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15. September 2018 6 15 /09 /September /2018 18:43

Borussias Sieg gegen Schalke stürzt nicht nur einen direkten Konkurrenten in eine Krise, die durch die kommende Champions League und das Spiel gegen den FC Bayern nächsten Samstag noch verschärft werden kann. Und das Matchglück ist Borussia im Gegensatz zur letzten Saison hold, wo es den Schalkern im Moment fehlt. Dennoch ist es auf die eigene Leistung zurückzuführen, dass die Borussia erneut ein stabiles Heimspiel durchziehen und verdient 2-1 gewinnen konnte. Und: der Trainer nutzt die Kaderbreite wunderbar aus. Raffael fehlte gezwungenermaßen, aber gegen Schalke setzte Hecking auf Routine und verzichtete dieses Mal auf Beyer und Neuhaus. Es war ein kluger Schachzug, denn es gelang Strobl und Jantschke, Burgstaller und Di Santo regelrecht zu zermürben. Zakaria räumte im Mittelfeld ab, wo Hofmann technisch stark und ballsicher auf der Acht agierte. Das frühe Tor kam den Borussen natürlich zupass. Wie wichtig es ist, dass Yann Sommer geblieben und sich auf Weltklasseniveau stabilisiert hat, ist ein weiterer zentraler Faktor, der diesen wunderbaren Start erklärt. Dass Hermann einen Neustart nach Maß hinlegt und auch Fabian wieder voll im Saft ist, das ist ein großer Zugewinn gegenüber der letzten Saison. In Berlin kann Borussia öfter glänzen. Jedenfalls geht es ohne Druck in die Hauptstadt. Danke, Jungs, das war toll (auch, weil ich so viele Schalke-Fans im Bekannten- und Freundeskreis habe)!

 

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15. Dezember 2017 5 15 /12 /Dezember /2017 21:40

Borussias Spiel gegen Hamburg bildete die Hinrunde dramaturgisch geradezu exakt ab. Denn zwischen fantastischen Angriffskombinationen und hilflosen Kerzen und Verwirrtheiten in der eigenen Abwehr oszillierten die Spielsituationen hin und her. Dieses Mal gab es das Happy End, das gegen Gelsenkirchen schon verdient gewesen wäre. Das Gute überwiegt bei Weitem, wenn man Bilanz zieht; sollte man gegen Leverkusen die Überraschung am Mittwoch schaffen, wäre es fast maximal, was die Mannschaft erreicht hat. Ermutigend gegen den HSV war, dass sich Reece Oxford und Cuisance nahtlos in die Mannschaft einfügten und Reece technisch und zweikampfmäßig zeigte, weshalb Max ihn fest verpflichten will. Mit Cuisance, Zakaria und Benes haben wir drei sensationell talentierte Umschaltspieler; Torgan Hazard gewinnt wieder an Abschlusssicherheit und auch Raffael schafft es noch, seine Killerabschlüsse anzubringen. Weiterhin eine Achillesferse bildet die Abwehraußenseite; Wendt und Elvedi sind Schwachpunkte, hier muss nachgelegt werden, wenn man den Weg nach Europa konsequent weiter gehen will. Schön, dass Ginter, Stindl und Kramer eine reife Achse bilden, die die jungen Talente führen können. Insgesamt darf man Danke sagen für eine klasse Hinrunde, allen kurzen Enttäuschungen zum Trotz. Es wächst etwas Gutes heran. Und ich bin stolz auf unseren leidenschaftlichen, mutigen, smarten und direkten Manager!!!

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1. Oktober 2017 7 01 /10 /Oktober /2017 08:29

