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20. August 2017 7 20 /08 /August /2017 19:49

 

Ein Derbysieg ist, obwohl alles andere als eine Ausnahme, dennoch emotional immer etwas Besonderes. Gerade weil Borussia unverdienterweise bis zum Ende zittern musste. Aber auch die späte Einwechslung Raul Bobadillas mit seiner Großchance erbrachte noch ein spätes Highlight. Das Derby begann in den ersten zehn Minuten mit vier guten Chancen der Borussen, die jedoch harmlos abgeschlossen wurden - das hier thematisierte Problem der Abschlusseffizienz wurde sofort sichtbar. Und der FC hatte durch Cordoba dann in der 19. Minute die intensivste Torannäherung, die Yann Sommer großartig entschärfte. Ibo Traore überzeugte durch Dynamik und gute Pässe, aber ihm und vor allem Lars Stindl fehlte heute im Abschluss die letzte Stärke. 

Doch besonders ermutigend erwies sich die Performance der Neuen. Zakaria bildete mit Kramer eine sehr wirkungsvolle Doppelsechs, die die Kölner in der Gladbacher Hälfte kaum zur Entfaltung kommen ließ. Und Matthias Ginter und Vestergaard bildeten eine sehr starke Innenverteidigung; der intelligent spielende Ex-Dortmunder kann sich nahtlos einfügen. Defensiv etwas schwächer waren zunächst Elvedi und Wendt, aber beide waren offensivstark und stabilisierten sich im Laufe des Spiels. Dass Bobadilla am Ende nicht abspielte, mag ihm verziehen sein, denn er behauptete mit seinem robusten Körper den Ball in der Nachspielzeit und trug dadurch ebenfalls zum Sieg bei. Er wird dem Team noch Freude machen und treffen. Danke, Borussia, ein sehr gelungener Saisonstart!

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5. April 2017 3 05 /04 /April /2017 19:55

Der Heimsieg der Borussia gegen Hertha fiel drei Tore zu niedrig aus. Aber er weckt neue Hoffnung auf Europa und neue Stabilität, nachdem das Aus gegen Hertha befürchten ließ, dass die neue Abwehrstabilität unter Hecking nur ein temporäres Phänomen sei. Aber das wurde eindrucksvoll widerlegt. Es zeigte sich auch, dass Lars Stindl die gewonnene Spielpraxis gut tut. Besonders erfreulich war, dass Benes nicht nur ob seines Tores ein gelungenes Debüt feierte und das Sechser-Problem vielleicht wieder einmal zu einem wunderbaren Profi-Start wird. Nach dem glücklichen zu null gegen Frankfurt ist die Abwehr wieder stabil, Yann Sommers weiße Weste darf länger Bestand haben. Getrübt wird der Gesamteindruck von der fahrlässigen Chancenverwertung, auch wenn diese durch Pech mitbedingt war. Aber dennoch: die Mannschaft verlor nicht den Kopf, und das ohne die routinierte Doppelsechs. Dies spricht dafür, dass der Spielrhythmus im Kollektiv bestimmt wird. Die 7 Punkte auf Platz 16 beruhigen die Lage, so dass die Borussia nicht nur in Richtung Pokal, sondern auch auf die Dahoud- und Christensennachfolge bereits einige Versuche starten kann. Auch zeigt sich, dass mit einem Sieg gegen Köln und Herthas und Frankfurts Schwäche Platz sieben noch gut machbar ist! Ein guter Abend für unsere Borussia!

 

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17. September 2016 6 17 /09 /September /2016 19:03
Der Weg der Borussia bleibt oszillierend
Der Weg der Borussia bleibt oszillierend

Der souveräne Sieg der Borussia, der neunte Heimsieg in Folge, war "normal". Trotz der kurzen Pause nach der Enttäuschung bei den Citizens waren fast alle Borussen-Fans zu Recht davon überzeugt, eine Mannschaft locker niederzuringen, die auch in Lotte keinerlei Chance gehabt hatte und die auf dem direkten Weg in die zweite Liga zu sein scheint. Es war sozusagen clever, in der ersten Halbzeit alles klar zu machen, um dann im Schongang die Kräfte für das harte Duell in Leipzig zu konservieren. Torgan Hazard profitierte von den großen Räumen, die vorhanden waren - Bremen mit seiner Unfähigkeit, die Räume eng zu machen, ist gar kein Prüfstein. Denn so wird jeder von Borussias Konkurrenten mindestens genauso viele Tore gegen die Stadtmusikanten schießen. Die Frage aber ist: Wann befreit sich Borussia aus der Schizophrenie, zuhause saustark und auswärts zumindest instabil, wenn nicht schwach zu sein? Nichts deutet darauf hin, dass bei den Bullen etwas zu holen ist. Denn die junge Zonenbrigade kommt schon unglaublich routiniert und taktisch versiert daher. Es droht ein Spiel, in dem die Brause eng stehen und zu kontern versucht - ähnlich wie gegen den BVB. Hier darf Borussia nicht offen spielen, sondern sicherlich mit Viererkette und der defensiven Doppel-Sechs. Werder war nach dieser Mini-Negativserie ein idealer Aufbaugegner - Borussia hat jetzt ein "Break" in der Hand - wie so oft. Mit einem torlosen Remis wäre ich sehr zufrieden...

