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1. September 2017 5 01 /09 /September /2017 19:09

 

Borussias Kader wird von Jogi Löw so stark bewertet, dass gleich zwei Borussen in der Startelf beim wichtigen WM-Quali-Spiel in Prag stehen. Das ist bemerkenswert, wo die Gladbacher bei den letzten großen Turnieren kaum eine Rolle in den Planungen des Bundestrainers spielten. Es ist für die Reputation von Borussia nicht unerheblich, dass zwei deutsche Nationalspieler im Kader stehen (plus ein Weltmeister, der es wieder werden kann); dazu natürlich weitere Nationalspieler in anderen Länderauswahlen.

Borussias zentrale Akteure bekommen auch ohne Europapokalteilnahme internationale Erfahrung. Die beiden charakterstarken, stillen, aber intelligenten Spieler Lars Stindl und Matthias Ginter sind die Letzten, die durch aktive PR auf sich aufmerksam machen würden. Um so höher ist es einzuschätzen, dass Löw den beiden vertraut. Und es zeigt sich, dass der Bundestrainer Stindls Leistungen höher einschätzt als nur Ananas-Pokal-Fußball. Und dass Ginter gleich spielt zeigt, dass auch der Bundestrainer wie ein Max Eberl der Spielintelligenz des Ex-Dortmunders vertraut. Der Marktwert des Verteidigers amortisiert sich schneller als ich als Skeptiker dies geglaubt habe. Insgesamt ist es sehr positiv zu bewerten, dass Borussia so weiter im internationalen Rampenlicht verbleibt. Hoffentlich ein gutes Omen auf dem Weg  zurück nach Europa. Und wenn die beiden Borussen von den Weltmeistern ein wenig Siegergen in den Park mitbrächten, umso besser...

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28. Januar 2017 6 28 /01 /Januar /2017 19:03

Ehrlich gefragt: wer hat gezweifelt? Ich! Nach sehr gutem Start in Leverkusen wieder vermeidbare Gegentore, dann noch als Doppelpack. Und das nach einem Remis gegen einen abgeschlagenen Tabellenletzten, der von den Böcken sechs eingeschenkt bekam! Da sah nichts mehr nach Hoffnung aus, und ich, bronchial geschwächt, wollte mich unter die Decke verkriechen. Die Leistung stimmte, aber die mangelnde Effektivität ist meist der Grund für Abstiege von begabten Mannschaften. Meine Diagnose, dass der Mannschaft Führungskräfte fehlen, wurde endlich in Frage gestellt. Dieter Hecking scheint die Mutlos-Truppe auswärts richtig angepackt zu haben, denn plötzlich war dieses "Wir haben nichts zu verlieren"-Gefühl da, das Flügel verlieh. Dass nach dem erreichten Remis weiter gestürmt wurde, war eine tolle Sache. Denn endlich diese Serie  zu beenden, die so lähmt, das erforderte endlich mal den Mut zum offenen Visier. Dass sich dieser Mut so spektakulär auszahlte, ist ein Geschenk. Die Mentalität, unbedingt siegen zu wollen, war auch in der darauf folgenden Abwehrschlacht sichtbar.  Dennoch: Man täusche sich nicht: gegen Freiburg geht der harte Kampf um stabile Verhältnisse weiter. Aber es könnten mehrere Knoten geplatzt sein, und Hecking kann erst einmal in ruhigeren Wassern weiter arbeiten. Die Standardschwäche aber sollte schleunigst behoben werden!!!

Der Kapitän ging endlich voran!

 

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21. August 2016 7 21 /08 /August /2016 17:53
Nur im Trainingslager hing Christoph Kramer im Seil
Nur im Trainingslager hing Christoph Kramer im Seil

Ergebnistechnisch ist der Borussen-Saisonstart geglückt. Die Leistungen waren noch nicht überzeugend, aber in der Findungsphase kommt es zunächst auf die Ergebnisse an, gerade im K.O.-Spiel gegen Bern kann Borussia endlich mal einen "Aufstieg" klarmachen, wie die Ösis sagen würden. Das Drochtersen-Gequäle relativiert sich, wenn man die Leistungen von Werder, Frankfurt und sogar den Pillen sieht. Eines aber steht jetzt schon fest: Christoph Kramer erweist sich von Beginn an als Mentalitätsmonster, Stabilitätsanker und Winnertyp. Er war in Bern der Leader, der mit Strobl die wichtigen Bälle eroberte; in Drochtersen setzte er mit seinem starken Dribbling und der folgenden Vorlage das Zeichen, das der Mannschaft eine quälende Verlängerung erspart hat. Dieser Kramer ist nicht zu teuer gewesen, er ist der richtige Mann am richtigen Ort. Er führt jetzt, ohne das durch viele Worte zu tun, sondern durch seine Qualitäten auf dem Platz. Kramers guter Start ist wichtig für Borussia. Mit diesem Kramer wird auch am Mittwoch nichts mehr anbrennen!