Wichtig ist für Borussia, mit 11 Punkten weit oben in der Tabelle angekommen zu sein und in die Länderspielpause gehen zu können. Das erlaubt weitere  zwei Wochen, um das holprige Offensivspiel weiter verbessern zu können. Borussia hat die beiden starken Aufsteiger zuhause geschlagen, eine Pflicht, die nicht gerade souverän erfüllt wurde. Aber es war wichtig, nach dem 1-6 in Dortmund wieder aufzustehen, so wackelig die Angelegenheit auch war. Die strukturellen Mängel im Spiel der Borussia, das immer noch fehlende Tempo, die noch unterentwickelte Abstimmung unter den Offensivkräften, das Offenlassen von Räumen bei unkoordinierter Vorwärtsbewegung, waren unübersehbar. Dennoch: Mit Cuisance gewinnt das Megatalent mit jedem Spiel wertvolle Erfahrung, Ginter hat sein schwaches Spiel beim BVB vergessen gemacht und immerhin zeigte sich Torgan Hazard in der Nachspielzeit eiskalt, so dass man den glücklichen Sieg am Ende annahm. Aber Hand auf Herz: Trifft Martin Harnik aus zwei Metern, gibt es die zweite Heimniederlage. Und die Stimmung verschlechtert sich. Statt im Mittelfeld zu versinken, hat die Dramatik der Schlussphase der Borussia ein unverhofftes "Window of opportunity" nach oben geöffnet. Mag die Mannschaft dadurch das Vertrauen gewinnen, um einzusteigen in die Riege der Europakandidaten. 

 

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20. August 2017 7 20 /08 /August /2017 19:49

 

Ein Derbysieg ist, obwohl alles andere als eine Ausnahme, dennoch emotional immer etwas Besonderes. Gerade weil Borussia unverdienterweise bis zum Ende zittern musste. Aber auch die späte Einwechslung Raul Bobadillas mit seiner Großchance erbrachte noch ein spätes Highlight. Das Derby begann in den ersten zehn Minuten mit vier guten Chancen der Borussen, die jedoch harmlos abgeschlossen wurden - das hier thematisierte Problem der Abschlusseffizienz wurde sofort sichtbar. Und der FC hatte durch Cordoba dann in der 19. Minute die intensivste Torannäherung, die Yann Sommer großartig entschärfte. Ibo Traore überzeugte durch Dynamik und gute Pässe, aber ihm und vor allem Lars Stindl fehlte heute im Abschluss die letzte Stärke. 

Doch besonders ermutigend erwies sich die Performance der Neuen. Zakaria bildete mit Kramer eine sehr wirkungsvolle Doppelsechs, die die Kölner in der Gladbacher Hälfte kaum zur Entfaltung kommen ließ. Und Matthias Ginter und Vestergaard bildeten eine sehr starke Innenverteidigung; der intelligent spielende Ex-Dortmunder kann sich nahtlos einfügen. Defensiv etwas schwächer waren zunächst Elvedi und Wendt, aber beide waren offensivstark und stabilisierten sich im Laufe des Spiels. Dass Bobadilla am Ende nicht abspielte, mag ihm verziehen sein, denn er behauptete mit seinem robusten Körper den Ball in der Nachspielzeit und trug dadurch ebenfalls zum Sieg bei. Er wird dem Team noch Freude machen und treffen. Danke, Borussia, ein sehr gelungener Saisonstart!

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5. April 2017 3 05 /04 /April /2017 19:55

Der Heimsieg der Borussia gegen Hertha fiel drei Tore zu niedrig aus. Aber er weckt neue Hoffnung auf Europa und neue Stabilität, nachdem das Aus gegen Hertha befürchten ließ, dass die neue Abwehrstabilität unter Hecking nur ein temporäres Phänomen sei. Aber das wurde eindrucksvoll widerlegt. Es zeigte sich auch, dass Lars Stindl die gewonnene Spielpraxis gut tut. Besonders erfreulich war, dass Benes nicht nur ob seines Tores ein gelungenes Debüt feierte und das Sechser-Problem vielleicht wieder einmal zu einem wunderbaren Profi-Start wird. Nach dem glücklichen zu null gegen Frankfurt ist die Abwehr wieder stabil, Yann Sommers weiße Weste darf länger Bestand haben. Getrübt wird der Gesamteindruck von der fahrlässigen Chancenverwertung, auch wenn diese durch Pech mitbedingt war. Aber dennoch: die Mannschaft verlor nicht den Kopf, und das ohne die routinierte Doppelsechs. Dies spricht dafür, dass der Spielrhythmus im Kollektiv bestimmt wird. Die 7 Punkte auf Platz 16 beruhigen die Lage, so dass die Borussia nicht nur in Richtung Pokal, sondern auch auf die Dahoud- und Christensennachfolge bereits einige Versuche starten kann. Auch zeigt sich, dass mit einem Sieg gegen Köln und Herthas und Frankfurts Schwäche Platz sieben noch gut machbar ist! Ein guter Abend für unsere Borussia!