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24. April 2016 7 24 /04 /April /2016 15:09
Das Wirbeln im Park geht munter weiter
Das Wirbeln im Park geht munter weiter

Das Heimgesicht der Borussia trägt die Handschrift der Ideen von André Schubert. Hohes Tempo, das den Gegner überfordert, ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Die individuellen Fehler, die den Takt stören, sind nicht Sache des Trainers. Aber sie erschweren das Spiel in erheblicher Weise. Der Turbofußball macht das Gesamtsystem insgesamt instabiler; wenn die Stürmer treffen, ist alles in Ordnung. Powerfußball mit Risiko, wenn es funktioniert, wird ein Fest daraus. Wenn es nicht funktioniert, dann gibt es kein Unentschieden, sondern Borussia verliert in der Regel. Manichäistisch nennt man das, alles oder nichts. Es ist spektakulär, aber dennoch sollte Andre Schubert in der Vorbereitung auch einen Schonwaschgang einbauen, der einmal das Sichern eines Remis als strategische Möglichkeit beinhaltet. Besonders freut einen die Entwicklung Andre Hahns. Die lange Verletzung führt dazu, dass sein Akku noch ganz voll ist! Und er spielt für seine Zukunft bei Borussia, meiner Meinung nach brauchen wir so einen schnellen, robusten Mann als Ergänzung zu den filigranen Hazard und Traore. Dahoud und Yann Sommer wieder einmal sehr stark. Das Anlaufen und Stören des Gegners im Mittelfeld hat grundsätzlich gegen die Kraichgauer gut funktioniert. Also: ein Fortschritt gegenüber den beiden schwachen Auswärtsspielen; hoffen wir, dass das Spiel in der Arroganz-Arena unter die Kategorie Ausnahme, nicht Auswärtsspiel fällt. Denn: Strukturell ist unsere Mannschaft fast die einzige, die mit ihrem Tempo und dem richtigen Türöffner gegen Bayern gewinnen kann, ähnlich den Mainzern. Es wäre wieder so eine besondere Fußballgeschichte, wenn Borussia die miese Auswärtsserie ausgerechnet in München beendet und den Bayern die Feier dahoam vermasselt...

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20. Dezember 2015 7 20 /12 /Dezember /2015 18:19
Nordveit trifft wieder öfter - wichtig, wichtig!!
Nordveit trifft wieder öfter - wichtig, wichtig!!

Die Welt als Wille und Vorstellung - eine dramatische Schipenhauer-Inszenierung führt Gladbach zum Sieg gegen Darmstadt. Ein Wahnsinn - erst kam der Balkan-Charakter in Xhaka raus, dann liegt man hinten, dann führt man wieder. Dann nach dem ernüchternden 2-2 noch einmal zurückzukommen, das ist purer Wille!!! Es ist fantastisch - was heute abend passiert ist, kann richtungsweisend sein. Ich hätte keinen Pfifferling auf einen Sieg gesetzt, aber es ist schön, wie die Schubert-Mannen einen belehren. Es zeigt sich, dass Gladbachs MIttelfeldspieler treffen, das ist in diesem Jahr eine große Waffe. Tore von Nordveit, Wendt, auch die von Johnson - halten die Borussia auf einen Champions League-Kurs. Dennoch gibt es für die Verteidigung Bedarf zum Investieren in der Winterpause, aber dieser Sieg ist moralisch Gold und Platin wert. Danke, Jungs, ihr beschert uns wunderbare Weihnachten. Und vor allem: Schubert kann Wende - das ist gut zu wissen!!!

