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10. April 2017 1 10 /04 /April /2017 18:32

Borussia Mönchengladbach gelingt es dank Max Eberl immer wieder, sich Talente mit Perspektiven zu schnappen, die auch von anderen lukrativen Vereinen gesichtet werden. Und Lücken, die durch den Weggang sich entwickelnder Spieler wie unlängst Granit Xhaka und Mo Dahoud entstehen, können in den letzten sechs Jahren in beeindruckender Beständigkeit gefüllt werden. Doch wie erkennen die Trainer, wie weit sich die Talente schon fortentwickelt haben? Gibt es hier vielleicht zu wenig Mut für einen Einsatz junger Spieler? Verfolgt man die Geschichte ein wenig detaillierter, so könnte man geradezu zum Schluss kommen, dass die Borussia in Bezug auf die Talente zu ihrem Glück gezwungen wird. 

Beispiel MaTS: Der junge Keeper galt lange als Mega-Talent, doch Frontzeck und Eberl und zunächst auch Lucien Favre hielten am schwachen Bailly so lange fest, bis der Abstieg fast perfekt war. Beispiel Mo Dahoud: Er wurde ein Mal in der Saison 14/15 eingewechselt und spielte erst im letzten Spiel von Lucien Favre gegen Köln erstmals von Anfang an. Andre Schubert setzte dann auf den frischen Wind, als die Karre schon im Dreck steckte.

Lazlo Benes spielte, weil Kramer lange verletzt ist und auch Strobel gesperrt war. Dieter Hecking wagte etwas, was er ohne den Druck der Situation nicht zwingend passiert wäre.

Bei Julian Korb und Elvedi war die Kausalität nicht ganz so zwingend, aber auch hier war Personalmangel der ausschlaggebende Faktor. 

Summierend haben alle Einsätze der jungen Talente Erfolg gebracht. Da kann man jetzt argumentieren, dass diese Talente nicht zu früh verheizt worden sind. Man kann aber auch sagen, dass man sie vielleicht schon eher hätte bringen und die Mannschaft damit verstärken können. Unabhängig davon ist die gute Nachricht des Tages:

Der 17 Jahre alte Mickael Cuisance von AS Nancy soll sich mit den Fohlen über einen Wechsel an den Niederrhein geeinigt haben - Maxis Talentstall ist weiter hyperaktiv - gut so!!!

Der Wurf der Talente ins kalte Wasser als Zufallsprinzip???

 

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1. April 2017 6 01 /04 /April /2017 18:23

Borussia steht mitten im Abstiegskampf und hat dennoch die Hoffnung auf Europa. In diesem Widerspruch ist die Mannschaft gefangen, die in Frankfurt den Euroleague-Plätzen nicht näher kam, sondern sich eher als Mitbewerber im Kampf gegen die Relegation erwies. Borussia spielte so, als sei man von den Abgängen Mo Dahouds und Christensens sehr geschockt. Das zu null in Frankfurt ist lediglich der Tatsache zu verdanken, dass Yann Sommer endlich einen Elfer hielt und die Defensive bei Standards konzentriert blieb. Dazu brachte Hrgota es nicht fertig, die Borussia noch tiefer in den Schlamassel zu stürzen. Wer vom Pokalsieg träumt, sollte aufwachen und akzeptieren, dass Borussia noch lange kein Spitzenteam ist. Und dass das Heimspiel gegen die Eintracht noch lange nicht den Weg nach Berlin bedeutet. Steigerungspotenzial ist da, muss aber DRINGEND genutzt werden. Ansonsten wird die Saison mit mehr Flecken als einem blauen Auge beendet werden!

