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11. September 2017 1 11 /09 /September /2017 16:51

Borussias enttäuschende Niederlage gegen Eintracht Frankfurt kommt überraschenderweise für die meisten Beobachter nicht überraschend. Erstens zeigte schon das Pokalspiel, dass Nico Kovac das Spielsystem der Borussia dekonstruiert hatte. Und zweitens erwiesen die bisherigen Saisonspiele, dass Borussias Spiel oft statisch wird und sich in der Kettenschieberei erschöpft. In puncto Kreativität hängt man von lange bekannten Kräften wie Raffael ab, die einfach auszurechnen sind und nicht jünger werden. Die Offensive wurde nicht aufgefrischt, sondern nur durch Bobadilla künstlich ergänzt (was ich dennoch gut finde) Aber die Gladbacher Spielphilosophie ist mittlerweile so bekannt, dass das Setzen auf die Außen als Tempobringer nicht mehr funktioniert. Tief stehende Mannschaften machen die Halbfelder zu, in denen Borussia durch Gegenpressing Bälle erobert und schnell verarbeitet hat. Dem Sinn des Fußballs, dem Abschluss, widmet der Trainerstab proportional viel zu wenig Aufmerksamkeit. Es mag sein, dass Borussias Stärken gegen spielstärkere Mannschaften sichtbarer werden. Aber ob man gegen das hohe Tempo von Leipzig dann deren eigene Mittel kopieren und gegen sie wenden kann, ist fraglich. Zeit, an einer zu statischen Philosophie zu basteln und neue Elemente zu probieren!

 

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25. Januar 2016 1 25 /01 /Januar /2016 11:11
Noch sind nicht wieder alle Mann an Bord
Noch sind nicht wieder alle Mann an Bord

Nein, das BVB-Spiel war kein Maßstab für eine sich im Umbruch befindliche Borussia. Die Mannschaft, die in den letzten Jahren die Schwarz-Gelben niederringen konnte, tat dies erstens nicht immer verdientermaßen und zweitens basierte das System unter Favre auf totaler Kompaktheit. Diese Kompaktheit fehlt nicht nur, weil das aggressive Pressing in der gegnerischen Hälfte die Stabilität der Abwehr in Schuberts System etwas entblößt, sondern vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass das bewährte Klasse-Duo Stranzl/Dominguez gar nicht mehr seine Erfahrung einbringen konnte. Zwar ist Christensen stark, aber Elvedi konnte im Stellungsspiel (unabhängig vom 1-0 durch Reus) nicht überzeugen. Und wer den BVB als "Durchschnitt" gesehen und Gladbach für schwach befunden hat, der irrt. Es war ein technisch und tempomäßig hochwertiges Spiel. Dortmund spielte einfach fantastisch und hat dann doch einen anderen Kader. Borussia muss mit Traore und Co. im Mittelfeld frühe Ballverluste vermeiden, das ist die Lektion, die für Mainz und Bremen beherzigt werden sollte. Ansonsten ist aber genug Kreativität in der Mannschaft, um diese Truppen klar zu distanzieren. Und: Hinteregger ist schon bereit, zeigten die Minuten, die er spielte. Also, kein Grund zum Frust nach dem 1-3!

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12. September 2015 6 12 /09 /September /2015 09:38
Die Fans müssen weiter zum VfL halten - Pleiten reinigen von Modefans
Die Fans müssen weiter zum VfL halten - Pleiten reinigen von Modefans

Ein Phänomen im Fußball ist erstaunlich und tödlich. Auch gute Mannschaften geraten in Serien, aus denen sie trotz Mentalcoaches, Willensbekundungen, Klosterretreats nicht mehr rauskommen. Eintracht Frankfurt 2011, wir profitierten davon. HSV, Stuttgart vor einem Jahr - sie schafften es gerade noch so. So eine Serie ist nicht mit gutem Willen zu beenden. "Das war zu wenig", sagte Doll als BVB-Trainer 10 Mal hinternander und "Wir brauchen Ergebnisse". Und so ging es vielen auch sehr routinierten Coaches. Bei uns ist das System von Anderen entziffert worden. Dazu kommt, dass Fußball ein Spiel der Psyche ist. Wie die Vollmacht aus der Siegesserie, so kommt die Ohnmacht aus den Niederlagenserien. Fußball ist Domino und Anti-Domino.

