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26. Februar 2017 7 26 /02 /Februar /2017 15:53

 

Es wäre die Chance gewesen, ganz groß zu werden. Lars Stindl, der Superstar von Florenz, hat ein zweifelhaftes Tor geschossen. Er jubelte nicht, weil er wusste, dass es nicht regulär war. Hätte er das angezeigt, hätten das nicht alle verstanden. Aber es wäre echte Größe gewesen. Es hätte eine Art Dankbarkeit für den Segen der letzten Wochen gezeigt. Aber der Druck auf einem Profi, danach Vorwürfe aus dem Umfeld zu bekommen, scheint zu hoch zu sein. Ich persönlich hätte es geschätzt und auf zwei Punkte verzichtet. Denn ich glaube, dass die Fortuna, die Glücksgöttin im Fußball, diese Dinge genau verzeichnet und wir sie hätten milde stimmen können. Was wir hier an zwei Punkten gewinnen, könnten wir durch eklatantes Pech in der 93. Minute in Hamburg oder in den Euroleague-Spielen wieder einbüßen. Jenseits dieser gerechtigkeitsethischen Küchenüberlegungen darf man dennoch mit der gewachsenen Stabilität zufrieden sein; trotz Rotation hat Borussia sich ein Spiel auf Remis-Niveau nach einem Donnerstagseinsatz erkämpft und drei verbucht - Hahns Tor scheint den Sieg posthoc zu rehabilitieren. Leider ist Drmic der Durchbruch eines Erfolgserlebnisses verwehrt geblieben. Aber dennoch kann der gesundete, nun wirklich breite Kader zu einem enormen Wettbewerbsvorteil werden. Schön, dass Yann Sommer wieder großartige Paraden zeigt. Dieser vierte Auswärtssieg in Folge wird von mir dennoch mit gemischten Gefühlen abgehakt. 

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28. Januar 2017 6 28 /01 /Januar /2017 19:03

Ehrlich gefragt: wer hat gezweifelt? Ich! Nach sehr gutem Start in Leverkusen wieder vermeidbare Gegentore, dann noch als Doppelpack. Und das nach einem Remis gegen einen abgeschlagenen Tabellenletzten, der von den Böcken sechs eingeschenkt bekam! Da sah nichts mehr nach Hoffnung aus, und ich, bronchial geschwächt, wollte mich unter die Decke verkriechen. Die Leistung stimmte, aber die mangelnde Effektivität ist meist der Grund für Abstiege von begabten Mannschaften. Meine Diagnose, dass der Mannschaft Führungskräfte fehlen, wurde endlich in Frage gestellt. Dieter Hecking scheint die Mutlos-Truppe auswärts richtig angepackt zu haben, denn plötzlich war dieses "Wir haben nichts zu verlieren"-Gefühl da, das Flügel verlieh. Dass nach dem erreichten Remis weiter gestürmt wurde, war eine tolle Sache. Denn endlich diese Serie  zu beenden, die so lähmt, das erforderte endlich mal den Mut zum offenen Visier. Dass sich dieser Mut so spektakulär auszahlte, ist ein Geschenk. Die Mentalität, unbedingt siegen zu wollen, war auch in der darauf folgenden Abwehrschlacht sichtbar.  Dennoch: Man täusche sich nicht: gegen Freiburg geht der harte Kampf um stabile Verhältnisse weiter. Aber es könnten mehrere Knoten geplatzt sein, und Hecking kann erst einmal in ruhigeren Wassern weiter arbeiten. Die Standardschwäche aber sollte schleunigst behoben werden!!!

Der Kapitän ging endlich voran!

 

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15. Oktober 2016 6 15 /10 /Oktober /2016 17:09
Kapitän Stindl verschoss überraschenderweise
Kapitän Stindl verschoss überraschenderweise