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20. Februar 2016 6 20 /02 /Februar /2016 16:39
Gladbach ist im Schneckenrennen um die CL wieder dabei
Gladbach ist im Schneckenrennen um die CL wieder dabei

Hochverdient gewann Borussia das Derby gegen überforderte Kölner, aber dennoch nicht souverän. Moralisch und emotional immerhin die Wende, aber die Abwehrproblematik wurde noch nicht gelöst. Egal, das Derby ist ein Wert sui generis. Borussia spielte die Kölner in der ersten Halbzeit an die Wand, aber es fehlte die Ruhe für ein schnelles zweites Tor. Dahoud aber brachte wohl erst einmal die notwendige Sicherheit ins Spiel; schade, dass Rafael, Stindl und Johnson nicht die Zielgenauigkeit hatten - Stindls Fairness kostete dazu einen Elfmeter. Aber ermutigend ist, dass Christensen überragend steht und die anderen wie Elvedi in ihre Aufgaben hineinwachsen. Die 35 Punkte schaffen wieder Perspektiven. Jetzt ist es wichtig, gegen Augsburger, die bei den Reds am Donnerstag eine echte Chance zum Weiterkommen haben und dann Kräfte lassen, endlich wieder ein "Break" auswärts zu holen. Es sollte möglich sein, und dann ist Borussia wieder voll im Rennen sogar um Platz vier. Borussia hat es, vom Ende her betrachtet, sicher durchgespielt. Die subjektive Wahrnehmung des Fans war eine Andere. Aber auch für Andre Schubert wird das Arbeiten leichter. Danke, Borussia, das war gut für die Moral.

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8. Dezember 2015 2 08 /12 /Dezember /2015 22:36
Die Kraft der mutigen Fohlen lässt zu Jahresende nach
Die Kraft der mutigen Fohlen lässt zu Jahresende nach

Die Akkus der Borussen waren am Ende leer - die fehlende Rotation aufgrund der vielen Verletzten war zu viel für die tapfere Borussen-Elf, die 135 Minuten gegen europäische Spitzenteams ihr Potenzial vorführen konnte. Es bleibt eine leichte Trauer und die Hoffnung, dass im Pokal gegen Bremen noch ein Kraftakt gelingen möge. Borussia hat in Europa trotz des vierten Platzes in der Todesgruppe Spuren hinterlassen - die Fortsetzung in Europa wurde im Heimspiel gegen Juve oder aber gegen City liegen gelassen. Die Mannschaft zeigte auch gegen City tollen Ballbesitzfußball und konterte stark, so dass die Führung zur Pause verdient war. Dann aber zog jemand den Stecker aus der Dose, und auch der Akku war leer. Mo Dahoud konnte nicht mehr, zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte sich die Doppel-Sechs aufgelöst. City spazierte ungebremst durch das Mittelfeld - die Chancen würden zu Toren führen, das konnte man vorausahnen. Der junge Schulz, der junge Elvedi - man konnte von den blutjungen Talenten nicht erwarten, noch gegenhalten zu können. Borussia erspart sich vielleicht kraftzehrende Donnerstage ohne großen finanziellen Wert - die Champions League-Teilnahme ist dadurch leichter zu wiederholen. Ein kleiner Trost an einem dramatischen und etwas tragischen Abend...

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5. Dezember 2015 6 05 /12 /Dezember /2015 19:12
Yann Sommer machte das Wunder vom Park erst möglich
Yann Sommer machte das Wunder vom Park erst möglich

Ja, Borussia holte letztes Jahr vier Punkte gegen Bayern. Ja, der Borussia-Park ist für die Bayern unangenehm. Und man gewann zuletzt mit 2-0 in München. Aber: damals war Bayern schon deutscher Meister, war Manuel Neuer nicht wirklich mit den Gedanken dabei und die Bayern ließen es auslaufen. Heute wollten die Bayern nicht verlieren, und sie ließen mit hohem Tempo die Borussia in der ersten Hälfte spüren, wer der Herr im Hause des Parks war. Es war einem überragenden Yann Sommer zu verdanken, dass die Borussia die Hälfte, in der der junge Elvedi gegen Coman überfordert war, überstehen konnte. Aber ein guter Trainer kann das Spiel lesen, und so schaffte es Andre Schubert erneut, die Mannschaft so umzustellen, dass die linke Abwehrseite nicht mehr so anfällig war und dass die Bayern viel früher gestört wurden. Das Kombinationsspiel wurde sicherer und die Angriffe gewannen tödliche Qualität. Unglaublich, mit welcher Ruhe die Gladbacher im Bayern-Strafraum bei den ersten beiden Toren und der Super-Chance durch Julian Korb den Ball zum beststehenden Mann zu bringen vermochten. Diese Tore sahen nach einem Plan aus, nach dem Selbstvertrauen, das man sich durch Erfolge einfach erspielt hat. Dass Wendt sein eigenes Tor mit der Hacke vorbereitete, dass Lars Stindl nach seinem Hoffenheim-Fehler gleich wieder in Killer-Manier auftrat und auch Korb so brilliant bediente, dass Johnson gegen einen Weltklassetorwart aus Halbrechts einnetzte, das ist schon fantastisch gewesen. Und so haben wir ein Adventsfest der besten Sorte bekommen. Jetzt nur nicht dran denken, wo das hinführt, sondern noch vier Spiele konzentriert bleiben und dann Weihnachten genießen. Das fünfte Türchen war wunderschön. Danke, Borussia!