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20. Juli 2016 3 20 /07 /Juli /2016 16:14
Kramer geht intern voran, weniger in der Öffentlichkeit
Kramer geht intern voran, weniger in der Öffentlichkeit

Eine wichtige Rolle in den Planungen Andre Schuberts spielt Weltmeister Christoph Kramer. Der blonde Mittelfeldmann fällt mittlerweile nicht durch viele Interviews, sondern durch sein Kurzhaar auf. Dazu kommt, dass man ihm den Spaß des Heimgekommenen, des Verlorenen Sohnes nach Lukas 15, anmerkt. Im Training brennt der Ex-Bochumer, ohne sich eine prestigebedingte Führungsrolle anzumaßen. Der mit Mitte zwanzig schon erfahrene, sich im besten Alter befindliche Kramer hat dazu gelernt. Er, dem der WM-Titel irgendwie zufiel, extrovertierte sich nach dem Titel stark in der Öffentlichkeit, was seiner Leistung nicht zuträglich war. Der "neue" Kramer scheint bescheidener, zurückhaltender, aber nicht weniger entschlossen zu sein als der "Weltmeister". Er spielt mit seiner Fähigkeit, zweite Bälle im Halbfeld sauber zu erobern. Er kann nicht so tödliche Pässe spielen wie Granit Xhaka, aber er kann das Tackling, beherrscht die "situational awareness"; eine ideale Ergänzung zu Mo Dahouds Offensivdrang. Es ist aber nicht so, dass er gesetzt wäre. Mit Tobias Strobl und Jonas Hoffmann stehen Konkurrenten bereit. Aber es ist wahrscheinlich, dass der lauf- und übersichtsstarke Kramer zunächst die Doppelsechs als defensiver Part besetzen wird. Vorfreude ist jedenfalls angesagt... Dass er das Lied von Marius "Ich bin wieder hier, in meinem Revier" https://www.youtube.com/watch?v=X2YG2a9EL6A als Einstand sang, zeugt von seiner Originalität...

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17. Juli 2016 7 17 /07 /Juli /2016 19:40
Hazard und Co. im 4 gegen 2 mit zwei Königen
Hazard und Co. im 4 gegen 2 mit zwei Königen

Borussia wird am Tegernsee von vielen Fans begleitet. Es ist eine zuversichtliche, wenn auch nicht euphorische Stimmung zu spüren. Der Kader ist so werthaltig wie nie in der Geschichte Borussias. Max Eberl, von Bayern umworben ist schlanker geworden und macht einen gelassenen und zufriedenen Eindruck. Er setzt auf einen Kader, der eine wunderbare Mischung aus Jugend, Erfahrung und Tempofähigkeit darstellt. Fraglich ist die Zukunft von Alvaro Dominguez, der sich derzeit in München behandeln lässt. Die Trainingseinheiten zeigen eine Anordnung, die den Kurzpass in den Vordergrund rücken und die Taktik noch im Hintergrund halten. Im Programmheft zum Trainingslager formuliert Andre Schubert das Ziel taktischer Flexibilität. Der Kader ist dafür geeignet; die Mannschaft soll aus Ressourcen- und Anpassungsgründen durchaus rotieren - nur die hintere Achse Christensen, Elvedi, Sommer scheint gesetzt. Nach vorne sind die Optionen schier unendlich. Man darf gespannt sein, wie die Abwägung von Sicherheit und Risiko gelingt...

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15. Juni 2016 3 15 /06 /Juni /2016 07:40
Der Bogen der Hoffnung...
Der Bogen der Hoffnung...

Gladbachs Manager hat Mut bewiesen. Fast 30 Millionen Euro hat er für zwei Transfers ausgegeben, die wir intuitiv mindestens 10 Millionen Euro günstiger eingestuft hätten. Warum aber hat er das gemacht? Erstens erhöht die Tatsache, dass ein Verein selber einen satten Transfererlös erzielt, naturgemäß die Preise, die er selber hinblättern muss. Zweitens geht es um DEN ZEITPUNKT, der das Pokern verhindert; der smarte Max spielt das Spiel des "Entweder alles oder ein bisschen weniger" - sprich: er setzt darauf, dass zur Champions League-Qualifikation eine eingespielte Mannschaft auf dem Platz ist. Drittens baut er mit Fünf-Jahres-Verträgen Zukunftssäulen auf. Das halte ich für eine weise und richtig dosierte Risikoentscheidung. Denn die Chance der Qualifikation für das große Business ist gegeben; sie wird durch die frühen Transfers wohl auf 50 % erhöht. Kommt der Hammergegner, wird es schwer. Verlangen kann man den Sieg ohnehin nicht; es ist aber ein gutes Gefühl zu wissen, dass Eberl diese große Chance mit Seriosität beim Schopfe packt. Sprich: er setzt 5-7 Millionen Transfermehrkosten ein, um eventuell 20 Millionen plus und eine Reputationsaufbesserung zu erreichen. Ich finde das klasse. Und jetzt das Sahnehäuptchen mit dem französischen U18-Nationalspieler Mamadou Doucouré, dem Innenverteidigertalent von PSG - Chapeau, Max!!!

