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8. August 2018 3 08 /08 /August /2018 09:01

Torgan Hazard muss bei Borussia bleiben. Denn die ungeklärte  Causa Patrick Hermann ist ebenso bei der Kaderplanung zu berücksichtigen wie die sich leider wieder bestätigende Verletzungsanfälligkeit von Ibra. Torgan stand aufgrund einer gewissen Egozentrik vor dem Tor zu Recht in der Kritik; als Kooperationspartner von Lars Stindl, als Elferschütze und allgemein Standardprofi ist er jedoch in der momentanen Situation unverzichtbar. Das Schielen mancher Fans auf Millionen ist keine sinnvolle Angelegenheit, wie man an Preisen sieht, die für Plea und andere bezahlt werden müssen. Will Borussia sich eine realistische Perspektive für einen internationalen Wettbewerb bewahren, muss man eine stabile Achse behalten. Es ist auch ein Signal an die Konkurrenz, dass Borussia nicht jedem Werben nachgeben muss. Meiner Ansicht nach muss die Schmerzgrenze angehoben werden, die vorher bei etwa 30 Millionen Euro taxiert worden war. 

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28. Juni 2018 4 28 /06 /Juni /2018 06:31

Wie viele Schweizer Spieler werden in Rottach-Egern auftauchen, wo Borussia in drei Wochen im Trainingslager aufschlägt? Das hängt auch davon ab, wie weit die Mannschaft kommt. Gegen Schweden ist das historisch wertvolle Ziel Viertelfinale durchaus drin. Das liegt auch an den Leistungen der Borussenspieler, allen voran Yann Sommers, der mit fantastischen Paraden weit über dem Leistungsniveau spielt, das er die Saison über bei Borussia erreichte. Nicht nur der FC Liverpool soll ein Auge auf den smarten Torwart geworfen haben. Denis Zakaria soll beim BVB Interesse geweckt haben. Die Borussia fordert aber an die 60 Millionen Euro. Wie Zakaria ungestüm den Elfer gegen Costa Rica verursachte, zeigt, dass es für den starken Sechser dennoch vernünftig wäre, noch ein, zwei Jahre unter den geschützten Bedingungen bei Borussia die eigenen Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Josip Drmics Aufschwung grenzt an ein Wunder und macht parallel zur Causa Füllkrug Hoffnung, dass der Stürmer noch die Lücke bei Borussia füllt, die letzte Saison vorne so schmerzlich empfunden wurde. Nico Elvedi spielt zwar nicht, aber er lernt dazu, wird aber wohl nicht angefragt werden. Wo ist die Schmerzgrenze? Yann Sommer ist eine Persönlichkeit, die vom Charisma und den Leistungen die Marke Borussia ganz erheblich stärkt. Aber auf diesem Posten hätten wir im Ernstfall einen super Stellvertreter mit Tobi Sippel, so dass wir nur eine neue Nummer zwei suchen müssten. Die Verlängerung mit Cuisance und Benes im Hintergrund sowie die Führung durch Kramer führten dazu, dass bei 60 Millionen Zakaria nicht zu halten sein dürfte. Wenn aber noch Yann Vestergaard und Torgan Hazard den Weg nach England finden, dann ist das gefährlich für die Struktur der Mannschaft. Es bleibt viel Arbeit für Max; hoffen wir auf weitere Geniestreiche des Managers....

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11. Juni 2018 1 11 /06 /Juni /2018 16:09

Borussia hat heute zwei erfahrene Bundesligaspieler abgegeben und ein Jungtalent verpflichtet. Raul Bobadilla war als Brecher wohl ohne längerfristige Perspektive und Vicenzo Grifo erfüllte die Erwartungen in Gladbach nicht. Dass Letzterer an einen direkten Konkurrenten abgegeben wird, macht jedoch stutzig. Starten nicht jüngere Talente oft erst im zweiten Jahr durch? 

Es wird interessant sein zu beobachten, ob Julian Nagelsmann die spielerischen Fähigkeiten des Italieners aktivieren kann. Dieter Hecking ist das nicht gelungen. Wird auch noch Hazard nach England abgegeben, dann bauen die spielerischen Hoffnungen noch allein auf Stindl und Traoré. Und das genuine Sturmproblem bleibt - das Buhlen um Füllkrug zeigt, dass Borussia durch seine durchwachsene Saison gewisse Vorteile auf dem Transfermarkt verspielt hat. Und nicht mehr ein Trainer, der den Ruf hat, "jeden Spieler besser zu machen", ist bei Borussia am Ruder, sondern ein solide arbeitender Fachmann ohne große Visionen. 