 

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17. September 2016 6 17 /09 /September /2016 19:03
Der Weg der Borussia bleibt oszillierend
Der Weg der Borussia bleibt oszillierend

Der souveräne Sieg der Borussia, der neunte Heimsieg in Folge, war "normal". Trotz der kurzen Pause nach der Enttäuschung bei den Citizens waren fast alle Borussen-Fans zu Recht davon überzeugt, eine Mannschaft locker niederzuringen, die auch in Lotte keinerlei Chance gehabt hatte und die auf dem direkten Weg in die zweite Liga zu sein scheint. Es war sozusagen clever, in der ersten Halbzeit alles klar zu machen, um dann im Schongang die Kräfte für das harte Duell in Leipzig zu konservieren. Torgan Hazard profitierte von den großen Räumen, die vorhanden waren - Bremen mit seiner Unfähigkeit, die Räume eng zu machen, ist gar kein Prüfstein. Denn so wird jeder von Borussias Konkurrenten mindestens genauso viele Tore gegen die Stadtmusikanten schießen. Die Frage aber ist: Wann befreit sich Borussia aus der Schizophrenie, zuhause saustark und auswärts zumindest instabil, wenn nicht schwach zu sein? Nichts deutet darauf hin, dass bei den Bullen etwas zu holen ist. Denn die junge Zonenbrigade kommt schon unglaublich routiniert und taktisch versiert daher. Es droht ein Spiel, in dem die Brause eng stehen und zu kontern versucht - ähnlich wie gegen den BVB. Hier darf Borussia nicht offen spielen, sondern sicherlich mit Viererkette und der defensiven Doppel-Sechs. Werder war nach dieser Mini-Negativserie ein idealer Aufbaugegner - Borussia hat jetzt ein "Break" in der Hand - wie so oft. Mit einem torlosen Remis wäre ich sehr zufrieden...

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24. April 2016 7 24 /04 /April /2016 15:09
Das Wirbeln im Park geht munter weiter
Das Wirbeln im Park geht munter weiter

Das Heimgesicht der Borussia trägt die Handschrift der Ideen von André Schubert. Hohes Tempo, das den Gegner überfordert, ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Die individuellen Fehler, die den Takt stören, sind nicht Sache des Trainers. Aber sie erschweren das Spiel in erheblicher Weise. Der Turbofußball macht das Gesamtsystem insgesamt instabiler; wenn die Stürmer treffen, ist alles in Ordnung. Powerfußball mit Risiko, wenn es funktioniert, wird ein Fest daraus. Wenn es nicht funktioniert, dann gibt es kein Unentschieden, sondern Borussia verliert in der Regel. Manichäistisch nennt man das, alles oder nichts. Es ist spektakulär, aber dennoch sollte Andre Schubert in der Vorbereitung auch einen Schonwaschgang einbauen, der einmal das Sichern eines Remis als strategische Möglichkeit beinhaltet. Besonders freut einen die Entwicklung Andre Hahns. Die lange Verletzung führt dazu, dass sein Akku noch ganz voll ist! Und er spielt für seine Zukunft bei Borussia, meiner Meinung nach brauchen wir so einen schnellen, robusten Mann als Ergänzung zu den filigranen Hazard und Traore. Dahoud und Yann Sommer wieder einmal sehr stark. Das Anlaufen und Stören des Gegners im Mittelfeld hat grundsätzlich gegen die Kraichgauer gut funktioniert. Also: ein Fortschritt gegenüber den beiden schwachen Auswärtsspielen; hoffen wir, dass das Spiel in der Arroganz-Arena unter die Kategorie Ausnahme, nicht Auswärtsspiel fällt. Denn: Strukturell ist unsere Mannschaft fast die einzige, die mit ihrem Tempo und dem richtigen Türöffner gegen Bayern gewinnen kann, ähnlich den Mainzern. Es wäre wieder so eine besondere Fußballgeschichte, wenn Borussia die miese Auswärtsserie ausgerechnet in München beendet und den Bayern die Feier dahoam vermasselt...

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20. Dezember 2015 7 20 /12 /Dezember /2015 18:19
Nordveit trifft wieder öfter - wichtig, wichtig!!
Nordveit trifft wieder öfter - wichtig, wichtig!!

