball verheddert; und die entschlossene, Chancen und Abschlüsse erreichende und zielsichere Mannschaft. Es ist gut, dass wir bereits jetzt beide Gesichter gesehen haben. Es ist SEHR gut, dass Stindl auch auf der Sechs torgefährlich wie ein Stürmer ist und dass Traoré immer mehr der kleine Robben wird. Ebenfalls sehr ermutigend die souveräne Partie von Christensen und Schulz. So wird der Kader breiter, die Optionen mehr. Der Lackmustest wartet am Samstag, aber der BVB hat gegen zwei schwache Gegner schwache Phasen nur mit Mühe überstanden. Hier gilt es, wieder diese Vertikal-Genialität einzusetzen. Ich bin zuversichtlich für die Zecken...

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13. Juli 2015 1 13 /07 /Juli /2015 08:51
Auf Stranzls Erfahrung kommt es diese Saison an
Auf Stranzls Erfahrung kommt es diese Saison an

Die Erwartungen an die Borussen-Mannschaft 2015/16 sind hoch, zu hoch? Max Eberl ist klug, in dem er die Einstelligkeitsdoktrin weiter hochhält. Diese entspricht in etwa der "Keine Experimente"-Doktrin der friedlichen Koexistenz im Kalten Krieg, die uns alle überleben ließ. Fans träumen schon von Champions League-Großtaten. Das ist legitim, aber die Bundesliga "ist unsere Lebensversicherung", so Favre im Jahre 2012. Was ist nun realistisch? Realistisch ist es mit diesem Kader, zumindest um die Euro-League zu spielen. Bayern und Wolfsburg scheinen vom Kader her besser zu sein. Leverkusen könnte auch mit Doppelbelastung auf Augenhöhe bleiben, Dortmund und Schalke sind Wundertüten, die vom Absturz bis zum Bayern-Konkurrenten zu allem fähig zu sein scheinen. Nicht zu vergessen im Kreis der Großen ist Hoffenheim, die eine Mischung aus Konservierung und Auffrischung hinbekommen haben und den großen Wurf versuchen. Worauf kommt es also an? Vor allem wohl auf die richtige Dosierung und eine erfolgreiche Rotation. Denn wir vergessen nach der unfassbaren Siegesserien am Schluss der Rückrunde, dass wir erst wirklich guten Fußball spielten, als wir gegen Sevilla tragisch, aber letztlich glücklicherweise, ausgeschieden waren. Vorher waren es Sonntags-Effizienzspiele von Schalke bis Freiburg, die eher weh taten. Es hängt davon ab, ob die Koordination von Training, Physio-Aktivität und Trainingsdosierung so wirkungsvoll bleibt und die anderen Clubs da nicht ganz so gut sind. Es hängt des Weiteren davon ab, ob mögliche Niederlagen gegen Große in der CL nicht die Psyche der Mannschaft tangieren. Und dass Führungspersönlichkeiten wie Stranzl noch 20-30 Spiele schaffen. Vor allem aber hängt es von einem guten Start ab, der immer wichtig ist für den Verlauf. Früher Druck durch potenzielle Niederlagen gegen FC St. Pauli und in Dortmund sollte möglichst vermieden werden. Eine Saison entwickelt immer auch eine eigene Dynamik. Hoffen wir, dass sie Schwung von Anfang bringt..

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