Borussia hat mit Torben Müsel vom 1. FC Kaiserslautern ein Talent verpflichtet, das wohl erst über die U23 kommen wird. Die Fans aber warten auf ein oder zwei Kracher für die Offensive. Denn davon abhängig zu sein, dass Drmic jetzt seinen Aufwärtstrend fortsetzt oder dass ein Jungtalent früh explodiert, wäre wenig beruhigend. 

Max ist nicht zu beneiden. Gefangen in der De Jong - Drmic-Falle will er nicht wieder eine zweistellige Millionensumme aufs Geratewohl einsetzen, aber das Sturmproblem muss behoben und ein Spielsystem entwickelt werden. Dazu kommt noch die WM, bei der ein Zakaria nicht zu sehr überzeugen sollte. Die Transferphase wird spannend, aber sie muss mit einem Konzept angegangen werden, das für die breitere Öffentlichkeit noch nicht ersichtlich ist. 

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14. Mai 2018 1 14 /05 /Mai /2018 09:38

Warum habe ich so sicher erwartet, dass Borussia die Chance verstreichen lässt, den HSV eigenhändig in den Abgrund zu stoßen? Warum spielte Borussia wie die ganze Saison wieder um den heißen Brei herum? Warum ist das Problem der Borussia tiefer als das Problem im Sturm?

Das Spiel beim HSV war aufschlussreich. Wir sahen vier Schweizer Nationalspieler, von denen zwei in absoluter Topform und die anderen motiviert waren. Yann Sommer hielt überragend und Josip Drmic ergreift die WM-Chance wohl noch mutig, weil wieder fit, beim Schopfe. Das trifft jedoch nicht für die gesamte Mannschaft zu. Und hier liegt das tiefere Problem. Das Spiel um des Spielens willen, der Verzicht auf zackige Abschlüsse, das Ballhalten und Quergeschiebe, es hat das Feuer gelöscht, das Borussia auch unter Andre Schubert noch ausgezeichnet hat (wenn auch unter ihm in instabiler Variante). 

Der Glaube an die Spielidee der Borussia über schnelle Flügel und rein spielerische Abschlüsse ist verloren gegangen. Das System, das gestand Eberl mehrfach zu, ist berechenbar geworden. Geändert wurde es nicht. Dass Borussia nicht gegen den Abstieg gespielt hat, sondern sogar noch an Europa schnuppern konnte. lag an einer eklatant schwachen Liga, in der sich hinten reinstellen und ein wenig Kontern zur Vize-Meisterschaft langte. 

Man muss ein neues Spielkonzept entwickeln und dabei auch personale Veränderungen wagen, die nicht unbedingt teuer sein müssen. Denn im vorhandenen Personal liegen noch viele ungehobene Ressourcen, die in der Statik einer zu lange gehaltenen Idee blockiert wurden. 

Und ich hoffe, dass ein Christoph Kramer noch mehr zu einem Effenberg wird...

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1. Mai 2018 2 01 /05 /Mai /2018 11:13

Borussia ist nicht auf dem Weg in graues Mittelmaß mit der Tendenz nach unten. Das Spiel beim Tabellenzweiten Schalke 04 hat gezeigt, dass Borussia ein Gegner auf Augenhöhe ist, was auch ohne die rote Karte der Fall gewesen wäre. Gladbachs Stärke in der Favre-, aber auch Post-Favre-Zeit liegt in einem Team, das aus intelligenten und charakterstarken Teamspielern besteht. Diese Kultur perpetuiert zu haben ist das große Verdienst Max Eberls, dessen Transfers nicht in jedem Falle sportlich gelungen waren, die aber einen nachhaltigen Effekt bewirkt hat. Borussia kann auf die Achse Stindl - Ginter - Kramer - Sommer auch in der nächsten Saison bauen; diese Spieler haben neben fußballerischem Vermögen auch enormes Persönlichkeitsvermögen, so dass sie eine Mannschaft führen und auf seriösen Wegen halten können. Matthias Ginter, dem ich zugegebenermaßen bei der hohen Ablöse zunächst  kritisch gegenüber stand, bringt enorme Ruhe in die Abwehr und vermag souverän zu kommunizieren. Hier wäre es wünschenswert (ist aber unwahrscheinlich), dass Yannick Vestergaard Borussia erhalten bleibt. Christoph Kramer identifiziert sich voll und ganz mit dem Verein und gibt im wahrsten Sinne alles für Borussia. Er hat nach dem WM-Finale und dessen Umständen gelernt, gezielter in der Öffentlichkeit zu agieren und strahlt Kampfes- und Siegeswillen aus. Yann Sommer hatte nicht seine stärkste Saison, aber er ist als mitspielender und kommunizierender Spieler auf und neben dem Platz eine eigene Marke, die die Marke Borussia stärkt. Und Lars Stindl hat einzigartige offensive Qualitäten und einen demütigen Führungsstil, der nach innen voll akzeptiert wird. Diese Achse ist ein wesentlicher Faktor und eine Garantie dafür, dass Borussia weiterhin ein Kandidat für europäische Plätze bleiben wird - jenseits aller Lösungsoptionen im Sturm und Fragen um die Abwehr. 