Die Welt als Wille und Vorstellung - eine dramatische Schipenhauer-Inszenierung führt Gladbach zum Sieg gegen Darmstadt. Ein Wahnsinn - erst kam der Balkan-Charakter in Xhaka raus, dann liegt man hinten, dann führt man wieder. Dann nach dem ernüchternden 2-2 noch einmal zurückzukommen, das ist purer Wille!!! Es ist fantastisch - was heute abend passiert ist, kann richtungsweisend sein. Ich hätte keinen Pfifferling auf einen Sieg gesetzt, aber es ist schön, wie die Schubert-Mannen einen belehren. Es zeigt sich, dass Gladbachs MIttelfeldspieler treffen, das ist in diesem Jahr eine große Waffe. Tore von Nordveit, Wendt, auch die von Johnson - halten die Borussia auf einen Champions League-Kurs. Dennoch gibt es für die Verteidigung Bedarf zum Investieren in der Winterpause, aber dieser Sieg ist moralisch Gold und Platin wert. Danke, Jungs, ihr beschert uns wunderbare Weihnachten. Und vor allem: Schubert kann Wende - das ist gut zu wissen!!!

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21. November 2015 6 21 /11 /November /2015 16:11
Der VfL mühte sich gegen Lieblingsgegner 96 ganz schön ab
Der VfL mühte sich gegen Lieblingsgegner 96 ganz schön ab

Der VfL wollte nach dem Punktverlust gegen Ingolstadt unbedingt nachlegen. Aber das Spiel erwies sich von Anfang an überraschend als Spiel auf der Rasierklinge. Die Hannoveraner waren von Frontzeck sehr gut eingestellt worden und setzten die Gladbacher Doppel-Sechs vernünftig unter Druck. Die Konteranfälligkeit der Borussia führte dazu, dass Hannover zu zahlreichen guten Chancen kam; Sicherheit war bei den offensiv starken Borussen aber nie vorzufinden. So rettete Yann Sommer die Borussen, konnte nach dem Tor des starken Ibo aber den vorübergehenden Ausgleich nicht verhindern. Leider hatte der sonst starke Stindl die Seuche am Fuß bei seinen Alu-Treffern und sonstigen Chancen. Zieler hielt auch überragend. Das Konstrukt Borussia ist motiviert, aber noch nicht in allem stabil. Gleich wieder von der Champions League zu träumen ist nicht angebracht. Das harte Erarbeiten der Punkte sollte erst einmal wieder ein Rezept sui generis bleiben. Aber man hat gezeigt, dass man auch die Verletzungen zahlreicher Akteure kompensieren kann. Das ist stark und macht Hoffnung auch für das Sevilla-Spiel, bei dem Xhaka sein Temperament im Griff haben sollte.

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23. September 2015 3 23 /09 /September /2015 19:55
Der Park sah endlich wieder Gladbacher Tore zur Genüge
Der Park sah endlich wieder Gladbacher Tore zur Genüge

Ein Start wie ein Blitz an einem Spieltag der Übertreibungen: Was Lewandowski vormachte, machten die Borussen in den ersten zwanzig Minuten in ähnlicher Weise nach. Gladbach lebt wieder. Die Frage, ob es am neuen Trainer lag, stellt sich nicht. Es kamen neue Spieler zurück mit Johnson, Hermann und Dominguez, die auch einen frischen Wind brachten. Und es wirkte, als seien die Gladbacher aus systemischen Zwängen befreit worden und hätten sich wieder auf die einfachen Dinge besonnen. Doch die Euphorie sollte nicht zu ausgeprägt ausfallen. Gegen eine ganz starke Offensive wird in Stuttgart die Stabilität der Mannschaft auf den Prüfstand gestellt. Der extreme Wandel in der Einstellung der Mannschaft ist kaum erklärbar, aber natürlich auch durch den günstigen Verlauf mit bedingt. Aber weil man bei unglücklichen Elfmetern die Nerven behielt und sogar die Tore fünf und sechs hätte machen können, kann man darauf vertrauen, dass die alte Sicherheit über mittlere Frist wieder zurückkehrt. Ein tolles Signal, aber mehr noch nicht.

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