Gegen den HSV hat Borussia die letzten Jahre die schlechtesten Spiele gezeigt. Beim 0-3, dem letzten Heimspiel unter Favre letzte Saison und auch in der Rückrunde in Hamburg beim 2-3 war Borussia schwach unterwegs. Und auch in den Vorjahren hatte Borussia gegen zäh kämpfende Hanseaten ihre liebe Mühe. Es war ein Spiel, in dem Gladbach die herzlichen Zuwendungen von Schiedsrichter Stark nicht zu nutzen wusste. Beide Elfer waren strittig, und mit diesem Gerechtigkeitsverständnis trafen Andre Hahn und Lars Stindl diese Elfmeter. Rene Adler zeigte sich aber auch von seiner besten Seite bei Hahns Elfer. Aber Borussia gelang es nicht, den Ballbesitz auch in lange andauernder Überzahl in gefährliche Aktionen zu übersetzen. Der Ausfall Raffaels und Hazards, den Edeltechnikern, war durch Andre Hahn und den schwachen Patrick Hermann nicht zu ersetzen. Damit zeigt sich auch, dass der "stärkste Kader aller Zeiten" mitnichten gleichwertig strukturiert ist. Gegen tiefer stehende Mannschaften tut sich die Mannschaft schwer - gerade Hahn braucht aufgrund technischer Mängel Räume, um sein Spiel zu spielen. Borussia wollte nur keine Defensivmängel aufkommen lassen - die Verkrampfung war eine direkte Folge des Schalke-Debakels. Die Dynamik fehlte; gewisse Selbstzweifel haben sich eingeschlichen. Doch frappierend fantasielos sind die Standards; Ecken und Freistöße sind oft eher Vorteile für den Gegner. Hier wird ein enorm wichtiges strategisches Mittel fast vollkommen ungenutzt gelassen. Die Heimserie ist nur halb gerissen, aber da beim FC Bayern nicht immer mit Punkten, schon gar nicht mit einem Sieg gerechnet werden kann, steht Borussia beim nächsten Heimspiel schon unter Druck. Großchancen und Elfmeter ohne Überzeugung gestaltet, das war das Traurige. Aber Grund zur Panik besteht auch nicht. Nur ist zu hoffen, dass sich einige Spieler wieder in Richtung auf ihr normales Leistungsniveau hin bewegen, von Hahn über Stindl zu Patrick Hermann. Sonst wird auch bei Celtic wenig zu erben sein...

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27. August 2016 6 27 /08 /August /2016 17:28
Der Kapitän markiert den Siegtreffer
Der Kapitän markiert den Siegtreffer

Borussia begann das Spitzenspiel mit einer gegenüber dem Bernspiel veränderten Aufstellung. Trotz der überragenden Leistung Torgan Hazards brachte Andre Schubert André Hahn – gegen die technisch starken Leverkusener eine nachvollziehbare Entscheidung. Und Hahns Dynamik war die richtige Strategie, um die Leverkusener Abwehr unter Druck zu setzen. Obwohl Hahn wie so oft erst zwei Großchancen auslässt, kann man sich darauf verlassen, dass er trifft. Es war richtig, Vestergaard für Jantschke zu bringen, um die Lufthoheit Tahs zu brechen. Genauso vernünftig war es, nach sechzig Minuten Johnson für Traoré zu bringen, dessem Eins-gegen-Eins-Spiel mit Ballverlusten gegen die schnellen Leverkusener verbunden ist; bei einer Führung war das eine gute Maßnahme. Borussias Balleroberungen und One-Touch-Angriffe sind beeindruckend. Auch wenn der talentierte Dahoud das Opfer der defensiven Doppel-Sechs ist, aber Kramer und Strobel sind die richtige Antwort auf das Vorneverteidigen. Dass Hazard zur rechten Zeit nach dem Ausgleich rein kam und Stindl auflegte, spricht auch für das richtige Lesen des Spiels durch Andre Schubert. In einem Spiel gleichwertiger Mannschaft hat der bessere Trainer gewonnen. Der Kapitän besorgte den Sieg. Dreieinhalb Monate nach dem glorreichen Sieg am 33. Spieltag scheint der Heimfluch gegen die Pillen nach drei Heimsiegen in Folge endgültig besiegt. Diese Spiel zeigt den Vorteil der Rotation.

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5. Februar 2016 5 05 /02 /Februar /2016 21:32
Hazard brachte viel Schwung rein
Hazard brachte viel Schwung rein

Mit einem 5-1 gegen Bremen hatte nach den Pokalerfahrungen und den Gegentoren der letzten Spiele kaum einer gerechnet. Und: dieses klare Resultat war nicht so souverän erspielt wie es scheint. Denn einer überragenden Offensive stand eine doch wiederholt unsichere Abwehr gegenüber. Im Gegensatz zum Pokalspiel aber gingen die wichtigen Bälle dieses Mal nicht an den Pfosten, sondern rein. Und der überraschende Startelfeinsatz von Hazard konnte dieser mit einer überragenden ersten Halbzeit rechtfertigen, während Elvedi seine Unsicherheiten durch eine Monstergrätsche beim Stande von 3-1 vergessen ließ, als das Spiel zu kippen drohte. Zwei Tore von Christensen sind klasse, gerade weil endlich mal wieder ein "Eckballtor" dabei war. Dass die Elfergeschichte für Borussia dieses Mal neutral ausging, war OK. Aber Sommer bewegt sich bei seiner Größe zu früh und hält kaum einen, während Raffael sicher nicht der sichere Schütze wird - hier muss einer seine Sporen neu verdienen. Insgesamt aber war das ein toller Abend - für die Stimmung und Selbstvertrauen Gold wert.

