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11. September 2017 1 11 /09 /September /2017 16:51

Borussias enttäuschende Niederlage gegen Eintracht Frankfurt kommt überraschenderweise für die meisten Beobachter nicht überraschend. Erstens zeigte schon das Pokalspiel, dass Nico Kovac das Spielsystem der Borussia dekonstruiert hatte. Und zweitens erwiesen die bisherigen Saisonspiele, dass Borussias Spiel oft statisch wird und sich in der Kettenschieberei erschöpft. In puncto Kreativität hängt man von lange bekannten Kräften wie Raffael ab, die einfach auszurechnen sind und nicht jünger werden. Die Offensive wurde nicht aufgefrischt, sondern nur durch Bobadilla künstlich ergänzt (was ich dennoch gut finde) Aber die Gladbacher Spielphilosophie ist mittlerweile so bekannt, dass das Setzen auf die Außen als Tempobringer nicht mehr funktioniert. Tief stehende Mannschaften machen die Halbfelder zu, in denen Borussia durch Gegenpressing Bälle erobert und schnell verarbeitet hat. Dem Sinn des Fußballs, dem Abschluss, widmet der Trainerstab proportional viel zu wenig Aufmerksamkeit. Es mag sein, dass Borussias Stärken gegen spielstärkere Mannschaften sichtbarer werden. Aber ob man gegen das hohe Tempo von Leipzig dann deren eigene Mittel kopieren und gegen sie wenden kann, ist fraglich. Zeit, an einer zu statischen Philosophie zu basteln und neue Elemente zu probieren!

 

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17. Oktober 2015 6 17 /10 /Oktober /2015 18:04
Sie wachsen unter Schubert weiter zusammen
Sie wachsen unter Schubert weiter zusammen

Es gelingt Andre Schubert, diese Mannschaft auf ihren jeweiligen Gegner einzustellen. Denn trotz des halben Eigentores durch Alvaro Dominguez mit dem folgenden Elfer spielte Gladbach Frankfurt in der zweiten Halbzeit an die Wand. Die mangelnde Cleverness in der Defensive kann durch ein starkes, kreatives Offensivspiel überkompensiert werden. Solche Fehler werden jedoch von Juventus Turin wohl nicht verziehen. Dennoch: Andre Schubert hat die Feinheiten, die unter Favre noch fehlten, durchgeführt, Stindl und Dahoud in den Positionen gestärkt und die Abwehr stabilisieren können - trotz der einzelnen Fehler steht die Kette gut. Andre Hahn gönnte man den verwandelten Elfer und das danach folgende Feldtor, Raffael die beiden Tore. Ja, es geht steil aufwärts, so braucht man vor Schalke nicht zu zittern. Und kann sich vielleicht in Turin auch gut verkaufen. Doch Mo Dahoud ist in seine Rolle hineingewachsen - Gladbachs Jugendspieler überzeugen, wenn sie gefragt sind. Bei Traoré wünscht man sich noch das ein oder andere Abspiel mehr und bei Johnson ein bisschen mehr Übersicht. Aber so langsam kann Max aufhören, nach einem neuen Trainer zu suchen... Doch dieses "Interimsprojekt" kann man durchaus in die Länge ziehen... Ein fantastisches Spiel mit fünf Auswärtstoren lässt veredelt einen goldenen Spätherbst nach dem depressiven Frühherbst...

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