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6. Juni 2016 1 06 /06 /Juni /2016 21:10
Das Team ist der Erfolgsgarant, kein einzelner Spieler
Das Team ist der Erfolgsgarant, kein einzelner Spieler

Es gibt schon wieder Kritiker, die einen potenziellen Kauf Christoph Kramers kritisch sehen. Er hat in Leverkusen nicht geglänzt letzte Saison. War das mit Josip Drmic nicht dasselbe? Verbrennt Max Eberl wieder richtig Kohle? Nein. Es ist meines Erachtens gut, dass Max bei Rode nicht mitgepokert hat, der seinen Wechsel zur wahren Borussia mit Bedingungen verknüpft hätte. Das ist nicht der Geist, den diese Mannschaft braucht. Diese Mannschaft lebt von der Reife, dem Willen, der Verbundenheit. Ohne zu idealistisch zu sein, aber Christoph Kramer hat sich bei Borussia die zwei Jahre richtig reingehängt und gezeigt, welchen Wert ein lauf- und zweikampfstarker Spieler für Gladbachs Spiel haben kann. Und: Durch Schuberts Hochrisikospiel ist das Erobern der zweiten Bällen noch notwendiger geworden als unter Favre. Ich glaube, dass Kramer sogar noch stärker wird als damals im Duett mit Granit, da Dahoud klar offensiv orientiert ist und Christoph die defensive Organisation im Blut hat. Es ist geradezu ideal und 15 Millionen Euro wert, wenn Borussia einen alten Bekannten mit großem Herz wieder bekommt. Denkt an Effenbergs Rückkehr. Ich würde mich sehr freuen, wenn es klappte.

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25. Mai 2016 3 25 /05 /Mai /2016 20:25
Granit wird sich eine neue Führungsrolle erarbeiten müssen
Granit wird sich eine neue Führungsrolle erarbeiten müssen

Ist der Verlust Granit Xhakas ein fataler Setback für unsere Borussia? Oder ist es ein weiterer Meilenstein in der Transfererfolgsgeschichte Max Eberls? Ich würde sagen, dass Letzteres zutrifft. Denn sowohl die Ablösesumme als auch der Verkaufszeitpunkt sind ideale Parameter. Borussia kann jetzt rechtzeitig Ersatz einkaufen und dann mit einer eingespielten Truppe in die CL-Quali gehen. Das Geld erlaubt neben der Innenverteidiger-Verstärkung auch eine strategische Neuausrichtung der Doppel-Sechs. Denn neben Mo Dahoud ist ein Kramer als Eroberer zweiter Bälle mit enormer Defensiv- und Laufqualität ebenso denkbar wie ein Hojbjerg und Rode, die auch offensiv Qualität besitzen. Kramer ist ideal als Sicherung beim Hochtempospiel der Borussia, welches mit Hahn, Hermann, Traoré und Raffael das Herzstück des Schubertschen Systems darstellt. Es gibt Optionen auf dem Markt - Borussia braucht kein Geld zu horten, kann aber auch die wechselwilligen Spieler mit Perspektiven anstatt nur mit Geld locken. Xhaka hat sich toll entwickelt, aber sein heißes Blut hat uns auch manchen Punkt gekostet - das darf man nicht vergessen. Wir haben auch Spiele ohne ihn gewonnen. In diesem Sinne glaube ich fest daran, dass wir die Sechs in der neuen Saison noch stärker sehen als in der alten...

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11. April 2015 6 11 /04 /April /2015 15:03
Wahre Borussia souverän - der Schwur nach Bielefeld zeigte Wirkung

Eine phasenweise überragende Leistung der wahren gegen die falsche Borussia, wie ich sie nicht für möglich gehalten habe, hält die Champions League-Träume aufrecht. Die "Selbstausschaltung" Kramers war erfolgreich, denn sein Ersatz Nordfight spielte nicht nur solide, sondern traf sogar ins richtige Netz. Der Schwur, den sich die Gladbacher nach der Niederlage vom Teutoburger Wald gaben, zeigte Wirkung. Die Zuschauer wurden wieder mit tollem Bundesliga-Fußball beschenkt, von einem überragenden Hermann, der Fußball von einem anderen Stern spielt. Gut, dass er langfristig gebunden wurde. Er ist aber auch der Typ, der die Netzwärme in der Raute braucht. Die Gladbacher Familie ist zu Recht begeistert - ich gebe zu, mein Glaube für heute war schwach. Um so schöner, wenn meinem Unglauben geholfen werden konnte. Klasse auch, dass Nordveit sofort parat stand. Es ist etwas im Werden begriffen - welch ein schöner lyrischer Fußballfrühling. Danke, Rautenborussia, das tut so gut!!!

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