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5. Dezember 2015 6 05 /12 /Dezember /2015 19:12
Yann Sommer machte das Wunder vom Park erst möglich
Yann Sommer machte das Wunder vom Park erst möglich

Ja, Borussia holte letztes Jahr vier Punkte gegen Bayern. Ja, der Borussia-Park ist für die Bayern unangenehm. Und man gewann zuletzt mit 2-0 in München. Aber: damals war Bayern schon deutscher Meister, war Manuel Neuer nicht wirklich mit den Gedanken dabei und die Bayern ließen es auslaufen. Heute wollten die Bayern nicht verlieren, und sie ließen mit hohem Tempo die Borussia in der ersten Hälfte spüren, wer der Herr im Hause des Parks war. Es war einem überragenden Yann Sommer zu verdanken, dass die Borussia die Hälfte, in der der junge Elvedi gegen Coman überfordert war, überstehen konnte. Aber ein guter Trainer kann das Spiel lesen, und so schaffte es Andre Schubert erneut, die Mannschaft so umzustellen, dass die linke Abwehrseite nicht mehr so anfällig war und dass die Bayern viel früher gestört wurden. Das Kombinationsspiel wurde sicherer und die Angriffe gewannen tödliche Qualität. Unglaublich, mit welcher Ruhe die Gladbacher im Bayern-Strafraum bei den ersten beiden Toren und der Super-Chance durch Julian Korb den Ball zum beststehenden Mann zu bringen vermochten. Diese Tore sahen nach einem Plan aus, nach dem Selbstvertrauen, das man sich durch Erfolge einfach erspielt hat. Dass Wendt sein eigenes Tor mit der Hacke vorbereitete, dass Lars Stindl nach seinem Hoffenheim-Fehler gleich wieder in Killer-Manier auftrat und auch Korb so brilliant bediente, dass Johnson gegen einen Weltklassetorwart aus Halbrechts einnetzte, das ist schon fantastisch gewesen. Und so haben wir ein Adventsfest der besten Sorte bekommen. Jetzt nur nicht dran denken, wo das hinführt, sondern noch vier Spiele konzentriert bleiben und dann Weihnachten genießen. Das fünfte Türchen war wunderschön. Danke, Borussia!

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25. November 2015 3 25 /11 /November /2015 21:26
Drmic kommt langsam in Fahrt
Drmic kommt langsam in Fahrt

Nein, das Gegentor trübt den Abend der Wunder und wunderbaren Spielweise, der Traumtore nicht. Nein, der direkte Vergleich ist mir bei der Leistung egal. Es war fantastisch, was Borussia geleistet hat an Offensivfussball, da ist ein Gegentor nicht der Wermutstropfen. Überragend, wie Borussia sich aus der eigenen Defensive über die überragenden Xhaka, Dahoud und Johnson löste. Es war einfach ein Fest, das Borussia in ganz Europa Respekt verschafft. Ja, gegen Juve und Man City waren die Siege drin. Es darf jedoch geträumt werden, dass Borussia in der nächsten Saison die Gelegenheit erhält, die Gruppenphase in diesem Wettbewerb zu überstehen. Das 4-2 sieht nicht klar genug aus. Es zeigt jedoch, dass Borussia mit der improvisierten Abwehr momentan auf einen überragenden Sturm angewiesen ist. Die Spanier kamen zu einem unberechtigten Elfer, hatten aber viele Torchancen. Noch ist die Euro League nicht erreicht, aber Gladbach ist in der Edelliga angekommen, und wie! Lars Stindl ist eine ganz große Nummer, das ist klar. Und dass Schubert den Mut hat, Drmic für Traore zu bringen, beweist, dass der Trainer Spieler aufzubauen bereit ist. Die Seele brennt für Borussia, unseren VfL...