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12. November 2015 4 12 /11 /November /2015 15:48
Mit den Großen der CL mittlerweile auf Augenhöhe
Mit den Großen der CL mittlerweile auf Augenhöhe

Klar, vor 7 Wochen nach dem HSV-Spiel, dachte ich auch: wir spielen gegen den Abstieg und haben wenig Chancen bei der Übung. Ich war von der Lähmung und dem anscheinend schwachen Kader bedient. Ich habe die Dynamik nicht verstanden, dass das Team doch unterbewusst auf einem Feldzug gegen ihren Trainer unterwegs war. Und so kam Max Eberl mit unter Druck. Warum holte er keinen erfahrenen Sechser und einen wirklichen Stürmer? Das 0-0 gegen Ingolstadt beendete eine beeindruckende Siegesserie, muss die Hoffnungen auf ein erneutes Europa aber nicht einschränken. Zu viel psychische und physische Kraft kostete das JUVE-Spiel; im Corriere dello Sport wurde der Punkt gegen die "gefährlichen Deutschen" gefeiert. Es ist ermutigend, wie sich ein Mo Dahoud entwickelte, wie Johnson zu einer Führungspersönlichkeit reift, wie Traore immer gefährlicher wird und wie die Ausfälle von Hermann, Hahn, Stranzl etc. kompensiert werden können. Besonders freut mich jedoch die Entwicklung Harvard Nordveits. Der Norweger war schon fast abgeschrieben. Jetzt musste er ran, und mit seinem Traumtor gegen den VfL Wolfsburg wurde er zu einem sehr starken polyvalenten "Springer" auf der Sechs oder auf der rechten Außenverteidigerposition. Dass Max den Rufen nach Reinartz und Co. nicht nachgab, lässt sich mit seinem Vertrauen in Howie begründen, der das jetzt zurückzahlt. Es ist klasse, dass die Jungs geduldig auf ihre Chance warten und sie in der Regel grandios nutzen.

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19. September 2015 6 19 /09 /September /2015 16:35
Der Anti-Lauf geht leider weiter...
Der Anti-Lauf geht leider weiter...

Die Leistung war nicht katastrophal, aber Mannschaften, die gegen den Abgrund spielen in der Regel auch nicht katastrophal. Sie können nur nicht gewinnen, prallen gegen eine unsichtbare Mauer. Die Lähmung war den Borussen gegen einen unglaublich schwachen Gegner anzusehen. Denn wenn ich diese Kölner nicht schlagen kann, wen dann? Gegen in Bilbao saustarke Augsburger, die Punkte brauchen, ist ein Erfolg nicht zu erwarten. Denn der Ausfall der halben Erfolgsmannschaft (Stranzl, Dominguez, Hermann, Johnson plus Abgänge von Kramer und Kruse) konnten von einer Mannschaft ohne Führungspersonal nicht aufgefangen werden. Xhaka war nicht schlecht, aber auch er erlaubte sich viele Ballverluste und schaffte die richtige Abstimmung nicht. Erschreckend, welches Timing Traoré und Hazard zeigten. Da kann ein Drmic auch Golf spielen gehen. Wie viele schlecht eins-zu-eins-Situationen, ungenaue Pässe? Es ist ein Horrordrehbuch, das einen Film ohne Ende beschert hat. Der Erfolg muss erzwungen werden - wo sind die Leader??? Man darf nicht vergessen: Kruse war an 45 von 70 Toren beteiligt. Seine Dynamik und Übersicht fehlen komplett.

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