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21. November 2015 6 21 /11 /November /2015 16:11
Der VfL mühte sich gegen Lieblingsgegner 96 ganz schön ab
Der VfL mühte sich gegen Lieblingsgegner 96 ganz schön ab

Der VfL wollte nach dem Punktverlust gegen Ingolstadt unbedingt nachlegen. Aber das Spiel erwies sich von Anfang an überraschend als Spiel auf der Rasierklinge. Die Hannoveraner waren von Frontzeck sehr gut eingestellt worden und setzten die Gladbacher Doppel-Sechs vernünftig unter Druck. Die Konteranfälligkeit der Borussia führte dazu, dass Hannover zu zahlreichen guten Chancen kam; Sicherheit war bei den offensiv starken Borussen aber nie vorzufinden. So rettete Yann Sommer die Borussen, konnte nach dem Tor des starken Ibo aber den vorübergehenden Ausgleich nicht verhindern. Leider hatte der sonst starke Stindl die Seuche am Fuß bei seinen Alu-Treffern und sonstigen Chancen. Zieler hielt auch überragend. Das Konstrukt Borussia ist motiviert, aber noch nicht in allem stabil. Gleich wieder von der Champions League zu träumen ist nicht angebracht. Das harte Erarbeiten der Punkte sollte erst einmal wieder ein Rezept sui generis bleiben. Aber man hat gezeigt, dass man auch die Verletzungen zahlreicher Akteure kompensieren kann. Das ist stark und macht Hoffnung auch für das Sevilla-Spiel, bei dem Xhaka sein Temperament im Griff haben sollte.

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23. September 2015 3 23 /09 /September /2015 19:55
Der Park sah endlich wieder Gladbacher Tore zur Genüge
Der Park sah endlich wieder Gladbacher Tore zur Genüge

Ein Start wie ein Blitz an einem Spieltag der Übertreibungen: Was Lewandowski vormachte, machten die Borussen in den ersten zwanzig Minuten in ähnlicher Weise nach. Gladbach lebt wieder. Die Frage, ob es am neuen Trainer lag, stellt sich nicht. Es kamen neue Spieler zurück mit Johnson, Hermann und Dominguez, die auch einen frischen Wind brachten. Und es wirkte, als seien die Gladbacher aus systemischen Zwängen befreit worden und hätten sich wieder auf die einfachen Dinge besonnen. Doch die Euphorie sollte nicht zu ausgeprägt ausfallen. Gegen eine ganz starke Offensive wird in Stuttgart die Stabilität der Mannschaft auf den Prüfstand gestellt. Der extreme Wandel in der Einstellung der Mannschaft ist kaum erklärbar, aber natürlich auch durch den günstigen Verlauf mit bedingt. Aber weil man bei unglücklichen Elfmetern die Nerven behielt und sogar die Tore fünf und sechs hätte machen können, kann man darauf vertrauen, dass die alte Sicherheit über mittlere Frist wieder zurückkehrt. Ein tolles Signal, aber mehr noch nicht.

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9. September 2015 3 09 /09 /September /2015 18:37
Hoffentlich nutzt Hahn seine Chance
Hoffentlich nutzt Hahn seine Chance

Gegen den HSV steht die Borussia unter enormem Druck. Denn will man mit null Punkten oder sieglos in das Derby gehen, bei dem auch der Fanboykott eine Rolle spielen kann? Das Fehlen Granit Xhakas ist in dem Sinne nicht dramatisch, als dass der Schweizer im Gladbacher Trikot zuletzt schwach spielte. Es ist an der Zeit, Dahoud eine Chance von Anfang an zu geben, der gegen Mainz nach seiner Einwechslung ein gutes Spiel machte. Dazu sollte di routinierte Abwehrreihe Korb - Jantschke - Stranzl - Wendt spielen - auf der Sechs könnte Nordveit Dahoud ergänzen. Ein Risiko ist auf der Doppelsechs nicht zu vermeiden, aber vielleicht werden wir ja positiv überrascht. Vorne ist Drmic' Schwung aus dem Länderspiel zu nutzen, neben ihm würde ich Hahn gern vorne sehen. Die Mittelfeldaußenpositionen könnten von Hazard und Traoré gebildet werden. Eine sehr offensive Aufstellung, aber gegen den HSV ist das gerechtfertigt. Der muss auf Adler verzichten. Aber Drobny ist wieder fit und ist keinen Deut schlechter. Der HSV zeigt aufsteigende Tendenz, aber wie das Spiel in Köln gezeigt hat, ist er noch lange nicht stabil. Das gilt es unter Flutlicht auszunutzen...

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