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21. November 2015 6 21 /11 /November /2015 16:11
Der VfL mühte sich gegen Lieblingsgegner 96 ganz schön ab
Der VfL mühte sich gegen Lieblingsgegner 96 ganz schön ab

Der VfL wollte nach dem Punktverlust gegen Ingolstadt unbedingt nachlegen. Aber das Spiel erwies sich von Anfang an überraschend als Spiel auf der Rasierklinge. Die Hannoveraner waren von Frontzeck sehr gut eingestellt worden und setzten die Gladbacher Doppel-Sechs vernünftig unter Druck. Die Konteranfälligkeit der Borussia führte dazu, dass Hannover zu zahlreichen guten Chancen kam; Sicherheit war bei den offensiv starken Borussen aber nie vorzufinden. So rettete Yann Sommer die Borussen, konnte nach dem Tor des starken Ibo aber den vorübergehenden Ausgleich nicht verhindern. Leider hatte der sonst starke Stindl die Seuche am Fuß bei seinen Alu-Treffern und sonstigen Chancen. Zieler hielt auch überragend. Das Konstrukt Borussia ist motiviert, aber noch nicht in allem stabil. Gleich wieder von der Champions League zu träumen ist nicht angebracht. Das harte Erarbeiten der Punkte sollte erst einmal wieder ein Rezept sui generis bleiben. Aber man hat gezeigt, dass man auch die Verletzungen zahlreicher Akteure kompensieren kann. Das ist stark und macht Hoffnung auch für das Sevilla-Spiel, bei dem Xhaka sein Temperament im Griff haben sollte.

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17. Oktober 2015 6 17 /10 /Oktober /2015 18:04
Sie wachsen unter Schubert weiter zusammen
Sie wachsen unter Schubert weiter zusammen

Es gelingt Andre Schubert, diese Mannschaft auf ihren jeweiligen Gegner einzustellen. Denn trotz des halben Eigentores durch Alvaro Dominguez mit dem folgenden Elfer spielte Gladbach Frankfurt in der zweiten Halbzeit an die Wand. Die mangelnde Cleverness in der Defensive kann durch ein starkes, kreatives Offensivspiel überkompensiert werden. Solche Fehler werden jedoch von Juventus Turin wohl nicht verziehen. Dennoch: Andre Schubert hat die Feinheiten, die unter Favre noch fehlten, durchgeführt, Stindl und Dahoud in den Positionen gestärkt und die Abwehr stabilisieren können - trotz der einzelnen Fehler steht die Kette gut. Andre Hahn gönnte man den verwandelten Elfer und das danach folgende Feldtor, Raffael die beiden Tore. Ja, es geht steil aufwärts, so braucht man vor Schalke nicht zu zittern. Und kann sich vielleicht in Turin auch gut verkaufen. Doch Mo Dahoud ist in seine Rolle hineingewachsen - Gladbachs Jugendspieler überzeugen, wenn sie gefragt sind. Bei Traoré wünscht man sich noch das ein oder andere Abspiel mehr und bei Johnson ein bisschen mehr Übersicht. Aber so langsam kann Max aufhören, nach einem neuen Trainer zu suchen... Doch dieses "Interimsprojekt" kann man durchaus in die Länge ziehen... Ein fantastisches Spiel mit fünf Auswärtstoren lässt veredelt einen goldenen Spätherbst nach dem depressiven Frühherbst...

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30. August 2015 7 30 /08 /August /2015 17:40
Kein glücklicher Einstand für Howie
Kein glücklicher Einstand für Howie

Die Hoffnung auf dauerhaft bessere Tage bei Borussia werden brutal auf dem Altar einer schwachen Abwehr geopfert. Borussia geht einen schweren Weg des Umbruchs. Der Ausfall von Stranzl und Dominguez in Verbindung mit einer noch nicht eingespielten Sechs bewirkten einen Katastrophenstart. Dass wir den Weg des BVB der letzten Hinrunde gehen, wird wahrscheinlicher. Die Verunsicherung ist einzelnen Spielern deutlich anzumerken. Die Mannschaften wissen, dass gegen Gladbach relativ einfache Standardtore zu erzielen sind. Da braucht man dann einfach nur abzuwarten und gar nicht so offen zu spielen. Offensiv brachte Borussia einige gute Situationen zustande, aber die Defensive war ein ums andere Mal ein Hühnerhaufen. Jetzt zeigt sich, wie gut der Zusammenhalt wirklich ist. Wir Gladbach-Fans sind Krisen gewohnt. Endlich mal wieder in den Schmerzmodus, das ist doch was. Das Leben des Gladbach-Fans ist intensiv. Ich sagte einem Bayern-Fan in der Kneipe. Wenigstens gibt es für uns Gewinnen UND Verlieren, auch wenn es im Moment nur Niederlagen gibt.

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