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8. April 2018 7 08 /04 /April /2018 08:21

Borussia Mönchengladbach hat die Klasse nach dem Sieg gegen Hertha BSC gesichert. Das ist eine scheinbare Banalität, aber nachdem die Borussia in der Rückrunde punktemäßig zu den schwächsten Mannschaften gezählt hat und es Mannschaften gab, die in den letzten sechs, sieben Spielen gar nicht mehr gepunktet haben, sollte man dies dankbar zur Kenntnis nehmen. Aber natürlich ist die Enttäuschung nach dem Glückssieg gegen die Hauptstädter über die miserable Rückrunde nicht gewichen. Im ZDF-Sportstudio gab Max Eberl Fehler in der Zusammensetzung des Kaders und der Bewertung einzelner Spieler zu. Zur Personalie Hecking wollte er sich nicht äußern. Interessant aber ist seine Aussage, Borussia sei in der Offensive "berechenbar" geworden. Flügelspiel plus ein Raffael in Bestform, das war die Mischung, die Borussia jahrelang erfolgreich gemacht hat. Aber dieses Jahr hat dieses Rezept nicht mehr funktioniert. Und die Entwicklung von Spielern wie Jonas Hofmann und Josip Drmic fand aus verschiedensten Gründen nicht statt, Patrick Hermann hat sich ebenfalls nicht verbessert und Ibo Traore fehlte fast die komplette Saison. Nein, nur Standard- und Verteidigertore verhinderten, dass Borussia komplett hinten reinrutschte und dass man die Saison in der Komfortzone bewältigte. Kann Dieter Hecking ein Spielsystem etablieren, dass neben das bekannte Spiel auch die Rückkehr zur klassischen Neun ermöglicht? Diese Frage muss beantwortet werden. Borussia braucht eine neue Spielvision, damit die Berechenbarkeit nicht zum Damoklesschwert wird. 

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24. Februar 2018 6 24 /02 /Februar /2018 16:30

Borussias Spieler, Offizielle und Fans können aufatmen. Der Sieg in Hannover bewahrt Perspektiven und verhindert den Weiterlauf einer stets prekären Abwärtsspirale. Es war Christoph Kramer, der den Ball in des Gegners Kasten bugsierte. Das ist einerseits schön, aber es zeigt, dass weiterhin der Sturm auf zero Effizienzniveau arbeitet. Die Chancen von Stindl, Hazard und Co. wurden wieder liegen gelassen. Dennoch stimmt die konsequente und sichere Spielweise zuversichtlich. Dass dieses Mal ein Rückstand und damit ein erneutes Hinterherlaufen mit den üblichen Frusterlebnissen verhindert wurde, ist auf eine gewahrte Disziplin zurückzuführen. Das Gesamtgebilde funktioniert, aber es hat den einen gravierenden großen Schwachpunkt - im Sturm! Boba zeigt gute Ansätze, aber auch er bräuchte wie andere Akteure mal wieder ein Erfolgserlebnis. Borussia kann sich bei einem Heimsieg gegen Werder wieder herantasten, aber dann muss die Effizienzschwäche endlich abgestellt werden. Und langfristig darf nicht auf die klassische Sturmvariante verzichtet werden. Ein Sieg, der Optimisten und Kritiker gleichermaßen bestätigt sehen kann. Wichtig aber ist der Blick aufs Punktekonto, das sich verbessert hat. Hecking hat "zuhause" in Niedersachsen Fakten geschaffen. 

