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3. August 2017 4 03 /08 /August /2017 06:35

 

Die Wahrheit über diese Saison kann sich relativ schnell offenbaren. Denn Spiele wie in Essen und in Augsburg werden zeigen, ob Borussias Kurzpassspiel zum Einsetzen der Zielspieler Stindl und Raffael führt oder nicht. Oder wird es wieder ein trostloses Ballgeschiebe, mit einem maximalen torlosen Remis in Augsburg werden? Das eine Training von Liverpool, die Abschlussübungen aus schwierigen Winkeln, die Technik eines Firminho und eines Milner, ließen mich schwärmen. Mit Schrecken dachte ich daran, dass im Birkenmoos so gut wie keine Torschussübungen stattgefunden hatten. Das Setzen auf Raffael kann sich als strategischer Fehler erweisen. Denn die Kraft lässt beim Brasilianer langsam nach. Auch die Verletzungsanfälligkeit wird höher. Und Gegner defensiverer Art verstehen es, den Techniker aus dem Spiel zu nehmen. Es bleibt zu hoffen, dass es zumindest mit der Ausleihe eines einigermaßen erprobten Knipsers klappen. Ich kann mir vorstellen, dass Torgan Hazard mehr zentral spielen wird, was er gegen Nizza erfolgreich tat. Aber er ist der Mann, der aus dem Halbfeld kommen muss. Ich bin auf jeden Fall dafür, dass Borussia in Richtung Stürmer noch tätig wird. Damit es kein böses Erwachen nach tormageren Spielen gibt!

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23. Juli 2017 7 23 /07 /Juli /2017 11:43

Ich habe doch bis auf das Leeds-Spiel und die letzte Trainingseinheit am Samstag einen guten Überblick über das Training der Borussia bekommen und die hervorragenden Zusatzinformationen von Fohlen Hautnah und Torfabrik dazu verfolgt. Das Interview mit Dieter Hecking auf Fohlen Hautnah ist präzise, aufschlussreich, aber auch verräterisch. Denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass das System des Kettenspiels dazu tendiert, zum Selbstzweck zu werden. Es ist sicherlich taktisch eine hervorragende Idee, wenn Hecking im Training Dreier- gegen Viererkette spielen lassen will, dass alle Spieler variabel auf beide Systeme umstellen können. Dennoch bleibt es, dass Borussia – und das schon seit der Favre-Ära – dazu tendiert, den intelligenten One-Touch-Fußball zum Selbstzweck werden zu lassen. Als seien Standardtore weniger wert und seien gegen die große Strategie gerichtet. Ich übertreibe vielleicht, aber ich fürchte, dass das Ziel des Sport, das direkte und effektive Erzielen von Toren, dabei etwas in den Hintergrund gerät. Das mental sehr auswändige Spiel durch die Ketten kann letztlich Konzentration im Abschluss und bei Standards kosten. Eine Vermutung, nichts anderes. Aber ich hoffe, dass Hecking für den Abschluss Dinge im Köcher hält. Die Testspielniederlage hat den geschilderten Eindruck noch bestätigt. 

 

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