Fußballerisch ist es für den Gegner einfach gegen eine solche Mannschaft. Ich brauche nur früh drauf gehen, wir verlieren den Ball in der eigenen Hälfte und bei der schwachen Abwehr klingelt es dann. Die Gegner brauchen momentan nur zu warten. Da hilft nur ein Erfolgserlebnis (30000 Euro Phrasenschwein). Der Negativlauf ist aber das, was jede Mannschaft trifft, denn die gegnerischen Trainer kennen die Folgen dieser Unsicherheit. Genauso spielte der HSV von Anfang an. Das ist die Gefahr. Der Hinweis des eigenen Trainers auf eigene Stärken wird unglaubwürdig. Ein Sieg in Köln - gerade im Derby - könnte die Schubumkehr sein. Die Fans sollten ihren Boykott dringend verschieben.

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11. September 2015 5 11 /09 /September /2015 22:09
Plötzlich stehen die Gegner wie hohe Berge vor der Borussia
Plötzlich stehen die Gegner wie hohe Berge vor der Borussia

So schlecht hat Borussia in der Ära Favre noch nicht gespielt. Die Hilflosigkeit der Akteure, das fehlende Verständnis erinnerte an die Phase des "Ein Team" aus dem Jahre 2007, als die Borussia mit satten 16 Punkten Rückstand die Liga verließ. Der Zustand der alten Kräfte zeigt, dass nicht die Transferpolitik, sondern die fehlende Flexibilität und das Versagen der alten Kämpen diese Krise bedingt, nicht die Transferpolitik an sich. Es ist ein Problem des Selbstvertrauens, das eine Abwärtsspirale bewirkt. Denn als in der Rückrunde alles von alleine ging, die Mannschaft dann mit Lob überschüttet wurde und alles nur noch in Champions League-Termini definierte, da vergaß man, dass Favre die Bundesliga als "Lebensversicherung" bezeichnete. Es ist wichtig, von der Mentalität wieder dorthin zu kommen. Denn für Borussia bleibt jeder Punkt hart zu erarbeiten. Und ich behaupte, dass der Film über die letzten vier Jahre da noch eine falsche Selbsteinschätzung geliefert hat...

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9. September 2015 3 09 /09 /September /2015 18:37
Hoffentlich nutzt Hahn seine Chance
Hoffentlich nutzt Hahn seine Chance

Gegen den HSV steht die Borussia unter enormem Druck. Denn will man mit null Punkten oder sieglos in das Derby gehen, bei dem auch der Fanboykott eine Rolle spielen kann? Das Fehlen Granit Xhakas ist in dem Sinne nicht dramatisch, als dass der Schweizer im Gladbacher Trikot zuletzt schwach spielte. Es ist an der Zeit, Dahoud eine Chance von Anfang an zu geben, der gegen Mainz nach seiner Einwechslung ein gutes Spiel machte. Dazu sollte di routinierte Abwehrreihe Korb - Jantschke - Stranzl - Wendt spielen - auf der Sechs könnte Nordveit Dahoud ergänzen. Ein Risiko ist auf der Doppelsechs nicht zu vermeiden, aber vielleicht werden wir ja positiv überrascht. Vorne ist Drmic' Schwung aus dem Länderspiel zu nutzen, neben ihm würde ich Hahn gern vorne sehen. Die Mittelfeldaußenpositionen könnten von Hazard und Traoré gebildet werden. Eine sehr offensive Aufstellung, aber gegen den HSV ist das gerechtfertigt. Der muss auf Adler verzichten. Aber Drobny ist wieder fit und ist keinen Deut schlechter. Der HSV zeigt aufsteigende Tendenz, aber wie das Spiel in Köln gezeigt hat, ist er noch lange nicht stabil. Das gilt es unter Flutlicht auszunutzen...

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