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17. August 2017 4 17 /08 /August /2017 16:43

 

Nach dem mühseligen Auftakt in Essen habe ich gehofft, dass Borussia in der Stürmerfrage noch tätig wird. Und heute kam die überraschende, aber durchaus kreative und relativ risikolose Antwort auf das Desiderat vieler Fans: Raul Bobadilla kehrt an die Weisweiler-Allee zurück. Zwar kenne ich die genauen Modalitäten noch nicht, aber in Augsburg drohte dem bulligen Stürmer ein Jahr im Überlebenskampf. Deshalb war das Angebot von Max Eberl sicherlich reizvoll, auch wenn dem Argentinier klar sein muss, dass der keine Stammspielerperspektive hat. Aber es wird viele Spielsituationen geben, in denen der technisch starke und abschlusssichere Stürmer gebraucht werden wird. Es ist schon gut, dass er nächste Woche in Schwaben nicht mehr gegen uns spielen wird. Kurz und knapp kommentiere ich:

Bobadilla - find ich gut!

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21. Juli 2017 5 21 /07 /Juli /2017 17:25

Nachdem ich die Borussen und die Nachhut Fabian und Oscar sicher zum Hotel Überfahrt eskortiert hatte und nun nach dem heutigen Unwetter im Quartier in Bad Wiessee im Livestream 1860 gegen Burghausen schaue, sinniere ich über das Orakel für die kommende Saison nach. Die Kühe von Rottach haben mir zwei Mal ein europäisches Ergebnis vorausgesagt. Mit Platz vier lag ich vorletzte Saison sogar genau richtig. Das Einstelligkeitsparadigma von Max  Eberl wird dabei als Zweckpessimismus gewertet. Vier Tage tat sich auf der steilen Weide am Birkenmoos nichts - bis auf ein Reh, das über die Wiese nach oben im Wald verschwand. Erst am Freitag ließen sich die Kühe auf der bekannten Weide sehen, und zwar nur im oberen Viertel. Das ist ein gutes Zeichen. Dass die Kühe so selten da waren, lässt sich so interpretieren: die Belastung aufgrund des Fehlens der europäischen Reisen ist weg, was sich positiv auswirkt. Die Spiele werden so besser vorbereitet und spritziger gespielt. Und so lautet mein Tipp für diese Saison. Gladbach schafft Platz drei und kann sogar zwischendrin nach ganz oben lugen. Die Reliabilität ist etwas geringer, weil die Stichprobe einfach weniger Daten hat. Der Glaube aber ist dafür umso größer...

 

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12. Juni 2017 1 12 /06 /Juni /2017 12:31

Die Sommerpausenpolitik des Max Eberl sieht vielversprechend aus. Sie entspricht der Philosoph des anerkannten Managers und weist auf die Nachhaltigkeit in seinem Denken hin. Denn zwischen dem Bau von Pfeilern der Stabilität und dem Setzen auf Perspektivspieler besteht kein Widerspruch, sondern es besteht eine klare Komplementarität. Dass Stindl und Johnson ebenso langfristig mitarbeiten wie Yann Sommer ist ein Signal an die Konkurrenz, aber auch an Talente, dass an der Weisweiler-Allee ein klares Konzept durchgezogen wird. Da lässt sich der Verein von den oszillierenden emotionalen Störfeuern des Umfeldes nicht beeindrucken. Mit Grifo, der als Schnäppchen gelten kann, wenn man ihn mit dem Philipp-Transfer aus Freiburg zum BVB vergleicht, mit Denis Zakaria, dem Schweizer Nationalspieler von Young Boys Bern als Dahoud-Ersatz fürs ähnliche Geld wie beim Abgang und mit dem französischen U18-Nationalspieler Mickaël Cuisance vom Ligue-1-Klub AS Nancy-Lorraine  fürs Mittelfeld setzt Borussia bis auf Weiteres auf schnelles Umschaltspiel. Die Stärkung der Schweizer Connection um Yann Sommer, Nico Elvedi, Josip Drmic und Djibril Sow kann dabei nur von Nutzen sein. Jetzt wäre noch ein Stoßstürmer als Desiderat zu sehen. Insgesamt aber ermutigt mich die Kontinuität im Denken und Handeln der Vereinsverantwortlichen.

Der Feiertag des Mai 2016 soll sich bald wiederholen

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